Katholiken-Zahlen 2020
Kreativ bleiben!

Streamen von Gottesdiensten - vor einem Jahr noch ist kaum jemand auf den Gedanken gekommen, das zu tun. Jetzt erscheint es normal. Die Kreativität aus der Corona-Krise soll auch 2021 bleiben.
 | Foto: KKV / Veronika Fehle
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Ein kräftiger Digitalisierungsschub, Kreativität und Energie für neue Initiativen waren 2020 die kirchlichen Antworten auf die Corona-Krise. Auch traten rund 10 Prozent weniger Menschen aus der Katholischen Kirche aus. Die Gründe für den Austritt blieben allerdings krisenunabhängig.

Pressebüro der Kath. Kirche Vorarlberg / Red.

Im vergangenen Jahr traten in Vorarlberg 2887 Menschen aus der Katholischen Kirche aus. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Rückgang der Austritte um rund 10,3 Prozent. Die Zahl der Taufen sank im vergangenen Jahr lockdownbedingt auf 1758, während 130 Frauen und Männer wieder in die Kirche eintraten und 22 ihren Austritt innerhalb von drei Monaten widerriefen. Mit Stand vom 31. Dezember 2020 leben derzeit somit 226.104 Katholik/innen in Vorarlberg.

Die Corona-Krise und die Lockdowns stellten die Kirche vor neue Herausforderungen. Es zeigte sich im Corona-Jahr 2020, wie viel kreatives Potenzial dank der vielen engagierten, ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiteenden in allen Bereichen der Kirche steckt.

Pastoralamtsleiter Martin Fenkart resümiert: „Es ist uns gut gelungen, zahlreiche neue, kirchliche Angebote für die Menschen in Vorarlberg zu schaffen - von der Nachbarschaftshilfe bis zum Internet-Gottesdienst, vom Trauertelefon bis zur Notfallseelsorge, von der Sommerkirche bis hin zu den vielen Angeboten an Weihnachten. Vielen ist im vergangenen Jahr neu bewusst geworden, dass Glaube in schwierigen Zeiten Kraft gibt.“ Martin Fenkart betont, wie dankbar er nach diesem Jahr den vielen Frauen und Männern ist, die mit ihrem Beitrag der Kirche ein Gesicht vor Ort geben. „Ich bin stolz auf den Einsatz unserer Priester, Seelsorgerinnen und Seelsorger und unserer Ehrenamtlichen. Ich bin dankbar für den finanziellen Beitrag von über 226.000 Vorarlberger/innen in einer schwierigen wirtschaftlichen Zeit.“

Im vergangenen Jahr haben aber auch 2887 Menschen in Vorarlberg die Kirche verlassen. Die Gründe für einen Ein- oder Austritt schließen nahtlos an die Vorjahre an. Spitzenreiter der Austrittsgründe ist mit ca. 60 % der fehlende Bezug zur Kirche. Der Kirchenbeitrag und die Institution Kirche an sich sind dann oft die endgültigen Auslöser für einen Austritt. Auf der anderen Seite sind es gerade die Kontakte an den Wendepunkten des Leben - sprich Hochzeiten, Taufen und die Übernahme von Patenämter - die Menschen wieder an einen Eintritt denken lassen. Der direkte Kontakt zu den Menschen ist also, wenn er positiv verläuft, einer der Hebel, an denen kirchliche Initiativen ansetzen können. „Im 2021 möchten wir diesen Kontakt noch stärker suchen und anbieten. Die Weiterentwicklung neuer Online-Formate für Jugendliche ein Ansatz, die Neuauflage der Sommerkirche mit den Schwerpunkten Pilgern, Dialog und Alpmessen ein anderer“, setzt Martin Fenkart bei allen coronabedingten Unsicherheiten erste Akzente für das laufende Jahr. Denn Hände verschränken und zurücklehnen ist auch 2021 nicht drin. Im Gegenteil: „Kreativ bleiben“ lautet die Devise!

Vorläufige Zahlen zum Jahreswechsel:
Austritte / Taufen / (Wieder)Eintritte / Widerrufe
2020: 2887 / 1758/ 130 / 22
2019: 3218 / 2326 / 141 / 32
2018: 2981 / 2426 / 159 / 36

Gesamtzahl der Katholiken in Vorarlberg
2020: 226.104
2019: 229.547
2018: 233.325

(aus dem Vorarlberger KirchenBlatt Nr. 2 vom 14. Jänner 2021)

Autor:

KirchenBlatt Redaktion aus Vorarlberg | KirchenBlatt

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