Sommer 2020: Tagesausflug – Urlaub im Kleinen
Aug’ in Aug’ mit Wolf, Schaf & Co.

„Bitte beachten Sie, dass sie nun mit unseren Tieren in direkten Kontakt treten werden“, steht auf dem Schild neben dem Eingangstor. Und so ist es auch. Man kann sie beobachten, ein bisschen streicheln und mit den Maiskörnern aus dem Futtersackerl füttern.
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  • „Bitte beachten Sie, dass sie nun mit unseren Tieren in direkten Kontakt treten werden“, steht auf dem Schild neben dem Eingangstor. Und so ist es auch. Man kann sie beobachten, ein bisschen streicheln und mit den Maiskörnern aus dem Futtersackerl füttern.
  • Foto: Andrea Harringer
  • hochgeladen von Der SONNTAG Redaktion

Bei unserem neunten und letzten Ausflug – für den Sonntag – gehen wir es heute ganz gemütlich an: Der Wildpark Ernstbrunn ist unser Ziel, wo wir Ziegen, Schafe, Steinböcke und Sikahirsche beobachten wollen. Und vielleicht sogar einen Wolf „treffen“.

Ein Futtersackerl?“, fragt uns die freundliche Dame beim Eingang, als wir unsere Eintrittskarten kaufen. Mein Sohn grinst und nickt. „Ja bitte.“ Tiere füttern zu können, das klingt doch nach Spaß.

Mit dem Futtersackerl in der Hand betreten wir das Gelände des Wildparks Ernstbrunn und befinden uns gleich mitten im Geschehen: Rechts beim Eingang tummeln sich Schafe, Ziegen und Esel. Dahinter ist offenbar das Zuhause der Zackelschafe. Nur ein paar Meter weiter das der Gämsen. Die Gehege sind großzügig angelegt und so gestaltet, dass sich die Tiere hier richtig wohlfühlen können. Sie haben viele Möglichkeiten sich zurück zu ziehen und sich innerhalb des Geheges zu bewegen. Raum sie dabei zu beobachten, gibt es trotzdem genug.

Gute Nachbarschaft

Wir gehen weiter bis zum Gamsgehege und dann vorbei am Spielplatz zu den Hasen und den Steinböcken. Zwei von ihnen stehen in der Steilwand ihres Geheges – fast wirkt es so, als wollten sie sich ein bisschen verstecken. Und es gelingt ihnen ziemlich gut. Die Wildschweine gegenüber beschließen wir ein wenig später zu besuchen. Jetzt geht es erstmal ein paar Meter weiter – wo wir uns über die Hängebauchschweine freuen. Die treffen wir offensichtlich gerade während ihrer Ruhezeit an – eines schnarcht sogar aus Leibeskräften.

Im Tierpark Ernstbrunn kann man sich – unter anderem – besonders gut mit heimischen Tieren beschäftigen und sehen, dass viele unserer Haustiere von Wildtieren abstammen. Hier in Ernstbrunn leben sie sogar nebeneinander: Wild- und Hausschwein, Schaf und Mufflon, Ziege und Steinbock und sogar Hund und Wolf.

Faszination Wolf
Und dann sind wir jener Attraktion angelangt für den der Wildpark besonders bekannt ist: Bei einem der Wolfsgehege. Die Wolfforschung hat im Rahmen des Wolfsforschungszentrums in Ernstbrunn einen besonderen Stellenwert. Hier kann man nämlich den Forschern über die Schulter schauen und im Rahmen verschiedener Angebote und Programme eine Menge über die Wölfe erfahren. Erste Eindrücke der faszinierenden Tiere kann man auch schon bei den Wolfsgehegen sammeln. Wer hier einen Wolf entdecken möchte, muss zwar unter Umständen Geduld haben und ganz genau schauen – aber es lohnt sich. Tobias und ich entdecken zwei Wölfe unter einem Baum, die die Sonnenstrahlen dieses Tages genießen.

Mit den Tieren in direktem Kontakt
Weiter geht es bergauf – wir haben den „roten Pfad“ gewählt, der als „steil und steinig“ bezeichnet wird – und das ist er auch. Beschwerlich zu gehen, ist er aber nicht. Einen Kinderwagen möchte ich allerdings nicht hinaufschieben müssen - da würde ich einen anderen Weg wählen.

Ganz oben angekommen gehen wir zunächst am Gehege der Sikahirsche und Mufflons vorbei, dann sogar ins Gehege hinein. „Bitte beachten Sie, dass sie nun mit unseren Tieren in direkten Kontakt treten werden“, steht auf dem Schild neben dem Eingangstor. Und so ist es auch. Nur einige wenige Sikahirsche halten sich abseits. Die meisten sind nicht scheu, manche sogar recht forsch. Man kann sie beobachten, ein bisschen streicheln und mit den Maiskörnern aus dem Futtersackerl füttern. Die Mufflons hingegen haben sich unter einen Baum in den Schatten zurückgezogen.

Mehr Futter
Am Ende unseres Rundgangs steht noch das Gehege der schottischen Hochlandrinder, des Dam- und Rotwilds an. Die Reste aus dem Futtersackerl wird Tobias dann noch bei den Schafen und Ziegen los. „Das nächste Mal brauchen wir mehr von den Sackerln“, lacht er, als sich sieben oder acht Schafe mit drei Ziegen und einem Esel um die Maiskörner „streiten".

Viele Eindrücke „im Gepäck"
Alles klar, er will also wiederkommen. Warum auch nicht? Schön ist es hier – wie auch an den anderen Ausflugszielen, die wir in diesem Jahr in der Hoffnung angesteuert haben, ein bisschen Ablenkung vom Alltag zu bekommen, ein bisschen etwas Anderes zu sehen, ein bisschen „Urlaub zwischendurch“ einzuschieben. 

Mit all diesen starten wir ins neue Schul- und Arbeitsjahr und begegnen damit – hoffentlich gut gestärkt – allen Herausforderungen, vor die es uns stellen wird.

Nähere Informationen zu den Angeboten des Wolfforschungszentrums unter
www.wolfscience.at oder unter
www.wildpark-ernstbrunn.at

Serie: Urlaub im Kleinen

Autor:

Andrea Harringer aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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