Singen und Gott preisen
Aus der Tiefe der Seele heraus singen

Magdaléna Tschmuck beim Kantorendienst: "Auch die Psalmen sind Verkündigung des Wortes Gottes."
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  • Magdaléna Tschmuck beim Kantorendienst: "Auch die Psalmen sind Verkündigung des Wortes Gottes."
  • Foto: Nikolaus László
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Menschen mit ihrem Gesang berühren und von dieser herausfordernden Zeit ablenken – das will Magdaléna Tschmuck. Sie geht dabei einen besonderen Weg.

Musik begleitet mich schon mein ganzes Leben lang“, sagt Magdaléna Tschmuck. „Vor allem die geistliche Musik.“ Menschen durch die Musik zu Gott zu führen – ja, das sei ihr Herzensanliegen und ihre Berufung, gibt die begeisterte Musikerin und Sängerin, die auch Fachstellenreferentin für Musik in der Jungen Kirche ist, zu. „Und es ist für mich die schönste Erfahrung, wenn ich die ZuhörerInnen mit meinem gesungenen Gebet berühre.“

Nie ohne Musik
Die Liebe für Musik wurde Magdaléna Tschmuck bereits in die Wiege gelegt: Mit sechs Jahren konnte sie erste Kirchenlieder auf einem Klavier spielen – ohne jedoch die Noten zu kennen. Als Jugendliche begleitete sie in ihrer Heimatpfarre auf der Orgel auch die heiligen Messen – jene zum Festtag der Heiligen Cäcilia war die erste, an die sie sich gerne erinnert. Nach der Matura studierte sie Musikwissenschaft an der Comenius Universität in Bratislava und an der Universität Regensburg. Anschließend absolvierte sie ein Kulturmanagementstudium an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien.

2007 zog die gebürtige Slowakin nach Österreich und belegte am Diözesankonservatorium in Wien den Studien­zweig Lied – Messe – Oratorium. Heute wirkt Magdaléna Tschmuck als Musikerin und Sängerin in der Pfarre Wien- Liesing, wo sie sich seit der Taufe ihrer Tochter ehrenamtlich engagiert und auch als Kantorin tätig ist. Als Pfarrgemeinderätin ist sie hier zudem für Musik und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich.

Momente, die berühren
Seit einigen Jahren leitet Magdaléna Tschmuck auch den Chor im Pfarrverband KaRoLieBe im 23. Wiener Gemeindebezirk. Um auch die Jüngsten für den Gesang zu begeistern, gründete sie im Jahr 2011 einen Kinderchor. Dieser bereite ihr auch eine große Freude, erzählt sie im Gespräch. Oft beobachtet sie bei den Aufführungen, wie die Augen der Kinder zu leuchten beginnen, wenn sie ein schönes Lied anstimmen. Dann wisse sie in jenem Moment, dass sie dies zutiefst berühre.

Mit Freude und viel Zuversicht

Keine Messen, keine Chorgesänge oder Pfarrfeste – die Corona-Pandemie hat vieles verändert, bedauert die begeisterte Kirchenmusikerin. Proben und Konzerte wurden verschoben. Die gesungene Vesper, die sie im Pfarrverband initiiert hat, wird gestreamt. „Ich war in den letzten Wochen und Monaten mehr im Dienst, weil ich statt der Gemeinde den Gottesdienst singe“, sagt Magdaléna Tschmuck, die seit 2008 kantoriert. Freude und Zuversicht will sie in dieser Zeit ausstrahlen – Kraft schöpfe sie dafür aus dem Glauben.

„Ich vermisse den Gemeindegesang während der Hl. Messe und meine beiden Chöre und hoffe, dass wir bald wieder gemeinsam singen dürfen.“ Doch nicht nur in ihrer Heimatpfarre singe sie – auch in Konzerten, wo sie als Solistin auftritt.

Vor Kurzem führte sie zum Beispiel zusammen mit Pfarrer Harald Mally in der Wotruba-Kirche in Wien-Mauer moderne Psalmenvertonungen von Wolfgang Reisinger auf, der sie auch selbst begleitet hat. Diese wurden aber nur auf Video aufgezeichnet und auf YouTube veröffentlicht (youtube.com/watch?v=6XuvmTpBLrQ). Der ORF zeigte daraus einen Teil im letzten Adventkalender. Aber am 13. Mai 2021 soll das Psalmenkonzert vor Publikum nachgeholt werden, hofft Tschmuck.

Wort Gottes singen
In drei Sprachen hat Magdaléna Tschmuck den Kantorendienst bereits gemacht. Welche sei ihr dabei die liebste, wollen wir von ihr erfahren? Nein, das könne sie beim besten Willen nicht sagen, da es oft von einer bestimmten Situation, Emotion oder Vertonung abhänge. „Ich trage sie aber immer aus der Tiefe meiner Seele vor“, sagt sie. „Denn Psalmen sind die Verkündigung des Wortes Gottes.“

Autor:

Christopher Erben aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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