DENK_MAL
Zum Wohle aller
Die Krebserkrankung von Papst Leo XIV. macht betroffen; aus aller Welt erreichen Genesungswünsche den Heiligen Vater; Gläubige wie Nichtgläubige sprechen sich mit Sorge über sein Wohlergehen aus usw. Kurz: Eine schreckliche Diagnose geht als Schlagzeile um die Welt. – Dabei sollte uns dieses fast alltägliche Gesundheitsdrama des Bischofs von Rom, das Angst und Verzweiflung bei vielen – nicht zuletzt beim Betroffenen selbst – zur Folge hat, etwas anderes lehren: Wie schon beim heiligen Papst Johannes Paul II., dessen langes Sterben die Aufmerksamkeit auf das Alter und seine Stellung in unserer Gesellschaft, die keine Schwäche toleriert, lenkte, sollten wir die Erkrankung des Stellvertreters Christi auf Erden als das nehmen, wofür sie symbolhaft steht: Es kann jeden treffen, und deshalb bedarf auch jede/r Betroffene unserer Anteilnahme; nicht nur jene, deren Namen die Zeitungen füllen; deren Taten durch das Fernsehen und über die sozialen Medien publik gemacht werden. Ich denke, das würde auch Papst Leo XIV. gefallen und ermutigen, wenn sein Leid zum Heil anderer wird, die wie er beten: „Heile mich, HERR, so bin ich geheilt, / hilf mir, so ist mir geholfen; / ja, mein Lobpreis bist du.“ (Jeremija 17,14)
Martin Kolozs
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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