Corona-Krise
Tägliches Rosenkranzgebet mit Österreichs Bischöfen

Foto: iStock/tiero

Österreichs Bischöfe laden in der Corona-Krise zum täglichen Gebet des Rosenkranzes ein. Abwechselnd betet täglich ein Bischof den Rosenkranz über Radio Maria in der Zeit von 18.20 bis 19 Uhr.

Spontane Herzensreaktion

"Da Radio Maria von vielen gehört wird, finden die Bischöfe sich mit den Gläubigen zusammen, um in dieser Situation die Hilfe des Himmels zu erbitten", sagt Kardinal Christoph Schönborn, der am Freitag, 20. März, als erster Bischof das Rosenkranzgebet vorbetete. "Das Gebet ersetzt zwar nicht, was wir selber tun müssen, aber es ist die spontane Herzensreaktion, in Zeiten der Not die Hilfe Gottes und der Gottesmutter Maria zu erbitten", so der Wiener Erzbischof in Anspielung auf die von Staat und Kirche empfohlenen Schutzmaßnahmen gegen die Pandemie. "Zu diesem täglichen Rosenkranz-Gebet möchten wir ermutigen und viele einladen, sich zu beteiligen."

Radio Maria ist über UKW in verschiedenen Region in Österreich und über Digitalradio DAB+: bundesweit zu empfangen, weiters über Satellit und diverse Kabelanbieter sowie im Internet. Alle Infos sind zu finden auf www.radiomaria.at

Aufruf zu Gebet und Solidarität

"Der Rosenkranz-Sühnekreuzzug, Gebetsgemeinschaft für Kirche und Welt, ruft, wie damals als Österreich von den vier Großmächten besetzt war, in der augenblicklichen ernsten Situation zum Gebet auf", sagt Franziskanerpater Benno Mikocki, Geistlicher Leiter des Rosenkranz-Sühnekreuzzuges, in seinem Schreiben an die Leser des SONNTAG. "Gerade wo wir keine gemeinsame Heilige Messe feiern können, gewinnt der Rosenkranz eine besondere Bedeutung."

Ermutigende Worte des Salzburger Erzbischofs

Der Salzburger Erzbischof, Schirmherr des Rosenkranz-Sühnekreuzzuges, richtet folgende Worte an die Gläubigen im Land:

Liebe Brüder und Schwestern,

als Christen sind wir solidarisch mit allen, deren Gesundheit nun in Gefahr ist, ganz besonders mit Kranken und älteren Menschen. Zu ihrem Wohl müssen wir das soziale und auch das öffentliche religiöse Leben einschränken – eine für uns neue Erfahrung, die für nicht wenige von uns auch ein Opfer bedeutet.

Aber: Die Kirche hört nicht auf zu beten. Gerade in Zeiten der Einschränkung von Not und Krankheit bekommt Beten neue Dringlichkeit. Schöpfen wir Kraft und Zuversicht aus der Hoffnung des Psalmisten: „Schüttet euer Herz aus vor Gott! Denn er ist unsere Zuflucht“, sagt der Beter im Psalm 62. Das kann auch uns in dieser Situation eine Hilfe sein. Nehmen wir mit allem, was wir in uns tragen, Zuflucht bei Gott. Schütten wir ihm unser Herz aus und vertrauen wir ihm an, was uns umtreibt. Der Herr hat die Dinge in der Vergangenheit immer wieder zum Guten gewendet. Wir dürfen darauf vertrauen, dass er auch in den kommenden Wochen nicht von unserer Seite weicht. Diese Hoffnung kann unsere Immunkräfte stärken und uns widerstandsfähig machen für alles, was uns schaden möchte.

P. Petrus, der diese großartige Gebetsgemeinde gegründet hat, sagt uns heute in schwierigen Zeiten:„Geeintes Gebet ist eine Macht, die Gottes Barmherzigkeit auf diese Welt herabzieht.“

Liebe Schwestern und Brüder, beten wir gemeinsam das Rosenkranzgebet, das Österreich in schwierigsten Zeiten Licht und Hoffnung gebracht hat.

Im Gebet mit Euch verbunden – herzliche Segensgrüße
+Franz Lackner
Erzbischof, Schirmherr des RSK

Autor:

Der SONNTAG Redaktion aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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