Wortlos und ohne Berührung
Aschenritus im Corona-Modus

Die Corona-Pandemie verändert den Aschenritus am Aschermittwoch, 17. Februar, zum Beginn der katholischen Fastenzeit: Er wird heuer wortlos und ohne Berührung gespendet, wie es die vatikanische Gottesdienstkongregation weltweit festgelegt hat.

Die Gläubigen erhalten am Aschermittwoch kein Aschenkreuz auf die Stirn, die Asche wird auf ihr Haupt gestreut. „Diese in anderen Ländern übliche Form erinnert uns an die Vergänglichkeit des Lebens“, erklärt Liturgie-Bischof Anton Leichtfried. Die Erinnerung „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium“ oder „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst“ spricht der Priester oder Diakon, die vom Bischof beauftragte Leiterin oder der Leiter für alle Anwesenden gut vernehmlich. „Anschließend setzt sie oder er eine FFP2-Maske auf und streut ohne weitere Worte jenen, die zur Aschenauflegung herantreten, Asche in Form eines Kreuzes auf das Haupt“, so Bischof Leichtfried.

Fürbitte
Neu ist auch, dass es beim diesjährigen Aschermittwochgottesdienst eine eigene Fürbitte für alle an Corona Verstorbenen geben wird, und zwar im Rahmen einer europaweiten Gebetsinitiative. „Der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen hat dazu aufgerufen, dass an jedem Tag der Fastenzeit je ein Land besonders für die Verstorbenen der Corona-Pandemie beten möge. Österreich ist gemeinsam mit Albanien gleich am Aschermittwoch an der Reihe“, erklärt Leichtfried. Seit 7. Februar sind öffentliche Gottesdienste wieder erlaubt. Wie bisher muss bei den Feiern Desinfektionsmittel zur Verfügung stehen und auf Gemeinde- und Chorgesang verzichtet werden. Zu den Schutzmaßnahmen zählen ein Mindestabstand von zwei Metern und das Tragen einer FFP2-Maske sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freien. Damit endet die Phase, in der Gottesdienste mit zehn Personen zulässig waren, die namentlich erfasst sein mussten. Künftig sind neben den „normalen“ Gottesdiensten an Sonn- und Wochentagen auch Taufen im kleinsten Kreis wieder möglich, Trauungen müssen weiterhin verschoben werden.

Autor:

KirchenZeitung Redaktion aus Oberösterreich | KirchenZeitung

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