Das Priesterseminar Innsbruck lädt zum Tag der offenen Tür
Drei Fragen an den Regens

Am 19. Jänner lädt das Priesterseminar zu einem Tag der offenen Tür. Für den Tiroler Sonntag Anlass bei Regens Mag. Roland Buemberger nachzufragen. Gilbert Rosenkranz führte mit dem Regens ein Gespräch über Berufung und Perspektiven des Priesterberufs.

Was ist für Sie am Priesterberuf so faszinierend, dass Sie junge Männer dafür gewinnen möchten?
Roland Buemberger: Mich fasziniert auch nach 20 Priesterjahren immer wieder, dass man als Priester Menschen in unterschiedlichsten Situationen in ihrem Glauben und Leben begleiten kann: junge und ältere, einfachere und gebildete, der Kirche nahestehende oder fernstehende Menschen. Der Priester verweist in diesen Gesprächen und sakramentalen Feiern auf Jesus Christus. Er ist unserem Leben Quelle von Hoffnung und Licht. Das kann vielen Menschen, aber auch dem Priester selber, viel Stärkung und Hoffnung und letztendlich einen Lebenssinn schenken.

Die Seelsorge steht vor großen Umbrüchen, die Priesterzahl geht stark zurück. Was bedeutet das für die Ausbildung der Seminaristen?
Buemberger: Die Ausbildung zum Priester muss dazu beitragen, dass sich künftige Priester als starke Teamplayer im Volk Gottes einbringen und die Schätze des Glaubens gut ausgebildet und zeitgemäß verkünden. Dazu gehört die Fähigkeit, Brücken zu bauen, zu motivieren, in Geduld, sanft und wertschätzend auf Menschen jeglichen Alters zuzugehen und mitzuhelfen, dass die Kirche einladend und antwortgebend verkündet – in einer Sprache und Art und Weise, die die Menschen verstehen. Stichworte können sein: „B" wie Beten – in unterschiedlichsten Höhen und Tiefen des Lebens beten; für jene beten, die niemanden mehr haben; Leute zum Beten ermutigen und anleiten; „B" wie Brücken bauen – unterschiedlichste Menschen, Kulturen, Altersgruppen, Religionen, Interessen zusammenführen und eine Kultur der Versöhnung fördern; „B" wie Begleiten – von Einzelpersonen, Gruppen und Pfarrgemeinden; „B" wie Befähigen – das Know-how des Glaubens weitergeben, damit alle als priesterliches Volk Gottes mit dem Glauben umgehen können.

Und für das Profil der Priester?
Buemberger: In erster Linie ist Priestersein ja nicht nur ein Beruf, sondern eine Lebensform: ich weihe mein Leben dem Gott des Lebens, den Jesus Christus verkündet hat, ja der er selber ist. Der Priester soll kein „Macher" sein, aber er kann mithelfen wie ein guter Gärtner, dass der Same des Glaubens bei vielen Menschen aufgehen und wachsen kann. So wirkt ein Priester verkündend, betend, feiernd, motivierend – überall dort, wo er dem Leben staunend und dankend begegnet.

TERMIN:
Tag der offenen Tür, Sonntag, 19. Jänner, ab 14 Uhr: Hausführung, Information zu Studium und Ausbildung, Biblische Kurzpredigten der Seminaristen, Vesper; Abendmesse mit anschließender „Lounge-Party".

Autor:

TIROLER Sonntag Redaktion aus Tirol | TIROLER Sonntag

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