Offene Jugendarbeit Dornbirn sprayt für die Sommerkirche
Sommerkirche verleiht Flügel

Zwei Planen in verschiedenen Größen haben die Jugendlichen Lloyd, Salome, Medina und Nadja für die Sommerkirche gemeinsam mit Jugendarbeiter Tommy Galido (Mitte) besprayt.
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  • Zwei Planen in verschiedenen Größen haben die Jugendlichen Lloyd, Salome, Medina und Nadja für die Sommerkirche gemeinsam mit Jugendarbeiter Tommy Galido (Mitte) besprayt.
  • Foto: KKV / Simone Rinner
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Man trägt heuer Engelsflügel - vor allem, wenn sie von Jugendlichen der Offenen Jugendarbeit Dornbirn (OJAD) auf Planen gestaltet wurden und im Rahmen der Sommerkirche ausgeliehen werden können. Ein Garant für spannende Gespräche und einzigartige Fotos.

Simone Rinner

Graffiti ist Vandalismus und schwarze Planen sind nur zum Abdecken da? Weit gefehlt! Was große Städte wie Dubai, Berlin oder Barcelona vorgemacht haben, wird nun auch in Vorarlberg Praxis: Engelsflügel, die als Kulisse für beeindruckende Fotos dienen - egal ob an Wände gemalt, als Skulptur gestaltet oder im Fall der Sommerkirche eben auf Planen gesprayt. Zugegeben: Die Idee ist nicht ganz neu, aber sie funktioniert. Und deshalb haben Manuela Gangl (Sommerkirche) und Alfons Meindl (Pfarrkoordinator im Seelsorgeraum Dornbirn) auch nicht lange gefackelt und die OJAD beauftragt.

Ein Thema beflügelt

Engelsflügel auf recycelten Planen sollten es sein, die die Pfarren einfach ausleihen können. Eine für Kirchenmauern oder andere große Flächen, eine kleine für ein Lastenfahrrad, mit dem die Engelsflügel dann quasi jederzeit aufgespannt auf Reisen gehen können. „Ich habe das Glück, immer wieder Menschen zu begegnen, die für mich Schutzengel-Durchhalte-Engel sind“, erklärt Alfons Meindl, warum ihn das Engelthema „beflügelt“ hat. Und wo lässt es sich besser über z. B. Schutzengel ins Gespräch kommen, als vor farbigen Flügeln?

An die Dosen...

Dafür, dass die Planen nicht schwarz bleiben, haben Lloyd (20), Salome (17), Medina (19) und Nadja (16) gesorgt. Gemeinsam mit OJAD Jugendarbeiter Tommy Galido schwangen sie an zwei Tagen die Spraydosen und brachten in wenigen Stunden Farbe ins Leben. Nach einer kurzen Einschulung und jeder Menge Fachbegriffen, trauten sich die Neo-Sprayer im Garten der OJAD an die Dosen und färbten nicht nur die Planen sowie Übungsflächen neu ein. Auch eine Jacke und viele Finger mussten dran glauben.

„Graffiti lebt nie lange“, ermunterte Galido die Jugendlichen seine Graffiti auf den Übungsflächen einfach zu übersprayen und ließ auf seinem Handy Musik laufen. Seit 20 Jahren tanzt er, seit fünf Jahren sprayt er und betont, dass man immer viel von Jugendlichen lernen könne. Ob es die fünf stört, dass das Motiv mit den Flügeln bereits vorgegeben ist? „Nein, macht doch Spaß.“

Die Jugendlichen sind arbeitssuchend und damit Teil eines Arbeitsprojektes der OJAD, bei dem sie auf den späteren Berufsalltag vorbereitet werden. Schule gehört ebenso zu ihrem „Alltag“ wie Film- oder Kalligrafieworkshops, erzählt Schneidermeisterin Birgit Fleisch, die seit rund zehn Jahren in der OJAD Jugendliche auf ihrem Weg begleitet. Corona hat auch hier das Leben etwas „umgestaltet“, aber mit FFP2-Maske und „freitesten“ (dreimal die Woche) kehrt langsam wieder etwas „Alltag“ ein. Zumindest, bis sich die Wege der Jugendlichen wieder trennen - Lloyd beginnt eine Ausbildung zum Bekleidungsgestalter, Nadja und Medina sind noch auf Lehrstellensuche und Salome startet auf der Kunstschule Liechtenstein.«

Mehr zur Sommerkirche und Dialoginitiativen wie den „Engelsflügeln“ finden Sie online:
www.kkv.or.at/dialoginitiativen

Zwei Planen in verschiedenen Größen haben die Jugendlichen Lloyd, Salome, Medina und Nadja für die Sommerkirche gemeinsam mit Jugendarbeiter Tommy Galido (Mitte) besprayt.
Nun heißt es: ausleihen, sich vor die Flügel stellen und fotografieren.
Autor:

KirchenBlatt Redaktion aus Vorarlberg | KirchenBlatt

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