Tipps, wie die Vater-Kind-Beziehung lebendig wird
Gemeinsam unterwegs zum Glauben

Gemeinsame Zeit mit den Vätern – auch so können Kinder Glaubenserfahrungen machen.
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  • Gemeinsame Zeit mit den Vätern – auch so können Kinder Glaubenserfahrungen machen.
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„Unser Kind geht so selten in die Kirche und beten mag er auch nicht“, gläubige Eltern und Großeltern suchen deshalb oft nach Hilfen, wie Glaube heute gelebt und vermittelt werden kann. KMB-Referent Andreas Oshowski hat seit vielen Jahren Erfahrungen mit diesem Thema.

Früher gehörte der sonntägliche Kirchgang zum Leben. Heute werden, besonders von jungen Menschen, nicht nur der Sonntagsgottesdienst, sondern der Glaube und die Religion an und für sich hinterfragt und sind nicht mehr selbstverständlich Teil des Lebens. „Was haben wir falsch gemacht?“, fragen sich besorgte Eltern und Großeltern, und „Was könnten wir besser machen?“.

Zuhören. Zulassen. Zutrauen.
Andreas Oshowski ist als Referent der KMB in Salzburg seit neun Jahren für das Vater-Kind-Programm mit bisher rund 3.000 Teilnehmenden verantwortlich. Er ist Vater von zwei Söhnen und hat auch als Fußballtrainer viele Jugendliche, vor allem Burschen, kennengelernt. „Aus meiner Erfahrung ist es der falsche Weg, den Jugendlichen zu sagen, sie sollen in die Kirche gehen, damit sie dort den Glauben erfahren. Vielmehr kommt man beim gemeinsamen Erleben ins Reden. Eben zum Beispiel beim Fußballtraining oder auch beim Wandern. Da entstehen Gespräche. Man schaut auf das Gemeinsame, hat eine Freude daran und ist dankbar. Da spürt man, dass Gott im Menschen wirkt.“

Fragen stellen

„Meine Söhne sagen mir oft, dass ich andere zum Sprechen bringe. Vielleicht, weil ich offene Fragen stelle und keine vorgefertigten Antworten erwarte?“ Andreas Oshowski fragt nicht aus der Warte der Überlegenheit und Erfahrung und drängt nicht auf bestimmte Antworten. „Das geht schief“, weiß er, „junge Menschen wollen und sollen die Kirche als Freiraum erleben. Nicht vorgefertigt, nicht vorgekaut, wie das zum Beispiel manchmal im Firmunterricht zu erleben ist. Wenn man die Jugendlichen mit eigener Begeisterung anstecken will, sollte man sie ganz offen fragen ,Was brauchst du jetzt?’, ihnen zuhören und ihnen vertrauen.“ Verbringt man seine (Frei-)Zeit mit Kindern und Jugendlichen, kommen manche Fragen wie von selbst, zum Beispiel beim Wandern: „Für wen gehst du?“ – oder am Berggipfel, beim Anblick der Natur: „Was bewegt dich jetzt?“

Ohnmacht eingestehen
Auch ehrliche Antworten gehören zu Oshowskis Verständnis von Glaubensvermittlung. „Wir können Gott nicht erklären und wir müssen uns das bewusst machen.“ Trotzdem sollte man klare, verständliche Worte finden und Werte authentisch vorleben.

Sich einlassen

„Vater-Kind-Abenteuer werden zu einem wichtigen Ort ,Praktischer Theologie’”, schreibt Andreas Oshowski in sein Buch „... dass meine Söhne morgen noch beten können“. Und weiter: „Hier kann Glaubensverkündigung im gemeinsamen Gebet, im gemeinsamen Schweigen, im gemeinsamen Staunen, im Abenteuer und in den Wegkreuzungen der unterschiedlichen väterlichen und kindlichen Biographien erfolgen.“

Buchtipps: „... dass meine Söhne morgen noch beten können“ Eine Zusammenstellung von Texten; „Normal bleibt anders“ Ein kleines biblisches Krisentagebuch; Beides erhältlich im Buchhandel und bei der Kath. Männerbewegung (kmb@ka.kirchen.net).

Autor:

KirchenZeitung Redaktion aus Oberösterreich | KirchenZeitung

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