Bischof visitiert Seelsorgeraum Maria Heimsuchung
- Gruppenfoto zur Firmung in Königsdorf mit dem Bischof, den Priestern und dem Diakon.
- hochgeladen von martinus Redaktion
Am letzten Maiwochenende vollzog Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics die kanonische Visitation im Seelsorgeraum Maria Heimsuchung, der aus den Pfarren Mogersdorf, Maria Bild, Heiligenkreuz im Lafnitztal und Königsdorf gebildet wird.
Den festlichen Empfang am Hauptplatz von Mogersdorf gestalteten die Musikvereine Mogersdorf und Krobotek, die Vereine und Vertreterinnen und Vertreter des kirchlichen und öffentlichen Lebens.
Die feierliche Vesper in der Pfarrkirche Mogersdorf, musikalisch umrahmt vom Kirchenchor, war nicht nur der Auftakt zur Visitation, sondern auch zur Langen Nacht der Kirchen. In seiner Predigt ging der Bischof auf die Gemeinsamkeit der beiden Ereignisse ein: die Begegnung mit Gott zu ermöglichen und sich für ihn zu öffnen. Danach stand bei einem Treffen mit den Pfarrgemeinderäten sowie den Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinden und Vereinen der Austausch über das kirchliche und gesellschaftliche Leben in den Pfarren mit den Herausforderungen und Möglichkeiten der gemeinsamen pastoralen Arbeit im Mittelpunkt. Mit kurzweiligen Statements stellten sich die Abteilungen der Diözese vor. Es referierten Generalvikar Michael Wüger, der Leiter der Wirtschaftsdirektion Mario Klikovits, Caritasdirektorin Melanie Balaskovics und Victoria Pohl von der Hauptabteilung Diözesane Medien. Bei der Agape, die vom Musikverein umrahmt wurde, gab es ausreichend Zeit, um ins Gespräch zu kommen.
Am Samstag spendete der Bischof in Maria Bild 27 und in Königsdorf 16 Jugendlichen das Sakrament der Firmung. In seiner Predigt stellte Bischof Ägidius anhand von Fragen und Symbolen einen Zusammenhang zwischen Handy- und Smartphonenutzung und der Gottesverbundenheit her. Nah und auf Augenhöhe war er mit seinen Worten ganz bei den Jugendlichen. Aktiviert wird so ein Handy ja zumeist mit einem PIN-Code – wenn man an die Sakramente denkt, so führte Bischof Ägidius aus, könnte man dabei an die Taufe denken: Bei Kindern wird der Weg zum Christsein mit der Taufe aktiviert, das Handy mit einem PIN-Code. Die Bestätigung des PIN-Codes erfolgt schließlich durch die Erstkommunion. Und wie man mittels WLAN verbunden ist und wichtige Funktionen nutzen kann, so soll man mit Gott verbunden sein und durch Gebet, Gottesdienst und christliches Leben diese Verbindung pflegen. In Maria Bild spannte er auch den Faden zum dortigen Gnadenbild: Maria war immer mit Gott verbunden und empfangsbereit für ihn. Mit einem Handy kann man sehr vieles machen – vergleichbar mit den vielen Charismen und Fähigkeiten, die auch in den jungen Menschen, den Firmkandidatinnen und -kandidaten stecken.
- Begegnung mit dem Pfarrgemeinderat.
- Foto: Felix Pfleger
- hochgeladen von martinus Redaktion
Gott will uns ermutigen, unsere Fähigkeiten und Talente zu erkennen, wahrzunehmen und füreinander einzusetzen. Sinngemäß hat Papst Franziskus einmal zu Jugendlichen gesagt: „Ihr sollt keine Sofa-Christen sein!“ Es geht im Leben darum, füreinander da zu sein, sich einzubringen und zu ergänzen. Daher soll die Firmung kein Abschluss, sondern ein Startsignal sein, den Glauben aktiv zu leben und in der Kirche und der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. Ein Mobiltelefon ist nicht immer und zu jeder Zeit einsatzbereit, man muss es immer wieder aufladen, sonst ist der Akku leer. Auch für unser Leben brauchen wir eine Ladestation. Die Kirche, der Heilige Geist, die Verbundenheit mit Gott in der Kirche und dem Gebet ist für uns Christen so eine Ladestation.
Bischof Ägidius hat es durch seine ansprechenden und „modernen“ Worte geschafft, dass alle Jugendlichen gespannt zuhörten und ganz bei der Sache waren. Wenn sie ihr Handy oder ihren PC gebrauchen, wird ihnen einfallen: Verbunden bleiben mit Gott, Kraft empfangen und weitergeben, den Glauben und aktiv mit den Fähigkeiten und Talenten zu leben.
- Aufmerksame Gesichter bei den Vorträgen der Mitglieder der Diözesanleitung.
- hochgeladen von martinus Redaktion
DREIFALTIGKEIT ERKLÄRT
Am Dreifaltigkeitssonntag feierte Bischof Ägidius den Kirtagsgottesdienst in Wallendorf, der vom Musikverein Mogersdorf festlich gestaltet wurde. Höhepunkt und Abschluss der bischöflichen Visitation war die Eucharistiefeier in der Grenzlandhalle Heiligenkreuz im Lafnitztal. Dabei wurde die lebendige Gemeinschaft des Seelsorgeraumes sichtbar. Kinder der Volksschulen, der Kirchenchor und der Musikverein Heiligenkreuz wirkten bei der Gestaltung mit und boten so ein buntes Bild von Kirche. An das schwierige theologische Thema des Geheimnisses der Heiligen Dreifaltigkeit versuchte Bischof Ägidius heranzuführen. Anschaulich beschrieb er Gott Vater als den, der über uns wacht und uns begleitet, Jesus Christus als den Sohn Gottes, der mit uns lebt und unseren Weg teilt, und den Heiligen Geist als jene Kraft Gottes, die in uns wirkt und uns stärkt. Besonders hob der Bischof die Bedeutung christlicher Werte hervor. Barmherzigkeit, Nächstenliebe, Vergebung und gegenseitiger Respekt seien Grundlagen für ein gelingendes Miteinander in Kirche, Familie und Gesellschaft. Der Heilige Geist schenke den Menschen die Kraft, diese Werte im Alltag zu leben und dadurch Zeugnis für den Glauben abzulegen.
Im Anschluss an die heilige Messe waren alle Besucherinnen und Besucher zum Pfarrfest eingeladen. Bei Speisen, Getränken und vielen anregenden Gesprächen wurde die Gemeinschaft gepflegt und das gelungene Ende der Visitation gefeiert.
Die Pfarre bedankte sich herzlich bei Bischof Ägidius für seinen Besuch, seine ermutigenden Worte und die wertvollen, berührenden Begegnungen und Gespräche. ZVG
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.