P. Peter Rinderer (34), Salesianer Don Boscos, ist ab 1. September neuer Diözesanjugendseelsorger.
Mit ehrlichen Antworten da sein

Peter Rinderer ist neuer Diözesanjugendseelsorger.
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Im Tiroler Sonntag-Interview erzählt P. Peter Rinderer SDB von seinen vielfältigen Aufgaben on- und offline und warum er sich auf ein weiteres Amt einlässt.

Mit welchen Erwartungen, Hoffnungen und Plänen starten Sie als Diözesanjugendseelsorger?
P. Peter Rinderer:
Ich freue mich auf die vielen bewährten Projekte, die schon super laufen. Ich träume davon, dass Kinder und Jugendliche christlichen Glauben als etwas Positives erleben, das ihnen im Alltag Kraft gibt. Dafür braucht es Menschen vor Ort, die hinhören, was junge Menschen brauchen und sich für ihre Anliegen einsetzen. Wichtig ist mir, jenen Jugendlichen eine Stimme zu geben, die kein soziales Netz oder wenig Ressourcen haben.
Die Palette Ihrer Aufgaben ist breit gefächert.

Woher nehmen Sie die Kraft dazu? Was tun Sie, wenn‘s mal zu viel wird?
Rinderer:
Klar war, dass ich diese neue Aufgabe nur übernehmen kann, wenn etwas Altes wegfällt, so die Verantwortung für das Volontariat und einiges in der Verwaltung. Kraft gibt mir die Beziehung zu Gott und meine Gemeinschaft. Die Gebetszeit am Morgen ist mir heilig für einen guten Start in den Tag. Wenn es zu anstrengend wird, hole ich mir Rat bei Menschen, denen ich wirklich vertraue, die mich stärken und mir helfen, meinen Blick zu weiten.

Wie ist die Situation in der kirchlichen Jugendarbeit nach Corona?
Rinderer:
Der Wunsch nach Gemeinschaft ist nach all den Beschränkungen ganz stark da. Egal ob Mini-Fußballturnier, Sommerreisen, Jugendgottesdienste oder Firmlingswallfahrten: Bei all diesen Formaten wird Gemeinschaft erfahrbar. Neu ist, dass Online-Möglichkeiten als Ergänzung bleiben werden. Wichtig ist, dass jungen Menschen etwas zugetraut wird, sie Verantwortung übertragen bekommen und gestalten dürfen. So können spannende, neue Initiativen entstehen.

Sie sind auch auf Social Media sehr aktiv, unter anderem als „Bergpfarrer“ auf Instagram. Wie sind Ihre Erfahrungen damit?
Rinderer:
Auf meinem Blog teile ich Predigten und erreiche damit meist mehr Leute als in der Kirche. Es ist eine zusätzliche Möglichkeit, die frohe Botschaft Jesu zu teilen. Ich feiere gerne Berggottesdienste. Mit zwei bergbegeisterten Freunden habe ich das Projekt „Bergpfarrer“ gestartet. Ich folge damit dem Ansatz Don Boscos, positiv unter jungen Leuten präsent zu sein, zu motivieren und zu begleiten – egal ob on- oder offline.

Wie geht es den Jugendlichen mit dem Glauben?
Rinderer:
Im Schülerheim lebe ich mit 160 Jugendlichen unter einem Dach und bekomme ihre Fragen und Zweifel hautnah mit. Die Jugend ist die Zeit der vielen Fragen – nach dem Lebensweg, der Berufswahl. Auch die großen Fragen des Lebens stellen sich neu, wenn der Kinderglaube zu klein wird. Die Jugendlichen wünschen sich ehrliche Antworten auf ihre Fragen über das Leben und Gott und brauchen stimmige Glaubensrituale.

Kurz gefragt 

Liebste Bibelstelle?
„Gott ist die Liebe.“
Liebster Heiliger?

Don Bosco.
Liebste Bergtour?
Eindeutig die Serles!
Kaffee oder Tee?
Beides!
Frühaufsteher oder Langschläfer?
Berufsbedingt Frühaufsteher...

Skifahren oder Rodeln?
Skifahren.
Leibspeise?
Lasagne.
Vorbild?

Mein Papa.
Kraft fürs Leben gibt mir...

... die morgendliche Gebetszeit und in der Natur zu sein.
Der Kirche wünsche ich...
... dass sie nah bei den Menschen ist und Räume eröffnet, in denen Gott erfahrbar wird.

Autor:

Lydia Kaltenhauser aus Tirol | TIROLER Sonntag

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