Zutaten für guten Schlaf

Guter Schlaf ist von zahlreichen Faktoren abhängig. Ein Ort, an dem man sich geborgen und sicher fühlt, ist ein guter Anfang.
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„Schlaf gut“ wünschen wir einander vor dem Zubettgehen. 30 bis 50 Prozent der Österreicher/innen können davon nur träumen: Sie leiden unter Ein- und Durchschlafstörungen. Zwei Psychotherapeutinnen verraten, was es für guten Schlaf braucht.

Schlaf ist lebensnotwendig und nimmt nicht umsonst rund ein Drittel unseres Lebens ein. Noch weiß die Wissenschaft nicht alles über den Schlaf, doch dass dies kein passiver Zustand ist, ist mittlerweile klar: „Der Organismus ist im Schlaf sehr aktiv, aber anders als im Wachzustand“, sagt Brigitte Holzinger, Leiterin des Instituts für Bewusstseins- und Traumforschung in Wien. „Je nach Definiton gibt es drei oder vier Schlafphasen, ein Zyklus dauert dabei etwa eineinhalb Stunden. Die wichtigsten Stadien sind der Tiefschlaf und der REM-Schlaf („rapid eye movement“ = rasche Augenbewegung, Anm.).“ In jeder Schlafphase regeneriert sich ein anderer Bereich des Körpers, „auch Geist und Seele erholen sich“, sagt Holzinger.

Schlafstörungen

„Am besten ist unsere Schlaf- und Lebensqualität, wenn wir in Einklang mit unserer inneren Uhr sind“, sagt Birgit Wille-Wagner, Leiterin Klinische Psychologie und Psychotherapie am Ordensklinikum in Linz. Nicht allen gelingt das, wie eine repräsentative Online-Umfrage der MedUni Wien von 2018 zeigt: 30 Prozent der Befragten klagen über regelmäßige Einschlafstörungen, rund 50 Prozent können nicht durchschlafen. „Eine Schlafstörung zeichnet sich dadurch aus, dass die Probleme dreimal oder häufiger pro Woche auftreten, länger als vier Wochen andauern und zu einer Beeinträchtigung von Stimmung und Leistungsfähigkeit am Tag führen“, erklärt Wille-Wagner.

Schlafcoaching

Ein zu spätes Abendessen, der Genuss von Alkohol und Kaffee, Sorgen um die Finanzen oder den Arbeitsplatz, eine psychische Erkrankung – es gibt viele Auslöser von Schlafstörungen. Am Institut für Bewusstseins- und Traumforschung sucht man per Schlafcoaching nach der (psychischen) Ursache und entwickelt entsprechende Strategien, um wieder zu gutem Schlaf zu kommen. „Ein Schlafcoaching kann zusätzlich zur medizinischen Abklärung eine Hilfe für die Betroffenen sein. Wir vermitteln gegebenenfalls auch an Schlafmediziner/innen oder -labore weiter“, sagt Holzinger.

Wichtig für guten Schlaf

Was braucht es nun, um gut zu schlafen? Wille-Wagner sagt: „Nach Möglichkeit immer zur selben Zeit schlafen gehen und aufstehen, unabhängig von der Dauer des Schlafes. Bewegung unter dem Licht der Sonne hilft ebenfalls, ideal sind 30 Minuten täglich, kombiniert mit zweimal wöchentlichem Krafttraining.“ Das Zimmer, in dem geschlafen wird, soll stockfinster, gut durchlüftet und kühl sein (17 oder 18 Grad). „Außerdem sollte es ein Ort sein, an dem man sich geborgen fühlt“, ergänzt Holzinger. Für die letzten zwei Stunden vor dem Zubettgehen sollte eine bildschirm- und arbeitsfreie Zone geschaffen werden, essen sollte man zwei bis vier Stunden vorher. „Nicht zu schwer essen und am besten keinen Alkohol und Kaffee trinken“, rät Holzinger und plädiert dafür, den Schlaf mehr zu würdigen: „Freuen Sie sich auf das Schlafen und Träumen. Es passiert dabei so viel Lebenserhaltendes.“
Mehr Infos: www.ordensklinikum.at, schlafmedizin.at (Österr. Gesellschaft für Medizin und Schlafforschung), www.traum.ac.at, www.schlafcoaching.org (Institut für Bewusstseins- und Traumforschung)

Autor:

KirchenZeitung Redaktion aus Oberösterreich | KirchenZeitung

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