Gedanken zum Evangelium: Fest Taufe des Herrn
Du bist geliebt

Ersehnen wir in Gewissheit und Vorfreude die rettende Liebe für jene, die noch in der Dunkelheit sind. Und sprechen wir durch Gesten, Worte und Taten neu über uns und unsere Schwestern und Brüder aus, dass wir geliebt sind, von Ihm, der unter uns ist und uns trägt. | Foto: Pixabay
  • Ersehnen wir in Gewissheit und Vorfreude die rettende Liebe für jene, die noch in der Dunkelheit sind. Und sprechen wir durch Gesten, Worte und Taten neu über uns und unsere Schwestern und Brüder aus, dass wir geliebt sind, von Ihm, der unter uns ist und uns trägt.
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Du bist geliebt! Glaubst du das? Ich meine: Kannst du das in der Tiefe deines Herzens glauben? Glauben, dass du angenommen bist? Dass du Gott lieb bist, sein Wohlgefallen gefunden hast? Dass Er für dich Mensch geworden, gestorben und auferstanden ist?
Wie schön, dass wir von dieser unauslöschlichen, menschgewordenen Liebe getragen und ausgesandt sind. Durch die Taufe, in unsere Mission. Nicht nur an Festtagen.

Ich bin geliebt. Du bist geliebt. Um uns das zu zeigen, verlässt Gott seine Herrlichkeit. Er wird Mensch wie wir. In allem uns gleich, außer der Sünde, sagt uns der Hebräerbrief (4,15). Gott kommt in unsere Welt. Er will uns nahe sein. Gott will unter uns sein. Diesen weihnachtlichen Festkreis schließen wir mit dem heutigen Sonntag, dem Fest der Taufe des Herrn, ab.

Ich mag dieses Wortspiel, dass Er ‚unter uns sein will‘. Es lässt mich sein Hinabsteigen ins Wasser in der Taufe anders verstehen. Verstehen, dass Er bis auf den Grund gehen, alles unterfassen will. Auch den Grund meines Herzens, versteckt unter einer spiegelnden Oberfläche. Er möchte in mir dorthin, wo sich in der Dunkelheit all die Last, all die Rückstände der Sünde, alle Leiden und Schmerzen abgelagert haben.

Dorthin will Er. Das ist seine Mission. Deshalb ist Er gekommen. Deshalb lässt Er sich taufen. Nicht weil Er es nötig hat, sondern um unseretwegen. Er taucht unter, um mit und für uns aufzutauchen. Dort, wo über uns der Himmel offensteht. Dort, wo wir, gereinigt durch die Taufe – einer Vorwegnahme von Tod und Auferstehung –, die Stimme des Vaters hören können.

Dort, wo die Stimmen der Welt, die Lügen „Du bist nichts wert. Du (dein Aussehen, dein Besitz, deine Leistung, …) genügst nicht.“ schweigen müssen. Dort, wo uns die Liebe selbst heilend bezeugt: „Du bist mein geliebtes Kind, an dir habe ich Wohlgefallen.“

Öffnen wir in dieser Woche einander den Himmel durch unser Gebet. Lassen wir uns auch selbst neu beflügeln vom Heiligen Geist. Ersehnen wir in Gewissheit und Vorfreude die rettende Liebe für jene, die noch in der Dunkelheit sind. Und sprechen wir durch Gesten, Worte und Taten neu über uns und unsere Schwestern und Brüder aus, dass wir geliebt sind, von Ihm, der unter uns ist und uns trägt. Heim zum Vater.

Impuls

inspiriert vom Evangelium

  • Wie und durch wen durfte ich in den letzten Tagen/in meinem Leben erfahren, dass ich geliebt bin?
    Ich danke Gott dafür.
  • Was macht mein Herz noch dunkel und schwer?
    Ich bitte Gott dafür um Sein Licht, Seine Wahrheit und Sein heilendes Wort.
  • Was ist meine Mission?
    Ich bitte den Heiligen Geist, mir zu zeigen, wie ich die Liebe weiterschenken und bezeugen soll/kann.
Evangeliumskommentar als PDF
Autor:

Barbara Ruml aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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