Gemeindeberatung der Katholischen Kirche Vorarlberg
Vor Ort gut beraten

Acht Beraterinnen und sechs Berater stehen künftig den Pfarrgemeinden, Pfarrverbänden, Seelsorgeräumen und Institutionen der Katholischen Kirche Vorarlberg zur Verfügung.
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Die Katholische Kirche Vorarlberg unterstützt Pfarrgemeinden und diözesane Abteilungen mit kostenloser Gemeindeberatung.

Jakob Lorenzi

Überall, wo Menschen arbeiten, müssen immer wieder Konflikte gelöst, Strukturen überdacht oder neue Initiativen angestoßen werden. Das ist oft nicht einfach. Um in den zahlreichen Pfarren, Pfarrverbänden, Seelsorgeräumen und Institutionen der Katholischen Kirche Vorarlberg hier ein gutes Arbeiten zu ermöglichen, steht die Katholische Kirche Vorarlberg den Mitarbeiter/innen und Ehrenamtlichen deshalb mit aktuell zehn und bald acht Beraterinnen und sechs Beratern mit Rat und Tat zur Seite.

Aufgabenfeld

„Die Gemeindeberater/innen können zum Moderieren von Gremien, für Klausuren, bei Pfarrerwechseln, für die Teamentwicklung, bei Konflikten, Strukturfragen, Entwicklungsprozessen und vielem mehr herangezogen werden“, informiert Manuela Gangl, aktuell gemeinsam mit Hans Rapp Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Gemeindeberatung. „Um uns zu kontaktieren, genügt ein Anruf oder ein kurzes Mail“ (siehe Factbox).
Im Anschluss setzt sich einer der Berater mit der Pfarrgemeinde in Verbindung, um bei einem Erstgespräch den Auftrag zu umreißen bzw. zu definieren, auf dessen Grundlage der Berater/die Beraterin dann ein Konzept erarbeiten kann. „Jeder Fall ist hier sehr individuell und hängt stark von der Gruppe und dem Anliegen ab“, sagt Manuela Gangl. Die Diözese stellt den Pfarren diesen Beratungsservice kostenfrei zur Verfügung. Die Berater/innen erteilen dabei keine Ratschläge. „Die Lösung liegt beim ‚Kunden‘. Wir schaffen zur Findung derselben aber den passenden Rahmen“, betont Gangl. „Das kann - auch wenn der Vergleich vielleicht hinkt - mit der Hebammenarbeit verglichen werden. Wir helfen, das Kind auf die Welt zu bekommen.“
Das Fachpersonal unterliegt dabei der Schweigepflicht. „Da sich manche Probleme oder Prozesse in vielen Pfarrgemeinden bzw. Arbeitsgruppen wiederholen, können wir aber anonymisiert von positiven Beispielen berichten“, sagt Gangl. Wenn zum Beispiel bei der Entwicklung eines neuen Pfarrblatts geholfen wird, kann gesagt werden, was bereits funktioniert hat - und was nicht.

400 Kontakte

Durchschnittlich unterstützt die Diözese mit 130 bis 160 Beratungen im Jahr. Im vergangenen Jahr waren es 140 Beratungen. „Umgerechnet sind das 400 Kontakte, so werden bei uns die Präsenzeinheiten genannt“, sagt die Gemeindeberaterin. Dabei kann es vorkommen, dass in einer Gemeinde mehrere Beratungen parallel laufen. „Es gibt in den Pfarren eine Vielzahl an Arbeitsgruppen, die selbstverständlich auch unseren Service in Anspruch nehmen dürfen.“ Der Auftraggeber ist dabei aber nicht immer die Gruppe selbst. Auch der Generalvikar, der Pastoralamtsleiter oder die Personalstelle können die Dienste der Gemeindeberater/innen bei gewissen Prozessen und in Arbeitsgruppen oder Pfarren anstoßen.
Ins Leben gerufen wurden die Gemeindeberatungen österreichweit vor knapp 30 Jahren. „Das Konzept hat man sich von der evangelischen Kirche in Deutschland abgeschaut“, sagt Gangl. „Nach kontextuellen Anpassungen wird Gemeindeberatung bei der Katholischen Kirche Österreich erfolgreich angeboten.“

Ausbildung

Aktuell befinden sich vier neue Gemeindeberater/innen in Ausbildung. Diese dauert drei Jahre und findet in Salzburg statt. Die Teilnehmer/innen kommen aus ganz Österreich. Teil der Ausbildung sind dabei eigene Beratungseinheiten, anfangs gemeinsam mit einem/einer erfahrenen Berater/in und später unter Supervision des(r)selben. „Die Berater/innen werden intensiv ausgebildet und geschult, sie beschäftigen sich mit Projektdesign, Methodik, Organisationswissenschaft, diversen Systemen und vielem mehr“, erklärt Gangl. Auch im Diözesanhaus selbst werden die Expert/innen deshalb für Projekte gerne beratend herangezogen.

Online

Für die nähere Zukunft steht die Ausbildung der neuen Berater im Vordergrund. Das vergangene Jahr brachte aber auch viel Neues mit sich. „Wir mussten uns alle umstellen, sogar eine Konfliktberatung funktioniert aber über Zoom“, sagt Gangl. Und das nächste große Thema klopft bereits an die Tür der Gemeindeberater/innen: die Pfarrgemeinderatswahlen.

(aus dem Vorarlberger KirchenBlatt Nr. 3 vom 21. Jänner 2021)

Autor:

KirchenBlatt Redaktion aus Vorarlberg | KirchenBlatt

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