Weltgedenktag für (früh-)verstorbene Kinder am 13. Dezember
Die Erinnerung leuchtet weiter

Kerzen anzünden für (früh-)verstorbene Kinder und damit auf dieses Thema aufmerksam machen.
  • Kerzen anzünden für (früh-)verstorbene Kinder und damit auf dieses Thema aufmerksam machen.
  • Foto: John Mark Smith / unsplash.com
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Am Sonntag, 13. Dezember, 19 Uhr, werden weltweit Kerzen im Gedenken an alle (früh-)verstorbenen Kinder angezündet. Damit entsteht als Ausdruck der Verbundenheit und des Trostes eine symbolische Lichterkette um die Welt. Die Krankenhausseelsorge Vorarlberg lädt alle dazu ein, sich an der Aktion zu beteiligen.

Marina Folie

Gerade Paare, die ihr Kind schon vor, während oder kurz nach der Geburt verlieren, sind mit ihrer Trauer oft allein. Laut Statistik ist jedoch jedes dritte Paar einmal im Leben davon betroffen. Das sogenannte „Worldwide Candle Lighting“ oder der „Weltgedenktag für (früh-)verstorbene Kinder“ macht einerseits auf dieses Thema aufmerksam. Andererseits erinnert die Aktion daran, dass jedes Leben ein kostbares Geschenk ist, egal wie lange es dauert. Der Gedenktag spricht den betroffenen Eltern und Familien ein Recht auf ihre Trauer, die öffentlich oft verschwiegen oder gar bagatellisiert wird, zu.
Ins Gebet einschließen

Der Gedenktag wurde ursprünglich von einer amerikanischen Selbsthilfegruppe verwaister Eltern begründet und ist mittlerweile weltweit verbreitet. Die Krankenhausseelsorge Vorarlberg begleitet ganzjährig betroffene Eltern und Familien und lädt aktuell mit einem Gebetsimpuls zum Anzünden der Kerze am Gedenktag ein (das Gebet dazu finden Sie rechts). Auch Bischof Benno Elbs wird alle, die um ihre verstorbenen (Sternen-)Kinder trauern, in sein Gebet einschließen und eine Kerze für sie anzünden - ebenfalls am Sonntag um 19 Uhr.
Begleitung und Hilfsangebote

Das österreichische Autorenpaar Vera und Rainer Juriatti setzt sich sehr für das Gedenken der Sternenkinder und die Begleitung von Eltern und Familien ein. Literatur und Hilfsangebote für betroffene Eltern nehmen mittlerweile zu. Für betroffene Geschwister gab es bisher aber nicht viel. Für sie hat Vera Juriatti nun als eine der ersten ein Buch veröffentlicht: „Leon & Luis oder: Die Reise zu den Sternen“. Das Buch erzählt, wie Leon den Tod seines Bruders empfindet und wie er damit umzugehen lernt. Dabei kann Kindern oftmals mehr zugemutet werden, als sich viele Erwachsene trauen. So darf Leon z.B. mit ins Krankenzimmer und seinen verstorbenen Bruder Luis lange halten. „Die Reise zu den Sternen“ ermutigt, nicht auf die Sternenkindergeschwister zu vergessen und ihnen einen kindgerechten Umgang mit dem Tod und ihrer eigenen Trauer zu ermöglichen.
Gemeinsame Botschaft

Sowohl Juriattis Buch als auch der weltweite Gedenktag am 13. Dezember haben eine gemeinsame Botschaft: „Du bist nicht allein in deiner Trauer. Die Erinnerung an dein Kind bzw. Geschwisterkind leuchtet weiter.“

Infos und Kontakt

Unterstützungsangebote für betroffene Eltern und Familien: www.schwanger.li,
www.krankenhausseelsorge-vorarlberg.at, Kinderhospiz der Caritas: E hospiz.kinder@caritas.at

Gebet zum Anzünden der Kerze

[Name des Kindes]
Du warst ein Kind der ­Hoffnung,
unsere Liebe umhüllte dich,
unsere Fantasie schmückte
dein Leben aus.

Du warst ein Kind der Freude.
Wie eine Blüte ging unser
Herz auf,
denn wir erwarteten dich
voller Sehnsucht.

Du warst ein Kind des Lebens.
Wir wollten Leben weitergeben
und uns selbst beschenken ­lassen.

Du bleibst unser Kind.
Doch du bist ein Kind der
Sehnsucht,
das zu einem Kind der
Trauer wurde.

Du hast sie nicht gesehen,
den Sonnenglanz und die Mondsichel.
Du hast nicht in unsere
leuchtenden Augen geschaut.

Nun aber siehst du das Licht,
das strahlende, wärmende
Licht der Liebe Gottes.
Auch du wohnst im Hause
Gottes,
wo viele Wohnungen sind.

Du bist gesegnet
du Kind der Hoffnung,
der Freude
und des Lebens.
Und mit dir ist gesegnet
unsere Trauer um dich,
du Kind bei Gott.

(aus „Segen strömt aus der Mitte“ von Hanna Strack)
www.hanna-strack.de

(Aus dem Vorarlberger KirchenBlatt Nr. 50 vom 10. Dezember 2020)

Autor:

KirchenBlatt Redaktion aus Vorarlberg | KirchenBlatt

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