Schulanfang
Geld sparen bei Schulartikeln

Foto: new AFRICA/STOCKADOBE

Bis zu 300 Euro kostet Familien die Grundausstattung für den Schulanfang.

Der AK Konsumentenschutz zeigt auf, wo es Einsparpotenzial gibt, das Sozialministerium und Organisationen wie die Caritas unterstützen durch Schulstart-Aktionen.

Je nach Fachgeschäft oder Handelskette gibt es bei Schulartikeln große Preisunterschiede, weshalb etwa der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer OÖ dazu rät, Aktionen (kurz vor Schulbeginn) zu nutzen und teure Markenprodukte durch günstigere Alternativen zu ersetzen. Auf diese Weise lasse sich einiges sparen, bis zu 18 Euro beim Zirkel, bis zu 14 Euro bei Buntstiften und rund neun Euro bei Füllfedern.

Im Preisvergleich der AK OÖ können so die Ausgaben bei der Ausstattung für Schulanfänger/innen von 125 auf 62 Euro gesenkt werden. Eine Kostenersparnis könne sich durch eine längere Verwendungsdauer bei hochwertigen Produkten ergeben, außerdem seien für diese oft Ersatzteile verfügbar.

Besonders wichtig ist die Qualität bei Füllfedern, deshalb empfiehlt der Konsumentenschutz, vor dem Kauf auszuprobieren, wie diese in der Hand liegen. Nachhaltigere Produkte, wie etwa wiederbefüllbare Filzstifte auf Wasserbasis, Hefte aus Recyclingpapier oder Bleistifte ohne Lackierung am Holzschaft, schonen zusätzlich die Umwelt.

Beratung nutzen

Die Liste der benötigten Schulsachen kann nicht nur lang, sondern auch verwirrend sein. Es lohnt sich daher, auf den Service und die Beratung im Fachhandel zu setzen. In einigen Geschäften können Eltern die Schulartikelliste abgeben und das fertig zusammengestellte Paket später zu einem vereinbarten Termin abholen. Bei manchen Händler/innen gehen die Mitarbeiter/innen die Liste auch mit den Eltern gemeinsam durch. 

Der AK Konsumentenschutz stellte zudem fest, dass sich in den meisten Fällen alle benötigten Schulartikel in ein und demselben Geschäft einkaufen lassen – nur selten ist der Weg in ein weiteres Geschäft notwendig. Ist erst einmal alles beisammen, gilt es, die Schultasche nicht zu voll zu machen: Sie sollte nicht schwerer als maximal ein Zehntel des Körpergewichts des Kindes sein und in leerem Zustand nicht mehr als 1,20 Kilogramm wiegen. Apropos Schultasche: Auch hier kann man Geld sparen, indem man Aktionen nutzt, Restmodelle aus dem Abverkauf kauft oder sich im Secondhandhandel umschaut.

Unterstützung für Familien

Bereits vor der Coronakrise und den aktuellen Teuerungen sei der Start in ein neues Schuljahr für einkommensschwache Familien eine enorme finanzielle Belastung gewesen, sagt Klaus Schwertner, Caritasdirektor der Erzdiözese Wien. „Nun hat sich die Situation verschärft, der Schulstart ist für viele nicht finanzierbar.“ Die Caritas hat deshalb eine Aktion gestartet, bei der schon vor dem Sommer gesammelte Schulsachen und Spenden an Betroffene verteilt werden. Auch in den Carla-Shops und Sozialmärkten können Eltern Schulsachen günstiger bekommen.

Bis letztes Jahr hatten Mindestsicherungsbezieher/innen Anspruch auf ein kostenloses Schulstartpaket, ab heuer gibt es diese Aktion in einer neuen Form: Im Rahmen von „Schulstartklar!“ werden an Schüler/innen in Mindestsicherungs- bzw. Sozialhilfehaushalten Gutscheine verteilt bzw. können diese bei den Abholstellen der Volkshilfe Solidarität und deren Projektpartner/innen abgeholt werden. Eingelöst werden können die Gutscheine österreichweit in allen Libro- und Pagro Diskont-Filialen, und zwar bis zum 1. Oktober 2022.

Links und Infos: www.sozialministerium.at, www.ooe.arbeiterkammer.at/service/testsundpreisvergleiche, www.carla.at

Autor:

KirchenZeitung Redaktion aus Oberösterreich | KirchenZeitung

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