Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG - Sonntag

Beiträge zur Rubrik Sonntag

Meine Gedanken zum Evangelium: 7. Sonntag im Jahreskreis
Nicht schon wieder!

Matthäus 5, 38-48 Ich gebe zu, der Text ist kein bequemer, angenehmer Text für mich. Er fordert mich in mehrerer Hinsicht heraus: Da ist zum einen natürlich die Herausforderung, eine Form der Vollkommenheit zu erlangen, der ich mich nicht gewachsen fühle. Meine „Feinde“ zu lieben und die andere Wange hinzuhalten, das fällt mir nicht leicht. Vor allem, wenn mir etwas wirklich Schlimmes angetan wurde. Mir wird auch ein wenig mulmig bei diesem Evangelium, gerade angesichts der großen...

  • 22.02.20

Meine Gedanken zum Evangelium: 6. Sonntag im Jahreskreis
Wer kann da noch bestehen

Matthäus 5, 17-37 Es war niederschmetternd, denn das viele Geld für die Reparatur und die Ersatzteile hatte ich nicht, aber das Auto brauchte ich dringend für die Arbeit. Ich hatte keine Wahl. Wenn ich auf der Straße fahren wollte, musste ich entweder die Reparatur bezahlen oder ein neues Auto kaufen. Das heutige Evangelium ist so eine Sicherheitsüberprüfung. Wenn du das Gefährt, mit dem du durch das Leben fährst, nicht in Ordnung bringst, gefährdest du dich und andere Mitmenschen, und bei...

  • 21.02.20

Meine Gedanken zum Evangelium: 5. Sonntag im Jahreskreis
Geschmack auf Gott

Matthäus 5, 13-16 Beim Lesen dieses Evangeliums erinnere ich mich an die ersten Jahre, in denen ich versuchte, mich bewusst in den Dienst Gottes zu stellen und die Gabe des Lobpreises in Form von Liedern einzusetzen. Große Freude und gleichzeitig große Unsicherheit waren meine Begleiter. Stimmen von außen sagten: „Die will sich ja nur wichtigmachen“, „die will angeben“, „die will ja bloß Aufmerksamkeit und Lob“. Doch im Inneren rief ich: „Nein!!! Ich tu doch nur das, was Gott mir geschenkt...

  • 09.02.20
Das Fest Santo Niño auf den Philippinnen: Die Menschen halten eine Figur des Jesukindes in ihren Händen.

Meine Gedanken zum Evangelium: Fest Darstellung des Herrn
Gott mitten im Leben

Ich schreibe diese Zeilen während unserer diözesanen Studienreise auf die Philippinen. Heute Vormittag haben wir das für die Philippinen typische Fest des Santo Nino, des göttlichen Kindes gefeiert. Vom Beginn der Christianisierung an hat die portugiesisch-spanische Volksfrömmigkeit die Menschen geprägt und berührt. Beim Danklied werden Figuren des Jesuskindes im Takt mitgeschwenkt, die Menschen berühren die Figuren und Kreuze in der Kirche. Und so lesen wir auch am Fest der Darstellung des...

  • 02.02.20

Meine Gedanken zum Evangelium: 3. Sonntag im Jahreskreis
Alles liegen und stehen lassen

Matthäus 4,12-23 Jesus geht am See von Galiläa spazieren, sieht einige Fischer bei der Arbeit und ruft ihnen zu: „Kommt her, folgt mir nach!“ Da lassen sie alles liegen und stehen, um ihm zu folgen. Einfach so. Ohne Zögern. Ohne Rückfrage. Ohne sich zu verabschieden. Wissen die Jünger überhaupt, worauf sie sich einlassen? Verlangt Jesus das auch von mir – und kann ich das überhaupt? Die Berufungsgeschichten in den Evangelien haben mich immer irritiert. Das Schema ist meist dasselbe:...

  • 26.01.20

Unsere Gedanken zum Evangelium: 2. Sonntag im Jahreskreis
Nichtstun geht gar nicht

Johannes 1, 29-34 Zweimal heißt es im Evangelium des heutigen Sonntags, dass Johannes der Täufer Jesus nicht kannte. Kannte – in der Vergangenheit also. Jetzt kennt er ihn, weil er ihn gesehen hat. Doch keineswegs sind dem Täufer die Probleme derer unbekannt, die nur schwer glauben können,  dass Jesus Gottes Sohn ist, denn  er war einer von denen, die Jesus nicht gekannt haben. Erst die Begegnung mit dem Messias, das Sehen, befähigt ihn zum Zeugnis. Der Gott, den er gesehen und erfahren...

  • 18.01.20

Meine Gedanken zum Evangelium: Fest Taufe des Herrn
Wie klingt Gott?

Matthäus 3, 13-17 Gott offenbart sich bei der Taufe Jesu mit seiner Stimme. In der Bibel ist auch an vielen anderen Stellen davon die Rede, dass Gottes Stimme hörbar wird und er dem Menschen  etwas sagt. Und das führt mich zu einer Frage, die mich schon lange beschäftigt: Wie hört es sich an, wenn Gott zu uns spricht? Wie wird Gottes Offenbarung hörbar? Für mich ist das ein faszinierendes Gedankenexperiment. Wie stelle ich mir Gottes Stimme vor? Wie klingt Gott? Als ehemalige Musikerin...

  • 11.01.20

Meine Gedanken zum Evangelium: 2. Sonntag nach Weihnachten
Gott ist das Wort

Johannes 1,1-18 Das heutige Sonntagsevangelium gehört sicherlich nicht zur leichtesten Kost der vier Evangelien. Der Prolog, wie er auch genannt wird, ist ein Ausdruck und Bekenntnis des göttlichen Wortes für die Menschheit. Der englische Theologe Michael Mullins schrieb einmal, dass der Prolog wie eine Ouvertüre eines großen musikalischen Werkes ist, die für Zuhörer eine tiefgreifende Auswirkung hat. Am Beginn heißt es da: „Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war...

  • 06.01.20

Meine Gedanken zum Evangelium: 1. Sonntag nach Weihnachten - Fest der Heiligen Familie
Hören, vertrauen, handeln

Matthäus 2, 13-15.19-23 Er ist von Anfang an kein Spaziergang, der Weg Jesu. Die Strapazen der Reise nach Bethlehem wären schon genug gewesen für eine Hochschwangere. Aber kaum ein Durchatmen für die junge Familie nach der Geburt. Es geht beschwerlich weiter, durch die Nacht. Josef hört auf die Stimme Gottes und vertraut. Sein Horchen und Gehorchen rettet Leben. Da gehört Mut und Vertrauen dazu: Mitten in der Nacht alles zusammenzupacken und loszugehen als kleine Familie. Auf eine...

  • 06.01.20

Meine Gedanken zum Evangelium: 4. Adventsonntag
Kulturwandel

Matthäus 1, 18-24 Geschichte und Traditionen sind oft einseitig geprägt. Die Bibel erzählt, wie Menschen sich von Gott in ein anderes Denken, eine veränderte Kultur führen lassen. Das könnte für unsere Kirche, unsere Pfarren und Gemeinschaften Mut zu Neuem machen. Matthäus schreibt für Menschen, die von ihrem Denken und Empfinden in der jüdischen Tradition des 1. Jahrhunderts beheimatet sind. An den Anfang des Evangeliums stellt er einen Stammbaum Jesu. Er will damit deutlich machen, dass...

  • 06.01.20

Meine Gedanken zum Evangelium: 3. Adventsonntag
Worauf warten wir noch?

Matthäus 11, 2-11 Der Advent ist für uns eine Zeit der Erwartung. Auch Johannes der Täufer und seine Jünger haben sehnsüchtig gewartet. Als Jesus auf der Bildfläche erscheint, wollen sie wissen, ob er nun endlich der ersehnte Messias ist. Jesus aber lässt seine Taten ür sich selbst sprechen. Eine wunderschöne Geschichte. Doch was hat das alles mit mir und meinem Leben zu tun? Das heutige Evangelium war schon immer eine meiner Lieblingsstellen bei Matthäus. Da schickt Johannes seine...

  • 06.01.20

Unsere Gedanken zum Evangelium: Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria
Leben mit Überraschungen

Lukas 1,26–38 Überraschung 1: Da feiert die Kirche Maria, die von allem Anfang an von jedem Schaden der Erbsünde bewahrt worden ist, aber liest ein Evangelium, in dem es nicht um die Empfängnis Marias geht, sondern um die von Jesus. Warum dieser „Generationensprung“? Weil keine Evangelienstelle näher dran ist an der Erwählung Marias als eben Lukas 1,26-38. Überraschung 2: Maria erschrickt, aber nicht über die Erscheinung des Engels, sondern über die Anrede „Du Begnadete, der Herr ist mit...

  • 06.01.20

Meine Gedanken zum Evangelium: 1. Adventsonntag
Aufwachen!

Matthäus 24, 37-44 Ich staune immer wieder über die gekonnte Dramaturgie der Leseordnung im Advent. Am ersten Adventsonntag wird einmal alles ordentlich durchgerüttelt. Da ist nichts zu spüren von wohlig-gemütlicher Vorfreude. Und es wird auch schnell klar: Wir erwarten im Advent nicht einfach die Geburt eines Kindes, sondern das Kommen des Menschensohnes. Und das hat nichts mit Idylle zu tun. Am ersten Adventsonntag beginnt das neue Kirchenjahr. Und der Jahresregent der Leseordnung, der...

  • 06.01.20

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