Startschuss für Caritas-Sommersammlung 2020
„Trink-Geld“ für Afrika: Durststiller werden

Gemeinsam Durst stillen: Georg Schärmer, Julia Stabentheiner und Bischof Hermann Glettler (v.l.) eröffneten die 
diesjährige Sommersammlung der Caritas Tirol. | Foto: Caritas
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    diesjährige Sommersammlung der Caritas Tirol.
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Burkina Faso und Mali gehören zu den zehn ärmsten Staaten der Welt. Seit 1974 ist die Caritas der Diözese Innsbruck dort tätig, vor allem in der Wasser- und Ernährungssicherheit. 200 Brunnen wurden dort schon errichtet, nur ein Euro pro Tiroler/in kann den Fortbestand der Projekte sichern.

„Was für einen Unterschied macht es, wenn Frauen und Mädchen nicht mehr stundenlang durch die sengende Hitze oder die Gefahren der Nacht zu Fuß zum Brunnen gehen müssen, um Wasser für ihre Familien zu holen“, so Julia Stabentheiner, Leiterin der Caritas Auslandshilfe – sondern, wenn ein Brunnen vor Ort sauberes Trinkwasser für die Grundbedürfnisse und den Obst- und Gemüseanbau zur Verfügung stellt. Ein wichtiger Beitrag für die Hilfe zur Selbsthilfe in Ländern, in denen jeder fünfte Mensch von chronischem Nahrungsmangel betroffen ist. In der Sahel-Zone sind die Lebensbedingungen extrem. Regelmäßig kommt es zu Hungerkrisen, der Klimawandel ist stark zu spüren. Hitze und sintflutartige Regenfälle zerstören die Ernte, hinzu kommt die schlechte Infrastruktur. Rund 11.000 Euro kostet der Neubau eines Brunnens, fast 200 wurden mit Mitteln der Caritas Tirol schon errichtet. 105.000 Menschen haben so Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten.

Dauerzustand Krise „Der Ausnahmezustand, den wir während der Corona-Kirse ein paar Wochen lang gespürt haben, ist in Westafrika in verstärkter Form ein Dauerzustand“, so Caritas-Direktor Georg Schärmer. Die Ausgangsbeschränkungen trafen gerade jene Kleinbäuer/innen besonders hart, die vom Verkauf ihrer Waren auf Märkten, in kleinen Geschäften und Restaurants leben.„Die langjährige Freundschaft mit Mali und Burkina Faso verpflichtet uns, gerade jetzt verlässlich zu helfen, wo die Länder von Hunger und Corona doppelt getroffen sind“, so Bischof Hermann Glettler. Die Corona-Krise sei eine globale Krise, die auch eine globale Antwort, nämlich eine „Globalisierung der Nächstenliebe“ erfordere, so der Bischof weiter: „Lasst uns das ‚gemeinsame Haus‘ im Auge behalten und uns dafür einsetzen, so gut es geht.“

Nur ein Euro Die Caritas Tirol bittet alle Tiroler/innen um einen Solidaritätseuro – aus Dankbarkeit, in einem privilegierten Land wie Tirol leben zu dürfen, in dem genug zu essen und sauberes Tirnkwasser selbstverständlich sind. Bereits ein Euro pro Tiroler/in sichert den Fortbestand der Projekte vor Ort und somit direkt und  indirekt das Überleben von 33.000 Menschen in der Sahel-Zone.

Informationen & Spendenmöglichkeiten:
- Am Freitag, 31. Juli um 15 Uhr läuten in ganz Österreich die Kirchenglocken fünf Minuten lang – als Erinnerung an alle Menschen, die täglich an Hunger und Durst sterben.
- Kirchensammlung am 15. August
- "Spendensackerln“, die über den Sommer mit "Trinkgeld" befüllt werden können, sind in allen Pfarren erhältlich.
- Spenden kann man auch mittels Zahlschein, per E-Banking an IBAN AT79 3600 0000 0067 0950 (Zweck: DustStiller) oder online unter
durststiller.at
- Auch die Erlöse aus dem Verkauf der DurstStiller-Glasflaschen und der neuen CD „Einfach Danke“ fließen in die Sommersammlung der Caritas. Erhältlich in der Caritas-Zentrale Innsbruck (Heiliggeistraße 16) oder unter
caritas-tirol-shop.at

Gemeinsam Durst stillen: Georg Schärmer, Julia Stabentheiner und Bischof Hermann Glettler (v.l.) eröffneten die 
diesjährige Sommersammlung der Caritas Tirol. | Foto: Caritas
Wasser schenkt Leben - Sommersammlung der Caritas für Burkina Faso und Mali.  | Foto: Caritas
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TIROLER Sonntag Redaktion aus Tirol | TIROLER Sonntag

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