DENK_MAL
Eine Lehre in Demut
- hochgeladen von martinus Redaktion
Die sozialen Medien leben von der Übertreibung: Alles ist besser, schöner und aufregender als das echte Leben; man zeigt der Welt, was man selbst hat und alle anderen sich wünschen. Dasselbe gilt für Bewertungen auf diesen Plattformen: Manches wird hervorgehoben, anderes beiseitegeschoben, einzig und allein dadurch motiviert, Aufmerksamkeit („Likes“) zu generieren. So las ich letztens über eine amerikanische Schauspielerin, dass sie bei der Fahrt mit der U-Bahn gesichtet wurde, was den Poster des Beitrags dazu hinriss, zu schreiben: „XY erteilt uns damit eine Lehre in Demut.“ – Nun ja, wenn das schon reicht!? Ich jedenfalls halte nichts davon, normales Verhalten in den Himmel zu loben, sondern möchte stattdessen auf das wahre Leben, die „einfachen“ Menschen verweisen: Demut lehren uns diejenigen, die oft übersehen werden, weil sie tun, was es braucht, jeden Tag und nicht ausnahmsweise: Eltern, die ihren Kindern ein liebevolles Zuhause geben; Freunde, die einander helfen, ohne dafür etwas zu erwarten; jeder Mann und jede Frau, der oder die zuerst an andere denken, bevor sie sich selbst etwas Gutes tun usw. Diese sind Lehrer in Demut und Vorbilder, vielleicht sogar: Heilige des Alltags.
Martin Kolozs
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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