Der Papst und die Frauenfrage in der Kirche
Ein kleiner Schritt zur Gleichstellung

Frauen als Kommunionsspenderinnen sind längst normal.
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Der Papst verankerte Mitte Jänner die lange bestehende liturgische Praxis, dass Frauen die Kommunion spenden oder Ministrantinnen sein dürfen, im Kirchenrecht. Was bedeutet das für mögliche weitere Reformschritte in der katholischen Kirche? Erlaubt der Papst nun den Frauen gar den Zugang zum Amt des Diakonats? Die KirchenZeitung hat nachgefragt.
Lektorinnen, Kommunionhelferinnen und Messdienerinnen sind in der katholischen Kirche in Oberösterreich und weltweit schon seit Jahrzehnten üblich. Allein im Kirchenrecht fehlte die Verankerung für die Frauen, die am Altar ihren Dienst versehen. Papst Franziskus hat das vergangene Woche mit einem Erlass (Motu Proprio) nachgeholt. Bisher waren es die Bischöfe, die gegebenenfalls Frauen den Zugang zum Altarraum erlaubten. Für Franz Gruber, Professor für Dogmatik an der KU Linz, ist das päpstliche Schreiben definitiv kein Meilenstein, sondern eine höchst notwendige Anpassung bisheriger Regelungen an die Realität der liturgischen Praxis seit dem Konzil. „Ehrlich gesagt, für mich klingt es peinlich, dass das Motu Proprio erst jetzt eine Korrektur vornimmt, die schon seit über 50 Jahren überfällig ist.“ Die Intention des Papstes bewertet Gruber dennoch als positiv. Es entspreche einfach der Linie von Franziskus, der den Frauen damit mehr Räume in der Kirche wenigstens durch zaghafte kirchenrechtliche Entscheidungen absichere.
Einen weiteren Vorteil habe das Papstschreiben jedenfalls, was etwa den Ministrantinnendienst betrifft: „Priester, die Mädchen und Frauen davon ausschließen wollen, können sich nicht auf das Kirchenrecht berufen“, betont Gruber.

Stellenwert der Frauen in der Kirche
„Der Papst kommt damit der lange und breit geforderten Bitte nach, männliche und weibliche Laien bei diesen Diensten gleichzustellen“, begrüßt auch Gabriele Eder-Cakl, Pastoralamtsdirektorin der Diözese Linz, das Papstschreiben. Es werde damit...

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KirchenZeitung Redaktion aus Oberösterreich | KirchenZeitung

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