Propst Johannes Holzinger
Neun Pfarren geschultert

Johannes Holzinger ist 70 Jahre alt und seit 2005 Propst des Stiftes St. Florian mit 33 inkorporierten Pfarren.
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Der Propst des Stiftes St. Florian, Johannes Holzinger, ist zusätzlich Pfarrer von neun Pfarrgemeinden. Wie er diese Mammut-Aufgabe bewältigen will, erklärt er im Gespräch mit der KirchenZeitung.

Das hat es vermutlich seit Entstehung der derzeitigen Pfarrstruktur vor gut zweihundert Jahren noch nie gegeben – dass ein einziger Geistlicher neun Pfarren leitet. Warum machen Sie das?
Propst Johannes Holzinger:
Weil ich die Leute nicht allein lassen will. Weder wir vom Stift St. Florian noch die Diözese kann für die Pfarren leitende Priester stellen. Daher habe ich mich in einem starken Vertrauen dafür entschieden, Ja zu sagen. Das hat mit Glauben zu tun: Man weiß nicht, wie es geht und ausgeht. Vor allem bilde ich mir nicht ein, es zu können.

Pfarrer im klassischen Sinn – der seine Leute kennt und unter ihnen wohnt – können Sie ja nicht sein. Was beabsichtigen Sie mit Ihrer Art, Pfarrer zu sein?
Holzinger:
Ich möchte dagegen halten – gegen den Satz und die Stimmung: „Es geht nichts mehr.“ Das lähmt. Ich will Zuversicht vermitteln: Dass es geht, auch wenn wir nicht wissen wie. Das ist eine aufgelegte Glaubenssituation.

Sie können sich nicht teilen, was können Sie als Pfarrer in neun Pfarren tun?
Holzinger:
In den Pfarren, die dem Stift benachbart sind, gibt es Pfarrassistentinnen und einen Mitbruder als Kuraten, der für die priesterlichen Dienste zuständig ist. Es geschieht in den Pfarren ja auch ohne Pfarrer sehr viel – durch hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ich möchte das Engagement der Ehrenamtlichen stärken und gleichzeitig schauen, dass es ihnen nicht zu viel wird. Das Ehrenamt ist schon vielfach an seine Grenzen gelangt.

Was sagen Ihre Mitbrüder zu Ihrem ungewöhnlichen Einsatz?
Holzinger:
Sie sehen, dass es nicht ­anders geht. Natürlich bin ich mit meinen ursprünglichen Aufgaben vollkommen ausgelastet: als Propst, Generalabt der Augustiner-Chorherren, Polizei- und Feuerwehrseelsorger. Ich habe mir die Situation aber nicht ausgesucht, es gibt im Leben Anforderungen, da muss man einfach Verantwortung übernehmen. Darum bemühe ich mich. Natürlich spüre ich, dass es sehr herausfordernd ist und ich hoffe, dass meine Gesundheit hält.

Das gesamte Interview finden Sie unter: www.kirchenzeitung.at

Autor:

KirchenZeitung Redaktion aus Oberösterreich | KirchenZeitung

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