Religion im Netz
Medientipps zu Themen um Gott, Glaube und Religion

Wir erleben gerade eine Umbruchsituation in der digitalen Welt, die die Medienangebote und die Mediennutzung komplett verändern. Immer mehr Menschen schauen Videos im Internet außerhalb von regulären Fernsehsendezeiten und das Angebot von religiösen Themen in Mediatheken von Medienunternehmen nimmt zu. Der SONNTAG möchte ab sofort laufend Medientipps zu Videos on Demand geben.

Geschichte: Die Zeit vor dem 20. Jahrhundert

Wettstreit der Kathedralen
Die Gotik

1144 wird die Kirche St. Denis bei Paris eingeweiht. Der Bau versetzt die Menschen in ungläubiges Staunen: Licht, Glas, Spitzbögen und Kreuzrippen. "Es werde Licht!" – das ist die Botschaft, die von dieser Kirche ausgeht und eine ganze Epoche dazu anspornt, immer größere und lichtere Kathedralen zu schaffen: die Gotik. Ein regelrechter Wettkampf um den größten und schönsten Bau entbrennt. Das gotische Bauprinzip stachelt die mittelalterlichen Baumeister zu immer tollkühneren Konstruktionen an. Immer lichtdurchfluteter sollen Räume werden, immer höher zum Himmel aufstreben. In den folgenden hundert Jahren werden mehr als 20 gotische Großkirchen in der Region rund um Paris entstehen. Kaum eine Generation braucht es, bis der Sog dieser Entwicklung auch entferntere Gebiete ergreift: Freiburg, Straßburg und Ulm, wo die weltgrößten Kathedralen ihrer Zeit entstehen. Nicht nur die Baumeister befeuern den Wettstreit der Kathedralen. Nicht nur der Adel und die Bischöfe entdecken in immer prachtvolleren Bauwerken ideale Möglichkeiten, ihr Renommee und ihre Machtentfaltung zu steigern, sondern auch eine Gesellschaftsgruppe, die man bis ins 12. Jahrhundert noch kaum auf der Rechnung hatte: die Bürgerschaft.
ARTE
Länge: 53 min
Verfügbar bis 25.3.2021

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Geschichte: Die Zeit vor dem 20. Jahrhundert

Wettstreit der Kathedralen
Die Romanik

Am Beispiel der Dome von Mainz, Worms und Speyer begibt sich die Dokumentation auf die Suche nach Indizien, die erklären könnten, wie es dazu kam, dass die christliche Bevölkerung um die Jahrtausendwende plötzlich begann, Kirchen aufzurichten, die so mächtig wie Burgen Gottes in den Himmel ragten, und die zu Beginn des Jahrtausends einen regelrechten Wettstreit auslösten.
Die Zeit der Romanik ist bis heute eine Epoche, die jede Menge ungelöste Rätsel aufgibt. Was brachte die Menschen um die Jahrtausendwende dazu, Kirchen zu errichten, die so mächtig wie Burgen Gottes in den Himmel ragten, und die einen regelrechten Wettstreit um Größe und Pracht der Kathedralen auslösten? In der Johanniskirche zu Mainz wird ein Sarkophag geöffnet, der seit 1.000 Jahren verschlossen war. In ihm ruht Erzbischof Erkanbald. Er ließ mit dem Mainzer Dom den damals größten Kirchenbau des Abendlands bauen, denn Mainz sollte mit dem Repräsentationsbau zum zweiten Rom aufsteigen – und sein Erzbischof so zum Stellvertreter des Papstes avancieren. In Speyer entwarf nur wenig später König Konrad einen Dom, um seinem Salier-Geschlecht eine Grablege zu schaffen, die in ihrem Ausmaß dem Anspruch nachkäme, den Gott selbst mit der Einsetzung der Salier als Kaisergeschlecht und damit oberste Weltenherrscher gesetzt habe. Der Konflikt mit den Ambitionen der Kirchenmänner war unausweichlich. In Worms dagegen etablierte sich im 12. Jahrhundert ein weiterer Mitspieler um die Macht: das aufstrebende Bürgertum. Eine neue Epoche begann, in der das starre Machtgefüge der Romanik, das sich auch in ihren massiven Bauten abbildete, langsam aufbrach und Raum schuf für eine Baukunst, die der Offenheit und dem Licht huldigt: der Gotik.
ARTE
Länge: 88 min
Verfügbar bis 25.3.2021

Online in der ARTE Mediathek

Geschichte: Die Zeit vor dem 20. Jahrhundert

Von Engeln bewacht: Die Bundeslade

Der Bibel nach soll die Bundeslade das hebräische Volk bei der Eroberung des Gelobten Landes begleitet haben. Die ursprüngliche, primitive Bundeslade war eine Truhe mit einer Statue des Gottes Jahwe. Unweit von Jerusalem untersuchen Archäologen Überreste eines Tempels, in dem der Bibel zufolge 20 Jahre lang die Bundeslade aufbewahrt wurde.
Der Thora zufolge enthält die Bundeslade die beiden Steintafeln mit den zehn Geboten, die Mose von Gott erhalten hatte. Die vergoldete hölzerne Truhe ist das Symbol des Bundes – hebräisch B’rith – zwischen Gott und dem Volk Israel, das sie auf seinem Zug ins Gelobte Land stets mitführte. Im 10. Jahrhundert vor Christus beschloss König David, sie in einem Tempel seiner Hauptstadt Jerusalem, der Wiege der monotheistischen Religionen, aufzubewahren. Vier Jahrhunderte später belagerten die Babylonier die Stadt und zerstörten den Tempel. Seither war die Bundeslade spurlos verschwunden. Die verschollene Truhe mit ihren magischen Kräften befeuerte schon immer die Fantasie der Menschen und rief zahlreiche Schatzsucher auf den Plan. Aber gibt es Beweise für ihre Existenz? Ist die an der hebräischen Bibel orientierte Geschichtsschreibung verlässlich? Wann wurden diese Texte geschrieben? Von wem? Und zu welchem Zweck? Diese Fragen beschäftigen Archäologen und Theologen schon seit Jahrhunderten. Eine wenige Kilometer von Jerusalem entfernte Stätte könnte neue Antworten liefern. Der hebräischen Bibel zufolge war die Bundeslade vor ihrer Überführung nach Jerusalem auf der Anhöhe Kirjath-Jearim aufbewahrt worden. Heute steht hier ein katholisches Kloster. Es ist der einzige in der Bibel erwähnte Ort der gesamten Gegend, an dem bisher noch keine Ausgrabungen gemacht wurden. Ein französisch-israelisches Wissenschaftlerteam unter der Leitung des Archäologen Israel Finkelstein und des Theologen Thomas Römer macht sich auf, um dem Ausgrabungsort Kirjath-Jearim unter Einsatz modernster Technik seine Geheimnisse zu entlocken. Die spannende Forschungsmission führt die Forscher auf immer neue Spuren aus der Vergangenheit: archäologische Funde, die den biblischen Beschreibungen gegenübergestellt werden. Bei dem Versuch, die Geschichte der Bundeslade nachzuvollziehen, zeichnet sich eine noch viel größere Geschichte ab: die Entstehung der hebräischen Bibel.
ARTE
Länge: 90 min
Verfügbar bis 9.3.2021

Online in der ARTE Mediathek

Spurensuche im Heiligen Land

... wo Gott zur Welt kommt - unterwegs mit Friedrich Kardinal Wetter

Friedrich Kardinal Wetter bei einer Pilgerreise auf den Spuren von Jesus Christus im Heiligen Land.
ARD-Alpha
Länge: 46 min
verfügbar bis 24.12.2021

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Geschichte: Die Zeit vor dem 20. Jahrhundert

Mont-Saint-Michel
Das rätselhafte Labyrinth

Der Mont-Saint-Michel zieht als eines der berühmtesten Fotomotive weltweit jährlich mehrere Millionen Besucher an. Viele Rätsel ranken sich um dieses Labyrinth an verschachtelten Gängen, Treppen und Hallen, das im Laufe der Zeit heidnischer Tempel, Zufluchtsort für Eremiten, starke romanische Abtei, gotisches Wunderwerk der Architektur, uneinnehmbare Festung und Gefängnis war.
Schon auf den ersten Blick ist der Mont-Saint-Michel ein Rätsel. Wie konnte aus einem von ein paar Eremiten besiedelten Inselchen am Ende der Welt im Laufe der Jahrhunderte dieses einzigartige Bauwerk werden, das nun Millionen Besucher anlockt? Wie konnte ein Unwettern, Stürmen und Erdbeben ausgesetzter Felsen zwischen der Normandie und der Bretagne, zwischen Frankreich und England, zu einem strategischen Ort werden, an dem Geschichte geschrieben wurde? Das komplexe Labyrinth aus Treppenaufgängen, Krypten, Geheimgängen und Sälen, verteilt auf vier Etagen, verrät viel über sein Entstehen. An manchen Stellen sieht man noch den rohen Felsen, der nach und nach zugebaut wurde, und andernorts entdeckt man in Sackgassen so manche Überreste ehemaliger Bauten. Die Abtei ist das Ergebnis einer langen Abfolge von Bauprojekten und Einstürzen, die ihre architektonische Struktur verändert haben. Dabei birgt der Mont-Saint-Michel noch viele Geheimnisse aus seiner 1.300-jährigen Geschichte, die nur darauf warten, von den Forschern entschlüsselt zu werden. Dieses Unterfangen wird allerdings dadurch erschwert, dass die umfangreichen Archive beim Bombardement von Saint-Lô 1944 zerstört wurden und es somit kaum noch schriftliche Quellen gibt. Ebenso wenig gibt es einen genauen Bauplan der Gebäude. Zudem haben die Restauratoren des 19. Jahrhunderts versucht, die Spuren der Zeit zu beseitigen, und so ein fälschlicherweise kohärentes Gesamtwerk hinterlassen. Bei den aktuellen Restaurierungsarbeiten geht es somit zunächst einmal darum, mit Hilfe neuer Techniken zum Erstellen von Modellen und Datieren von Gebäudeteilen die Bauweise des Monuments zu verstehen. So soll die Chronologie dieses beeindruckenden Bauwerks berichtigt und damit auch so manches Rätsel aus seiner turbulenten Geschichte gelöst werden.
ARTE
Länge: 88 min
Verfügbar bis 15.6.2021

Online in der ARTE Mediathek

Mit Gott gegen Hitler: Bonhoeffer und der christliche Widerstand

Der Schauspieler Matthias Koeberlin spielt den evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer, der Widerstand gegen Hitler leistete und kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs am 9. April 1945 hingerichtet wurde.
Der Film "Mit Gott gegen Hitler" (Buch und Regie: Ingo Helm) erzählt die Geschichte von Bonhoeffer und weiteren Menschen, die gegen Hitler gekämpft haben, weil sie Christen waren. Bonhoeffer wird bis heute für seine aufrechte Haltung verehrt, seine Schriften und Briefe haben eine hohe Bekanntheit.
Aber auch der Dominikaner Laurentius Siemer, gespielt von Nikolaus Kühn, wird in dem Film gewürdigt – ein zu Unrecht fast vergessener Mann des Widerstands, oder die Sekretärin Aenne Vogelsberg, die unter Lebensgefahr eine hochverräterische Denkschrift abtippt.
ARD
Länge: 45 min
Verfügbar bis 4.5.2021

Online in der ARD Mediathek

Gegen Reformation | Doku

Die katholische Antwort auf Luther

Seit vier Jahrhunderten ist der Petersdom in Rom das Kirchengebäude, das wie kein zweites den Katholizismus symbolisiert. Der Petersdom ist aber auch Ausgangspunkt einer zuweilen kriegerisch ausgetragenen religiösen Auseinandersetzung in Europa. Auf Martin Luthers Reformation folgte die Gegenreformation. Reformatoren und Gegenreformatoren haben sich fast zwei Jahrhunderte lang bekämpft. Millionen Menschen verloren in dieser Zeit der Konfessionsfehde ihr Leben. Die politische Ordnung Europas und die damaligen Weltvorstellungen wurden in ihrem Innersten erschüttert. Der Film von Peter Beringer, eine Gemeinschaftsproduktion von ORF und BR Fernsehen, schildert die Entstehungsgeschichte und die Auswirkungen der Gegenreformation.
BR Fernsehen
Länge: 45 Min
Verfügbar bis 25.2.2021

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Reise-Doku

Reise zu den Kopten

Die Dokumentation führt die Zuschauer in die wichtigsten koptischen Klöster in und um Kairo und Luxor, wo sie Einblick in das Leben dieser ur-christlichen Ägypter bekommen. Sie erfahren von den Bedrohungen durch Fanatiker in einem islamistisch geprägten Land, aber auch von dem unerschütterlichen Gottesvertrauen der Mönche und Gläubigen sowie deren Hoffnung auf ein friedliches Miteinander.
BR Fernsehen
Länge: 45 min
Verfügbar bis 5.12.2023

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God's Cloud

Aufbruch ins Ungewisse

Abraham - Urvater des Glaubens für alle drei monotheistischen Weltreligionen, Christentum, Judentum und Islam: Seine Lebensgeschichte steht für Gottvertrauen. Er gilt als Wegbereiter des Monotheismus.
ZDF
Länge: 28 min
Verfügbar bis 5.12.2024

Online in der ZDF Mediathek

God's Cloud

An der Seite der Armen

Christen müssen an der Seite der Armen stehen. Doch geht es dabei nur darum, Almosen zu geben? Der Film beleuchtet die Tradition der christlichen Nächstenliebe.
ZDF
Länge: 28 min
Verfügbar bis 25.9.2024

Online in der ZDF Mediathek

God's Cloud

Hölle, Tod und Auferstehung

Ist mit dem Tod alles aus? Diese Frage stellen sich die Menschen seit Anbeginn. Viele Religionen gehen wie das Christentum davon aus, dass es nach dem Tod noch etwas gibt. Doch was ist das? Die Suche nach einer Antwort hat Literatur und Kunst über die Jahrhunderte beschäftigt. Das Jüngste Gericht Michelangelos in der Sixtinischen Kapelle ist wohl das berühmteste Werk zu diesem Thema. Himmel, Hölle, Fegefeuer und Auferstehung sind Begriffe, mit denen das Christentum die Ereignisse nach dem Tod ins Wort zu bringen versucht. Der Film geht der Frage nach, wie diese Vorstellungen der „endzeitlichen Dinge“ verstanden werden können.
ZDF
Länge: 29 min
Verfügbar bis 4.12.2025

Online in der ZDF Mediathek

Das Phänomen Anselm Grün

Anselm Grün hat mehr als 300 spirituelle Bücher veröffentlicht. Er war aber auch der Geschäftsführer des Klosters Münsterschwarzach und hat durch Börsenspekulationen seine Abtei vor der Pleite bewahrt. Welcher Mensch verbirgt sich hinter der Marke Anselm Grün?
ZDF
Länge: 43 min
Verfügbar bis 26.12.2024

Online in der ZDF Mediathek

Autor:

Markus Albert Langer aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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