Die Zugänge zur Bibel sind unterschiedlich, doch viele Wege führen zum Ziel
Bibel-Lesetypen entdecken

Für Menschen, die Geschichten lieben, stellt die Bibel eine riesige Fundgrube dar. Die Bibel ist ein Buch voll von spannenden, irritierenden und liebenswerten Geschichten. Manche ihrer Erzählungen kennt man noch aus der eigenen Kinderzeit. Wer könnte die Abenteuer des Hirtenjungen David vergessen? Schon das erste Buch der Bibel, das Buch Genesis, versammelt Geschichten: von Abraham, Isaak und Jakob und vom „ägyptischen Josef“, wie er lange Zeit in der Kinderbibel hieß. Die Rettung des Moseknaben und der Auszug aus Ägypten finden sich im Buch Exodus, faszinierend auch zu lesen die Abenteuer des Propheten Elija oder des Propheten Jona.
Es lohnt sich auf jeden Fall, die Bibel nicht nur in den von Liturgen abgepackten Portionen der Gottesdienst-Lesungen zu hören, sondern die Geschichten zusammenhängend zu lesen. Auch wenn man manche Passagen nicht ganz versteht, als Geschichten-Liebhaber/in bekommt man ein Gespür für das Handeln Gottes, wie er mit den Menschen mitgeht – durch dick und dünn. Um Missverständnissen vorzubeugen: Wer Sonntag für Sonntag zum Gottesdienst geht, bekommt auch im Laufe eines Kirchenjahres ein ganzes Evangelium serviert, aber es ist dennoch reizvoll, es einmal in einem durch zu lesen. Für das Markusevangelium braucht man etwas mehr als eine Stunde.

Schlüsselworte der Bibel

Anders als die Bibel-Geschichten-Liebhaber/innen sind all jene, denen einzelne Sätze genügen. Sie genießen die Bibel häppchenweise. Es ist oft ein Halbsatz, an dem sie hängen bleiben, den sie einfach schön finden, über den sie lange nachdenken und der sie begleitet durch den Tag oder die Woche. Die Häppchen-Bibelleser/innen sind vielleicht auch in anderen Lebensbereichen Genussmenschen: Sie können Pralinen genießen oder ein gepflegtes Glas Wein.
Für die Bibel-Genießer lohnt sich auf jeden Fall einmal das Blättern in den Büchern der Weisheit und Jesus Sirach, in den Psalmen natürlich auch – in jedem der 72 Bücher der Bibel kann man auf Worte stoßen, die wie kleine Goldklumpen sind. Manchmal werden gerade Bibelworte, die zunächst ärgern und inneren Widerstand auslösen, zu kostbaren Botschaften.

Die Bibel und die Kunst
Wer gerne in eine Barockkirche geht und die darin auf Bildern und Fresken dargestellten biblischen Szenen in seiner Bibel nachliest, wird manches neu sehen: im Text, an den Kirchenwänden und womöglich auch in seinem eigenen Leben. Er ist ein Kunst-Bibel-Lesetyp.
Es gibt noch unzählige andere Lesetypen. Entscheidend ist, dass man zur Heiligen Schrift greift und ihr zutraut, dass sie für das Leben eine frohmachende Bedeutung hat, wie Martin Luther das auf einen einfachen Nenner bringt: „Wenn wir glauben, Gott selbst spricht in der Heiligen Schrift zu uns, dann sind wir auch sicher, hier wird unser Lebensglück geschmiedet.“ (Zitat ist ein Internet-Fundstück, leider ohne Quelle.)

Eine Bibelausgabe, die für unterschiedliche Bibel-Lesetypen gute Einstiegshilfen bietet, ist die Familienbibel. Mit der KiZ-Vorteilskarte gibt es sie zum ermäßigten Preis.
Nähere Infos auf www.dioezese-linz.at/bibelwerk und www.kirchenzeitung.at/vorteilskarte

Autor:

KirchenZeitung Redaktion aus Oberösterreich | KirchenZeitung

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