Wenn es daheim zu eng wird

Arbeiten neben den Kindern. Eine Herausforderung für die ganze Familie.
  • Arbeiten neben den Kindern. Eine Herausforderung für die ganze Familie.
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Wenn sich alle Familienmitglieder für lange Zeit gemeinsam in der Wohnung befinden, kann es schon zu Reibungen kommen. Um diese Herausforderung besser meistern zu können, sollen Ratschläge von BEZIEHUNGLEBEN.AT helfen.

Menschen werden sowohl in ihren Familien als auch in ihren Beziehungen mit Problembereichen konfrontiert, die durch die aktuellen Belastungen ausgelöst werden. Soziale Einsamkeit bei älteren Menschen, Konflikte bis hin zu Aggressionen in Paarbeziehungen und grundsätzliche Ängste aufgrund der Situation machen sich nun bemerkbar. Und auch inmitten von Familien kann einem die sprichwörtliche Decke auf den Kopf fallen.

Kinder brauchen Aktivitäten

Im Rahmen des Erlaubten ist es wichtig, in die Natur zu gehen. Aber auch im Haus kann man lange vergessene Spiele wieder hervorholen oder diverse Bastelarbeiten ausprobieren. Gemeinsam kochen (siehe nebenstehenden Artikel) kann auch einen Spaßfaktor bieten, wenn man es nicht zu ernsthaft angeht.
In dieser anstrengenden Zeit schafft man sich zwischendurch Pausen, indem sich die Eltern die Betreuungszeiten und die Arbeiten im Haushalt untereinander aufteilen.

Medienkonsum
In den sozialen Medien kursieren immer mehr Fake-News, „traditionelle Medien“ bieten da wohl mehr Sicherheit. Das sollten auch die Kinder wissen. Grundsätzlich ist es gut, dass die Jugendlichen untereinander gut vernetzt sind, das hilft ihnen, diese lange Zeit ohne „echte“ Kontakte zu den Freunden und Freundinnen durchzustehen. Trotzdem ist es notwendig, dafür Zeiten festzulegen und zu überwachen. Dazwischen heißt es: abschalten – dies gilt auch für die Erwachsenen.
Wer glaubt, seine Kinder, die vor der Corona-Krise keine Bücher gelesen haben, werden nun damit beginnen, irrt sehr wahrscheinlich. Und ganz ehrlich: Das tun ja auch Erwachsene nicht.

Gefühle und Stimmungen
Gefühle sind normal und dürfen sein. Es ist normal, dass Menschen Angst haben, selbst krank zu werden, dass sie sich um die Eltern und Großeltern sorgen, dass sie Unsicherheit verspüren. Die Enttäuschung der Kinder, dass sie keine Freunde treffen dürfen, gewisse Hobbys nicht ausüben dürfen, ist ebenfalls logisch und verständlich.
Es tut gut, mit Kindern über Gefühle zu reden und sie zu benennen, ohne zu dramatisieren. Kinder bekommen die Stimmung mit, ob man das beabsichtigt oder nicht. Wenn über Stimmungen gesprochen wird, merken Kinder, dass ihre eigenen Gefühle richtig sind. Sie können das Erlebte besser einordnen. „Aha, meine Eltern haben Angst, dass wir zu wenig Geld haben, weil Papa Kurzarbeit hat.“ Oder: „Mama hat so Angst, dass Oma sich mit dem neuen Virus ansteckt, weil sie schon alt und schwach ist.“ Oder: „Papa wird schnell einmal wütend, wenn ihm alles zu viel wird.“
Wird nicht mit ihnen geredet, fühlen sie sich hilflos, manchmal auch schuldig und erleben sich den Eltern oder der Situation ausgeliefert.
Es ist auch wichtig, den Kindern zu sagen, dass Gefühle und (schlechte) Stimmung vorübergehend sind und auch wieder aufhören.

Gemeinsam Dampf ablassen
Es gibt Ventile, wie man die aufgestauten Gefühle auf gute Art und Weise herauslassen kann.
- Polsterschlacht
- spielerisch Kämpfen mit Regeln (beißen, kratzen, Haare reißen ist verboten): Der Kampf wird beendet, sobald eine/r „STOPP !“ ruft.
- alle schreien laut einen Kampfschrei
- miteinander kochen, Tisch schön decken und gut essen
- wilde Tiere spielen: Jede/r ahmt ein wildes Tier nach, wie es geht, welche Grimassen es schneidet, welche Töne es von sich gibt.

Autor:

Brigitta Hasch aus Oberösterreich | KirchenZeitung

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