Auf ein Wort
In sich einkehren

Der Palmsonntag, das Eintrittstor zur Karwoche, wird heuer ganz anders sein. Kein fröhliches, lautes, kin-derlachendurchdrungenes Palmbuschenbinden am Kirchplatz, keine Palmprozessionen mit Kindern, Familien, Musikkapellen und Feuerwehren durch die Straßen von Städten und Dörfern.
Palmsonntag wird heuer ruhiger sein. Anders eben. Wer mag, kann im Radio, im Fernsehen oder im Internet Gottesdienste mitverfolgen, in denen ganz sicher auch Palm- und Ölzweige gesegnet werden - verbunden mit der Einladung, es daheim gleichzutun.

Auch Ostern wird heuer andres sein. Warum auch nicht? Eine Chance in diesen Zeiten ist notgedrungen jene, immer wieder zu sich selbst kommen zu können - oder zu müssen. Doch: Immer wieder zu sich selbst zurückzukehren und einzukehren, kann auch anstrengend sein. Eine echte Fastenzeit eben.

Die österliche Hoffnung auf die Auferstehung ist die Grundlage unseres ­Glaubens. Gleichzeitig trägt uns die noch irdische und die doch wichtige Hoffnung, irgendwann wieder gemeinsam versammelt zu sein: um den Tisch des Herrn, um den Tisch der (Groß-)Familie, um den Tisch der Freunde.

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