Ökumenische Sozialinitiative
Armut im Alter

Altersarmut ist meistens kein plötzlicher Schicksalsschlag, sondern hat ihre Wurzel fast immer schon in jüngeren Jahren (Karenz, Kindererziehung, Teilzeitbeschäftigung, zu wenige Pensionszeiten ...)
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Die ökumenische Plattform „Altersarmut bei Frauen – alt.arm.weiblich" macht auf die oft prekäre Lage von Frauen im Pensionsalter aufmerksam und bietet Hilfestellungen.

Frauen stark betroffen
Die ökumenische Plattform „Altersarmut bei Frauen – alt.arm.weiblich“ macht auf die oft prekäre Lage von Frauen im Pensionsalter aufmerksam und bietet Hilfestellungen.

Erfahrungen aus der Praxis kirchlicher Arbeit zeigen, dass immer mehr Frauen von Altersarmut betroffen oder gefährdet sind. Deshalb haben wir die Plattform ,Altersarmut bei Frauen – alt.arm.weiblich‘ 2018 ins Leben gerufen“, sagt Renate Moser, Gründungsmitglied der ökumenischen Sozialinitiative. Denn manchmal trügt der Schein: Frauen, die auf den ersten Blick nicht arm erschienen, stellen sich bei Einrichtungen wie der Gruft um ein warmes Essen an oder können ausschließlich in Sozialmärkten einkaufen, um gerade noch über die Runden zu kommen.

Armut kann auch einsam machen

Frauen bekommen im Schnitt 40 Prozent weniger Pension als Männer. „Altersarmut ist meistens kein plötzlicher Schicksalsschlag, sondern hat ihre Wurzel fast immer schon in jüngeren Jahren (Karenz, Kindererziehung, Teilzeitbeschäftigung, Scheidung, ausbleibende Unterhaltszahlungen, zu wenige Pensionszeiten u.v.m.)“, erklärt Renate Moser. Präventionsinitiativen seien daher genauso Teil der Arbeit der ökumenischen Plattform, wie Bewusstseins- und Meinungsbildung über die Geschlechterrollen in Familien und Beruf – besonders auch im kirchlich geprägten Umfeld.

Die Initiative der Kategorialen Seelsorge der Erzdiözese Wien (Seniorenpastoral, Kontaktstelle für Alleinerziehende, Plattform WIGE), der Stadtdiakonie Wien, von Anima und der Katholischen Frauenbewegung will:
+ die öffentliche und veröffentlichte Aufmerksamkeit erhöhen
+ enttabuisieren und eine Stimme für Arme sein
+ Forderungen an die Politik stellen
+ Kräfte und Erfahrungen bündeln
+ Einrichtungen vernetzen
+ Bewusstsein für Prävention stärken
+ einen niederschwelligen Zugang zu Unterstützung bieten

Dazu komme Einsamkeit als soziale Einschränkung. Wer aus finanziellen Gründen gewisse Dinge nicht mitmachen könne, „fühlt sich ausgegrenzt und herausgerissen aus dem Freundeskreis und ist eingeschränkt in den Entscheidungsmöglichkeiten“, sagt Renate Moser.

Einsame, ausgegrenzte, aus ihrem Umfeld gerissene, in ihren Handlungs- und Entscheidungsmöglichkeiten eingeschränkte Menschen zählten ebenso zu den Betroffenen.

Renate Moser ermutigt, für sich und andere aktiv Hilfe zu suchen: „Wir haben zusammengetragen, was das Leben bei Altersarmut erleichtern und was zur Unterstützung beitragen kann. Wir laden Sie ein, sich auf unserer Homepage zu informieren.“ Alle Infos unter: www.altarmweiblich.at.

Autor:

Agathe Lauber-Gansterer aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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