Kulturhauptstadt 2024
„Wir gehen los!“

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Mit dem „Wasserpilgern“ von Lambach bis zum Traunfall geht es nun los, berichtet Teresa Kaineder. Sie sieht sich als Türöffnerin für kirchliche Projekte beim Projekt „Kulturhauptstadt 2024“ im Salzkammergut.

Wenn Teresa Kaineder im Büro der Kulturhauptstadt 2024 anruft, muss sie nicht mehr lange erkären, wer sie ist und was sie will. „Mittlerweile wissen die Kolleg/innen dort Bescheid und stellen mich auch durch“, sagt sie und schmunzelt.

Denn anfänglich war das Erstaunen darüber deutlich spürbar, dass Kirche mit im (Kultur-)Boot 2024 sein will und sogar jemand dafür anstellt. Im ersten Projektentwurf der Kulturhauptstadt kamen Kultur, Glaube und Religion aus der Region nicht vor.

Räume öffnen

Bei dem nun von der Kulturhauptstadt ausgerufenen „Marktplatz der Ideen“ mischt mittlerweile auch Kirche mit. Ein eigenes Projekt-Budget hat Teresa Kaineder zwar nicht, dafür eine Vollzeit-Anstellung bei Pastorale Berufe für die Dekanate Gmunden und Bad Ischl. In Bad Ischl und Laakirchen hat sie auch ein Büro.

Teresa Kaineder knüpft nun Kontakte, vernetzt kulturinteressierte Menschen im kirchlichen Bereich und entwickelt gemeinsam mit zwei Teams Projekte für die 23 Gemeinde umfassende Kulturhauptstadt 2024, die sie dann offiziell einreicht.

Sie ist beeindruckt von der großen Vielfalt, die sie hier vorfindet. „Pfarren sind gute Ankerpunkte in der Region. Die Kulturhauptstadt hat viel Energie freigesetzt, auch bei Leuten, die pfarrlich nicht so involviert sind.“

Seit eineinhalb Jahren lebt und arbeitet sie in Bad Ischl. Sie sieht sich als Türöffnerin: „Wir möchten in die Bewegung miteinsteigen. Wir haben eine Scharnierfunktion und möchten Räume öffnen.“

Wasserpilgern

Momentan sind fünf Projekte am Laufen – etwa ein Audioweg mit Christoph Mayer chm., der in der Stadtpfarrkirche Bad Ischl beginnen wird. Auch die Bergwelt als Raum für Transzendenz-Erfahrungen wird in einem Projekt thematisiert.

In der „oberen Sakristei“ der Stadtpfarrkirche Bad Ischl soll es ein Atelier geben.

Gestartet wird mit dem Projekt „Wasserpilgern“ – und das schon am 12. Juni. „Wir gehen los!“ heißt es da. Entlang der Traun wird einen Tag lang in der Kulturhauptstadt-Region gepilgert. Mit offenem Herzen als Spurensucher/innen unterwegs sein, ist die Intention. Eingeladen sind Pfarrgemeinderätinnen und -räte und alle, die mitgehen wollen. Gestartet wird in Lambach mit einem Reisesegen. Schmankerl und Musik erwarten die „Wasserpilger/innen“ auf ihrem Weg.

Teresa Kaineder leitet die kirchlichen Projekte für die Kulturhauptstadt 2024 im Salzkammergut.
Autor:

KirchenZeitung Redaktion aus Oberösterreich | KirchenZeitung

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