Martinsfeier erstmals im Südburgenland

Feierlich. Bischof Ägidius J. Zsifkovics mit Remigius Emeka Okafor (Pfarrvikar von Mogersdorf, Maria Bild, Königsdorf und Heiligenkreuz i. d. L.), Diakon Willi Brunner, Dechant Martin-Ralph Kalu (v.l.n.r.) und Kindern in der Pfarrkirche von St. Martin an der Raab.
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  • Feierlich. Bischof Ägidius J. Zsifkovics mit Remigius Emeka Okafor (Pfarrvikar von Mogersdorf, Maria Bild, Königsdorf und Heiligenkreuz i. d. L.), Diakon Willi Brunner, Dechant Martin-Ralph Kalu (v.l.n.r.) und Kindern in der Pfarrkirche von St. Martin an der Raab.
  • Foto: HANNES SPIEGL
  • hochgeladen von Martina Mihaljević

Einen feierlichen Rahmen bot die Pfarrkirche von St. Martin an der Raab zur Verehrung des Heiligen. Jeden Elften des Monats wird neuerdings in burgenländischen Gemeinden an den Diözesan- und Landespatron gedacht. Vergangenen Freitag besuchte Bischof Ägidius J. Zsifkovics die Martinspfarre im Südburgenland. 

GERALD GOSSMANN 

Mit Lichtern und Laternen empfingen die Buben und Mädchen aus St. Martin an der Raab den Bischof. Das große Altarbild in der barocken Kirche zeigt den heiligen Martin bei der Mantelteilung. Das Kunstwerk thronte hinter den Zelebranten – Bischof Ägidius J. Zsifkovics, Dechant Martin-Ralph Kalu, Pfarrvikar Remigius Emeka Okafor und Diakon Willi Brunner – fast wie ein programmatischer Verweis auf den Grundgedanken der neuen Initiative, die von Bischof Zsifkovics ins Leben gerufen wurde: Jeden Elften des Monats wird nun an den Diözesanpatron gedacht. Dieses Mal wurde gemeinsam mit den Gläubigen des Dekanates Jennersdorf in St. Martin an der Raab eine Martinsfeier begangen. Auch andere Pfarren sind dazu aufgerufen, diesem Beispiel zu folgen und es stetig fortzuführen.

Der kleinen Diözese sagte man keine Zukunft voraus. Der heilige Martin war bereits der Landespatron des Burgenlandes, ehe er zu jenem der Diözese Eisenstadt wurde. Anlässlich der Diözesanwerdung vor 60 Jahren wurde diskutiert, ob nicht der heilige König Stephan von Ungarn zum Patron werden sollte. Die kleine Diözese in Westungarn, der man keine Zukunft vorhersagte, sollte an ihre Wurzeln in Györ und Szombathely gebunden werden.

Burgenländer kennzeichnen. In seinem Kanzelwort zum Martinstag und bei der Feier sprach der Bischof die Einladung aus, jeden Elften des Monats zu einem „Martinstag“ in jeder Pfarre in unserer Diözese zu machen. In jedem Dekanat soll Station gemacht werden. „Der heilige Martin soll damit in der Kirche unseres Landes, in unseren Pfarren und in unserem Leben Fuß fassen, das sollte uns Burgenländer kennzeichnen und auszeichnen“, betont Bischofsvikar P. Karl Schauer OSB.

Kein Vergessener. Im Rahmen der Messfeier in St. Martin an der Raab fanden auch viele Buben und Mädchen der Pfarre ihren Platz. Die Kinder sagten ein Gedicht auf, danach wurden die Martinslichter gesegnet. Mit leuchtenden Laternen zogen die Kleinen durch die verdunkelte Pfarrkirche. Den heiligen Martin „kennen alle, Kinder und Erwachsene, Kirchenferne und Kirchennahe“, betonte Bischof Ägidius. Dazu verbinde der Heilige „uns Burgenländer mit einer unserer Mutterdiözesen“: Szombathely (Steinamanger). Vor 1700 Jahren wurde Martin im Gebiet von Savaria geboren. „Und trotzdem: Er ist kein vergessener, kein altmodischer, kein verkitschter Heiliger. Der Soldat, der Mönch, der Bischof ist ein europäischer Heiliger, ein Grenzgänger, ein Missionar, ein christlicher Botschafter, ein Zeuge für Christus und sein Evangelium.“ Dechant Martin-Ralph Kalu betonte, dass er sich sehr darüber freue, den Bischof in seiner Pfarrkirche begrüßen zu dürfen, die Verehrung des heiligen Martin sei ihm, der selbst den Namen Martin trägt, ein wichtiges Anliegen.

Nächste Martinsfeier in der Diözese: Freitag, 11. März, 18 Uhr, Markt St. Martin

Autor:

Martina Mihaljević aus Burgenland | martinus

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