Landesregierung bietet Unterstützung
Ehrenamtsoffensive gestartet

Jugendlandesrätin Daniela Winkler startete gemeinsam mit dem Feuerwehrjugend-Sachgebietsleiter des Burgenländischen Landesfeuerwehrverbandes, Markus Wessely, und dem Landesjugendreferenten des Verbands Blasmusik Burgenland, Márton Ilyés, in Mörbisch am See die Ehrenamtsoffensive .
  • Jugendlandesrätin Daniela Winkler startete gemeinsam mit dem Feuerwehrjugend-Sachgebietsleiter des Burgenländischen Landesfeuerwehrverbandes, Markus Wessely, und dem Landesjugendreferenten des Verbands Blasmusik Burgenland, Márton Ilyés, in Mörbisch am See die Ehrenamtsoffensive .
  • Foto: Bgld. Landesmedienservice
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Das Ehrenamt ist eine der wichtigsten Säulen der Gesellschaft. Daher hat sich die Burgenländische Landesregierung zum Ziel gesetzt, das Ehrenamt zu stärken. 

Für die vielen Organisationen und Vereine, die ehrenamtlich geführt und bekleidet werden, ist es wichtig, Mitglieder zu lukrieren, vor allem junge Mitglieder zu lukrieren. „Aus diesem Grund habe ich in meiner Funktion als Jugendlandesrätin diese Initiative vorwiegend auf die Jugend ausgerichtet. Das heißt, zum einen wollen wir die Organisationen und Vereine unterstützen, damit sie auch künftig einen weiteren Zulauf von Mitgliedern haben werden. Zum anderen wird die Ehrenamtsoffensive die Jugendlichen dahingehend servicieren, indem wir das landesweite Angebot an ehrenamtlichen Möglichkeiten und Tätigkeiten auf einer Plattform anbieten und ihnen näherbringen. Der dritte wesentliche Punkt ist ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung. Für ehrenamtliche Tätigkeiten wird es in Zukunft, wenn bestimmte Kriterien erfüllt werden, von der Landesregierung Burgenland ein Zertifikat geben. Damit wird nicht nur Dank und Anerkennung ausgesprochen, dieses Zertifikat soll sozusagen als offizieller Nachweis den persönlichen Einsatz im Dienst der Allgemeinheit bestätigen“, so Winkler.

Bei der Ehrenamtsoffensive im Burgenland geht es vorwiegend darum, wie man interessierte Jugendliche und jene Menschen, die sich für das Gemeinwohl einbringen wollen, erreichen, aber auch den Draht zu den Organisationen verstärken und diese dabei unterstützen kann, ihre Tätigkeitsfelder breiter zu kommunizieren. Winkler dazu: „Konkret wird diese Offensive von drei Säulen getragen: wir schaffen einen Überblick (Katalog), ein Zertifikat bestätigt und würdigt das freiwillige unentgeltliche Engagement, und es werden dementsprechende Workshops angeboten. Wir haben im Burgenland nämlich ein weitreichendes und sehr umfassendes Angebot an ehrenamtlichen tätigen Organisationen und Vereinen. Nun gilt es, darüber einen Überblick zu geben“.
Interessierte haben künftig die Möglichkeit auf einer eigens dafür geschaffenen Plattform Informationen darüber einzuholen, welche Möglichkeiten in welcher Region unter welchen Voraussetzungen geboten werden. „Wir wollen möglichst viele Organisationen und Vereine, die sich in ihrem Betätigungsfeld der Jugendarbeit widmen, dafür gewinnen, diese Plattform zu nutzen. Die Plattform wird in elektronischer Form zur Verfügung stehen. Es handelt sich dabei um ein e-Paper, das laufend aktualisiert wird. Die Vorbereitungen dazu sind im Gange. In den ersten Schritten werden die Organisationen kontaktiert, die dann zusammengeführt und online veröffentlicht bzw. zugängig gemacht werden. Darüber hinaus werden Flyer mit QR-Codes aufgelegt, die direkt zu dieser Applikation, also zum e-Paper führen“, betonte die Jugendlandesrätin. Die ersten Anträge für die Zertifikatsverleihung können im Sommer eingebracht werden, erste Verleihungen sind für den Herbst geplant.
Um die Inhalte und das Angebot übersichtlich zu gestalten und in der Kommunikation Schwerpunkte setzen zu können, gibt es eine Unterteilung in die Kategorien Natur, Outdoor & Sport, Musik & Kultur sowie Politik & Gesellschaft. „Der Wert des Ehrenamtes lässt sich nicht an Zahlen festmachen. Der Einsatz und das Engagement für die Gesellschaft sind unbezahlbar und für viele Menschen steht die ehrenamtliche Tätigkeit im Mittelpunkt ihres Lebens. Es gibt keine monetäre Abgeltung und oft bleibt sogar eine gebührende Anerkennung aus. Künftig wird das Land Burgenland ehrenamtlich Tätige, sofern sie bestimmte Kriterien erfüllen, mit einem sichtbaren Zeichen seine Anerkennung ausdrücken. Ein offizielles Zertifikat der Landesregierung Burgenland bestätigt und würdigt das freiwillige und unentgeltliche Engagement mit öffentlichem Charakter“, so Winkler.
Eine Verleihung setzt voraus, dass sich die Organisation, in deren Namen der Auszuzeichnende tätig ist, an der Initiative beteiligt. Die oberste Verwaltungseinheit der Organisation bestätigt den Umfang der Tätigkeit bzw. die Erfüllung der Kriterien. Aufgrund dessen wird auf Antrag das Zertifikat vom Landesjugendreferat ausgestellt. Für die Erlangung des Zertifikats wurden zwei Varianten erarbeitet.
A: 100 Stunden ehrenamtliche Tätigkeit (Zeitraum irrelevant) und 20 Stunden Fortbildungen, welche entweder unmittelbar oder mittelbar mit der Tätigkeit zu tun haben (z. B. auch ein allgemeiner Erste-Hilfe-Kurs zählt zur persönlichen Weiterbildung, welche auch in der Jugendarbeit relevant ist).
Weil man in manchen Organisationen eventuell nicht auf 20 Stunden Fortbildung kommt, die Arbeit dennoch wertvoll ist (z. B. Funktionärin bei einer Jugendgruppe des Volkstanzverbandes) gibt es diese zweite Variante.
B: Die Kriterien dafür sind 150 Stunden ehrenamtliche Tätigkeit und die Absolvierung eines Moduls der „LJR- Workshops“. Für das Zertifikat gibt es keine Altersgrenze. Die Initiative richtet sich zwar in erster Linie an Personen im Alter von 10 bis 27 Jahren, es ist aber durchaus möglich, z. B. als FunktionärIn der Kinderfreunde, der/die mit Jugendlichen arbeitet ebenfalls im Rahmen der Initiative zu einem Zertifikat zu kommen.
Die „LJR-Workshops“ sollen ein neues Bildungsangebot für vor allem Jugendliche und die Jugendarbeit im Burgenland werden. Sie richten sich primär an alle BurgenländerInnen im Alter von 10 bis 27 Jahren. Sie finden regelmäßig statt und sind nebenbei auch ein Kriterium für die Variante B des Ehrenwert-Zertifikats. Die Themen sind breit gefächert und in Module gegliedert. Vorerst wird zu folgenden Themen geschult:

· Pädagogische Grundlagen
· Rechtsfragen
· Projekt-Management und Softskills
· Rede- und Präsentationstechniken

Für den ersten Workshop können bis 24. Juni 2021 unter www.ljr.at die Anmeldungen eingebracht werden. „Mit einer wachsenden Gemeinschaft ehrenamtlich Tätiger ergibt sich ein Mehrwert auch für die Gemeinden und die Gesellschaft. Besonders die letzten Monate haben uns gezeigt, wie wichtig es ist, sich aufeinander verlassen zu können, sich gegenseitig zu unterstützen und wie wertvoll der Dienst am Mitmenschen ist. Daher wollen wir diese Tätigkeiten stärken und den Menschen die gebührende Wertschätzung entgegenbringen“, so Jugendlandesrätin Daniela Winkler abschließend. (Quelle: LMS Burgenland)

Autor:

Redaktion martinus aus Burgenland | martinus

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