Serien (St) - 2009

Beiträge zum Thema Serien (St) - 2009

Serien
Es bei sich selbst auszuhalten ist eine Gabe, die man üben kann. | Foto: Photocase/Careau
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Leidenschaften und Gefährdungen | Teil 07
Weil Gott es bei mir aushält

Trägheit, Akedia Der Mönch Evagrius Ponticus (4. Jahrhundert) schildert die Akedia recht humorvoll. Da ist ein Mönch in seiner Zelle und liest Bibel. Dann schimpft er, dass das Licht nicht hell genug ist. Außerdem ist er schläfrig. Er nimmt die Bibel als Kissen. Aber er schläft nicht gut darauf, weil es hart ist. Er steht auf, schaut zum Fenster heraus, ob nicht ein Mitbruder kommt, um ihn zu besuchen. Dann beschwert er sich über die hartherzigen Mitbrüder. Er geht wieder in seine Zelle, doch...

  • 12.04.09
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Wer alles haben will zerstört auch. Nicht alles, was man sieht, kann man auch besitzen. | Foto:  Agentur Waldhäusl
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Leidenschaften und Gefährdungen | Teil 06
Der Gierige kommt nie zur Ruhe

Unmäßigkeit - Gier Schon bei der Unkeuschheit sind wir auf die Gier gestoßen, die sich in alle unsere Gefühle und Bedürfnisse hineinmischen kann. Wir sprechen von Habgier, Geldgier, Essgier, aber auch von Habsucht oder Ess-Sucht. Gier kann zur Sucht werden. Wir werden süchtig nach dem, was wir begehren. Im Buddhismus ist die Gier die Grundgefährdung des Menschen überhaupt. Der spirituelle Weg besteht für den Buddhismus darin, von seiner Gier frei zu werden. Denn wenn wir von der Gier beherrscht...

  • 05.04.09
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Unkeusch ist jemand, der in seiner Liebe Nebenabsichten hat, der aber auch sein Helfen dadurch trübt, dass sich andere Motive hineinschleichen. | Foto: Photocase/nilsoehr
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Leidenschaften und Gefährdungen | Teil 05
Liebe ohne Nebenabsichten

Unkeuschheit – Unklarheit  "Conscius“ heißt: mitwissend, eingeweiht, bewusst. Das mittelhochdeutsche Wort meint: der christlichen Lehre bewusst. Keusch lebt also einer, der sich der christlichen Botschaft bewusst ist, der in jedem Menschen Christus sieht, der auch in sich selbst seine Würde als Sohn oder Tochter Gottes erkennt.   Das Gespür für das Richtige. Keusch ist ein Mensch, der innerlich klar ist, der ein Gespür hat für das Richtige. Keusch sein heißt klar sein, durchlässig für Gott,...

  • 29.03.09
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Wenn der Geizige sich seiner Angst stellt, kann er frei werden. | Foto: Agentur Waldhäusl

Leidenschaften und Gefährdungen | Teil 04
Not der Geizhälse und Geizkrägen

Geiz und Enge Die Gier nach Reichtum kann zu extremer Sparsamkeit führen. Ein Sprichwort sagt, dass man von den Reichen das Sparen lernen könne. Es gibt Reiche, die immer mehr Reichtümer um sich versammeln. Aber sie gönnen sich selber nichts. Geiz ist Lebensverneinung. Ich häufe tote Dinge an. Aber ich traue mich nicht, etwas zu genießen. Das Haben ist für diese Menschen wichtiger als das Leben. Wenn ich etwas genieße, habe ich es nicht mehr in der Hand. Ich habe es konsumiert. Der Geiz ist...

  • 22.03.09
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Das Ausagieren im Laufen, im Holzhacken, im Schreien oder im Boxen hilft, Aggressionen zu lösen. | Foto: Agentur Waldhäusl

Leidenschaften und Gefährdungen | Teil 03
Wenn Gift in meiner Seele brennt

 Zorn, Groll, Bitterkeit Die Aggression ist eigentlich die Kraft, die das Verhältnis von Nähe und Distanz regelt. Die Aggression ist also eine gute Lebensenergie. Sie treibt uns an, etwas anzupacken und auf etwas zuzugehen, um ein Problem oder einen Konflikt zu lösen. Ohne Aggression werden wir leicht depressiv. Wir haben keine Kraft, unser Leben zu bewältigen. Zur Gefährdung wird die Aggression nur, wenn wir nicht gut mit ihr umgehen. Dann kann sie sich wandeln in Zorn, Groll oder Bitterkeit...

  • 15.03.09
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Neid und Eifersucht drängen den Menschen in Einsamkeit. Man muss darauf hören, was sie sagen wollten. | Foto: Photocase

Leidenschaften und Gefährdungen | Teil 02
Im Teufelskreis der Eifersucht

Neid und Eifersucht Das Übel des Neides besteht im Sich-Vergleichen. So macht er unzufrieden. Eifersucht verweist auf Liebe. Sie muss aber frei werden von der Tendenz zu beherrschen. Die zweite Gefährdung des Menschen wird als Neid oder Eifersucht beschrieben. Beides ist nicht genau das Gleiche. Neid besteht darin, dass ich mich ständig mit anderen vergleiche und neidisch bin auf das, was andere haben und ich nicht. Ich bin neidisch, dass der andere intelligenter ist als ich, dass er besser...

  • 08.03.09
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In der Tiefe fließt das Wasser des Lebens – wie hier in einem uralten Brunnen, der in der Heimatstadt Jesu – in Nazaret – frei-gelegt wurde. | Foto: KIZ/MF

Leidenschaften und Gefährdungen | Teil 01
Aus den Abgründen meiner Seele

Hochmut oder Hybris Bei den frühen Mönchen kommt der Hochmut am Ende der neun Gefährdungen des Menschen. Die Liste der sieben Todsünden fängt mit der Hybris an. Was meint die Hybris? Es ist die Weigerung, sich in seiner ganzen Wirklichkeit anzunehmen. Ich habe ein so hohes Idealbild von mir, dass ich alles, was diesem Idealbild widerspricht, ausklammere. Ich bin blind für die blinden Flecken, für das, was hinter der Fassade steckt. Hochmut oder Hybris ist also weit gefährlicher als die...

  • 01.03.09
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