Theaterstück „Hanni“ im Brucknerhaus
Der Blick in eine starke Seele

Am 25. Juni  wird „Hanni“ im Brucknerhaus uraufgeführt. Maxi Blaha verkörpert dabei Hanni Rittenschober in einer Kunstfigur.
  • Am 25. Juni wird „Hanni“ im Brucknerhaus uraufgeführt. Maxi Blaha verkörpert dabei Hanni Rittenschober in einer Kunstfigur.
  • Foto: Georg Buxhofer
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Hanni Rittenschober war gütig, liebevoll und immer positiv, obwohl sie sehr viel Leid in ihrem Leben erfahren musste. Sie war Zeitzeugin der Mühlviertler Menschenhatz, Tochter eines Knechts, lebte in einfachsten Verhältnissen und wurde gezwungen, mit ihrem Vater an den Baracken des Konzentrationslagers in Gusen zu arbeiten. Gerade dort hat Hanni Rittenschober vieles mitangesehen und erlebt. Trotzdem blieb sie immer positiv. Hannis Art und ihr Umgang mit dem schweren Leben haben die österreichische Schauspielerin und Sängerin Maxi Blaha so sehr beeindruckt, dass sie Hanni Rittenschobers Leben nun auf die Brucknerhaus-Bühne bringt. In Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Franzobel stellt Maxi Blaha in dem Stück „Hanni“ die Seelenzustände und den Charakter Rittenschobers in einer Kunstfigur dar.

„Dieser Mut weiterzumachen und diese Kraft, durch die schwersten Zeiten fröhlich zu gehen und nie aufzugeben.“

Die Entstehungsgeschichte des Stücks
Von Hanni Rittenschober hat Blaha durch deren Sohn erfahren. Der habe ihr von Rittenschober erzählt. Schließlich habe sie die Zeitzeugin kennengelernt: „Ich habe sie immer wieder besucht und mit ihr ganz viele Gespräche geführt.“ Bei den Besuchen hat Maxi Blaha auch immer wieder Filmaufnahmen mit ihr gemacht. So sei schlussendlich die Idee entstanden. „Dann hab ich mit Franzobel geredet und bin mit der fertigen Idee zu ihm gegangen. Schlussendlich hat er das Stück für mich geschrieben.“ Hanni Rittenschober selbst war von der Idee sofort begeistert. Sehr zur Verwunderung der Kinder, wie Maxi Blaha erzählt: „Normalerweise ist Hanni nicht so aufgeschlossen gewesen. Historikern gegenüber war sie immer verhalten. Eigentlich wollten die Kinder sie schützen, aber sie war von unserem Vorhaben hellauf begeistert.“ Maxi Blaha hatte den Eindruck, Hanni Rittenschober habe dadurch wieder mehr Lebensfreude erlangt.

Hanni Rittenschober als Vorbild
Die Zeit mit Hanni Rittenschober hat Maxi Blaha sehr geprägt. Auf die Frage, was man von der Zeitzeugin lernen kann, sagt sie: „Dass es wichtig ist, sich als Frau nichts gefallen zu lassen, sich auch auf die Hinterbeine zu stellen und durchzuziehen, was man in sich spürt, trotz Stolperstein und Widrigkeiten. Und dass man weiterhin an das Gute glaubt. Außerdem hat sie sich auch nicht deprimieren lassen und hat immer weitergemacht. Hanni hat ein super Element des Verzeihens in sich gehabt.“ Und weiter: „Sie war nicht nachtragend und trotzdem sehr mutig und sehr eigenständig und gleichzeitig sehr gütig und hilfsbereit. Sie stellte sich nicht ins Zentrum, hatte aber auch ihre Meinung. Wenn ihr etwas nicht passte, stellte sie sich auf. Und sie war auch sehr großzügig.“
Auch wenn Hanni Rittenschober im März verstorben ist: Sie wird auch über ihren Tod hinaus dank des Stücks von Franzobel und Maxi Blaha in Erinnerung bleiben.

Am 25. Juni wird „Hanni“ im Brucknerhaus Linz uraufgeführt. Karten können im Servicecenter des Brucknerhauses Linz erworben werden.Tel.: +43 732 77 52 30; E-Mail: kassa@liva.linz.at

Autor:

KirchenZeitung Redaktion aus Oberösterreich | KirchenZeitung

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