Dr. Elmar Fischer feiert Priesterjubiläum
Echtes Menschsein leben lernen

Bischof Dr. Elmar Fischer (Jahrgang 1936) war 1970 bis 1982 Rektor des Marianums in Bregenz, 1989 bis 2004 Generalvikar und 2005 bis 2011 Bischof von Feldkirch.
  • Bischof Dr. Elmar Fischer (Jahrgang 1936) war 1970 bis 1982 Rektor des Marianums in Bregenz, 1989 bis 2004 Generalvikar und 2005 bis 2011 Bischof von Feldkirch.
  • Foto: KKV / Wolfgang Ölz
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Bischof Dr. Elmar Fischer wurde am 29. Juni 1961 in Tisis zum Priester geweiht. Im KirchenBlatt blickt er auf sechzig Jahre Priestertum in vielen Funktionen zurück.

Wolfgang Ölz

Bischof Elmar Fischer hat im Juni dieses Jahres in Silbertal und Tschagguns das Sakrament der Firmung gespendet. Bischof Elmar Fischer sagt: „Ich wünsche den jungen Menschen den guten Geist im täglichen Leben. Ich wünsche den jungen Menschen, dass sie diesen guten Geist überall in der Schöpfung entdecken.“ Der Bischof betont: „Den Heiligen Geist braucht es überall - in Schule, Arbeit, bei Lebensentscheidungen. Ich bin überzeugt, dass Gott durch Christus auch den jungen Leuten echtes Menschsein nahebringt.“ Die klassisch christliche Dreiheit der Liebe ist für ihn zentral: „Es geht um echte Selbstliebe, Nächstenliebe und auch um Gottesliebe.“

Eheberatung

Die Eheberatung war Bischof Elmar Fischer immer ein Herzensanliegen. Gemeinsam mit Willi Hagleitner hat er 1974 das Ehe- und Familienzentrum (EFZ) ins Leben gerufen und war bis 1990 dessen Direktor. Elmar Fischer betrachtet das Ehesakrament als immens wichtig. In der Eheberatung hat er, ausgebildet als Psychotherapeut, das sogenannte „Beziehungsnetz“ entwickelt. Darin hat Elmar Fischer Haltungen in Beziehung gesetzt, die für eine gelungene Partnerschaft von besonderer Bedeutung sind. Im äußeren Kreis stehen die Haltungen

Aufmerksamkeit, Offenheit und Geduld, im inneren Kreis setzt er Geborgenheit, Einfühlung, Vertrauen und Verstehen an. Im Zentrum des Beziehungsnetzes sieht der Bischof aber „Sinn, Liebe, Wert im Geist Jesu gestalten“.

Sport

Bischof Elmar Fischer lebt heute im Haus Nazareth im Bregenzerwald unweit seiner ersten Wirkungsstätte in Sibratsgfäll, wo er in den Jahren 1965 bis 1970 seine Dissertation „Über die Seelsorge im Generalvikariat Feldkirch von 1818 bis 1848“ geschrieben hat. Mit drei Schwestern vom Orden der Dienerinnen des Blutes Christi betreibt er hier ein geistliches Zentrum. Der passionierte Bergsteiger Elmar Fischer macht heute noch Wanderungen. Im Winter fährt er alpin Schi, statt wie früher umfangreiche Schitouren zu gehen. Er lässt es sich auch nicht nehmen jeden Tag Tischtennis zu spielen.

Initiativen

In seiner Zeit als Bischof von 2005 bis 2011 war ihm besonders wichtig, dass er alle Pfarrgemeinden der Diözese bei Visitationen kennengelernt hat und mit den Menschen vor Ort, den Pfarrgemeinderäten, den Kirchenräten und allen Engagierten die jeweilige Situation besprochen hat. Den Pfarren heute wünscht er vor allem echten Glauben, der sich in der Bergpredigt Jesu manifestiert. Er hat damals das Pastoralgespräch „Die Wege der Pfarrgemeinden“ initiiert, das die heutige Entwicklung der Pfarrverbände und Seelsorgeräume vorbereitet hat. Auch die Seligsprechung Carl Lamperts vor zehn Jahren fällt in seine Amtszeit. Eine Initiative des Bischofs war auch die „Lebensübergabe an Christus durch die Hände Mariens“. Das damals aufgelegte Buch mit 33 spirituellen Impulsen wird heute noch nachgefragt. Bischof Elmar Fischer hat sich immer wieder kritisch u.a. zur Säkularisierung geäußert. Vielmehr tritt er für eine religiöse Haltung ein, die sich konkret im Leben zeige.

(aus dem Vorarlberger KirchenBlatt Nr. 25 vom 24. Juni 2021)

Autor:

KirchenBlatt Redaktion aus Vorarlberg | KirchenBlatt

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