Gründonnerstag | 12.4.2020
Hauskirche: Gründonnerstag zu Hause feiern

Jesus wäscht seinen Jüngern die Füße - Altargemälde ( 1400 / 1420 ) aus Mainz. Germanisches Nationalmuseum ( Nürnberg / Deutschland )
  • Jesus wäscht seinen Jüngern die Füße - Altargemälde ( 1400 / 1420 ) aus Mainz. Germanisches Nationalmuseum ( Nürnberg / Deutschland )
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Vorüberlegungen
Wir überlegen in der Früh gemeinsam, wie unser Gründonnerstag heuer zuhause ausschauen kann. Wer möchte mithelfen, für den Abend eine Erinnerungsfeier an das letzte Abendmahl vorzubereiten? Was gibt es alles zu tun? Wer übernimmt welche Aufgabe? Wir einigen uns darauf um wieviel Uhr wir feiern wollen?

Wir bereiten ein einfaches (orientalisches) Essen zu
Fladenbrot selber backen oder entsprechendes Weißbrot kaufen
z.B. https://www.einfachbacken.de/rezepte/fladenbrot-das-simple-grundrezept
Topfen mit Kräutern
Hummus (Kichererbsenaufstrich – ist im Supermarkt erhältlich)
Oliven, Olivenöl zum Tunken
Traubensaft und Rotwein
Frische Gemüsesticks (Karotten, Zucchini, Gurken länglich geschnitten)
Alternativ: z.B. Butterbrot mit Schnittlauch

Wir decken den Tisch und laden ein

Wir decken heute den Tisch besonders festlich, schmücken ihn mit Blumen, falten die Servietten besonders, bereiten Tischkarten vor… dafür gibt es sicher viele persönliche Ideen in den Haushalten.
Da viele Menschen heuer nicht bei uns sein können, die sonst mit uns feiern, können wir Fotos suchen von Großeltern, Cousinen und Cousins, Freunden und Verwandten und diese auf unseren Tisch stellen. So sind wir –wenn auch räumlich entfernt – eine größere Gemeinschaft - im Herzen miteinander verbunden. Vielleicht möchten Kinder aus den Fotos ein Plakat gestalten, das wir im Esszimmer für die Feiertage aufhängen können.
Es können auch für die Abwesenden (wenn das nicht zu viele sind) Teelichter vorbereitet werden.
Kinder können Fotos vom geschmückten Tisch an Verwandte verschicken, um sie virtuell zur Tischgemeinschaft einzuladen, ruhig auch mit dem Zeitpunkt der Feier!
Wir wollen auch für Jesus einen Platz an unserem Tisch vorbereiten, für ihn einen Sessel und ein Tischkärtchen aufstellen, vielleicht ein Bild oder ein Symbol für ihn auf seinen Platz legen.

Wir beginnen unsere Erinnerungsfeier

Wir feiern unseren Gottesdienst heute am gedeckten Tisch. Wenn jeder seinen Platz gefunden hat und zur Ruhe gekommen ist, beginnen wir mit dem Lied: Wir feiern heut ein Fest.

Lied: mit kleineren Kindern GL 718
1. Wir feiern heut ein Fest und kommen hier zusammen
Wir feiern heut ein Fest, weil Gott und alle liebt.
Gott hat uns eingeladen, und gerne sind wir hier.
Gott ist in unsrer Mitte, und dafür danken wir.
2. Wir feiern heut ein Fest und essen miteinander
3. Wir feiern heut ein Fest und teilen miteinander

Oder: Unser Leben sei ein Fest GL 859
oder mit Jugendlichen Come to the Feast du mit uns 582

Eröffnung
V: Es ist schön, dass wir hier zusammen sind.
Wir dürfen glauben, dass alle, die wir heute auf diesen Bildern sehen und an die wir denken, jetzt wirklich mit uns verbunden sind.
Auch Jesus ist heute bei uns eingeladen.
Als Zeichen dafür zünden wir unsere Kerze(n) an.
Jesus wollen wir begrüßen mit dem Ruf:

Ruf: V/A Komm in unsre Mitte, Jesus Christ! Gesprochen oder gesungen (s.u.)
V: Wir erinnern und heute an das letzte Abendmahl, das du mit deinen Jüngern gehalten hast.
A Komm in unsre Mitte, Jesus Christ!
V: Wir erinnern uns an deine Liebe, Jesus, mit der du für jede und jeden von uns sorgst.
A Komm in unsre Mitte, Jesus Christ!
A: Du tust alles für uns. Dafür danken wir dir von ganzen Herzen!
A Komm in unsre Mitte, Jesus Christ!

Wir erinnern uns an Jesus

Wir wollen nun die Erzählung aus der Bibel hören, die uns an das Mahl erinnert, zu dem Jesus seine Jünger damals - vor 2000 Jahren - eingeladen hat.
Je nach Alter der Kinder bitte eine passende Textfassung wählen: Joh 13,1-15

a) für Kinder bis zur 2.Klasse Volksschule (Text zusammengestellt von Marlies Prettenthaler-Heckel, Es kann auch nur der erste (bis zur Markierung) oder nur der zweite Teil gelesen werden)

Jesus und seine Freundinnen und Freunde waren nach Jerusalem gekommen, um das große Pessachfest- so heißt das große Danke-Fest im Judentum - zu feiern. Als es Abend wurde, gingen alle in den großen Saal, um miteinander zu beten und zu essen, so wie wir es jetzt tun.

Bevor sie sich zu Tisch setzten, stand Jesus auf, nahm ein Tuch aus weißem Leinen, goss Wasser in eine Schüssel und kniete nieder, um seinen Freundinnen und Freunden die Füße zu waschen.

Er wäscht anderen die Füße? Das war schon seltsam: Der große Jesus, dem die Menschen vor ein paar Tage zugejubelt hatten? ER kniete nun am Boden und machte sich zum Diener?

Auch die Freundinnen und Freunde waren sehr erstaunt und wollten das zuerst gar nicht zulassen. Doch Jesus bestand darauf. So wusch Jesus allen die Füße, einem nach dem anderen, der Meister seinen Jüngerinnen und Jüngern, der Herr seinen Dienerinnen und Dienern, der unendliche Gott seinen kleinen Geschöpfen.

Wir spüren: Da geschieht gerade etwas ganz Besonderes. Jesus will für uns alle ein Vorbild sein: Wenn wir so liebevoll zueinander sind, dann wird die Welt besser!
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Jesus sagte nun zu seinen Freundinnen und Freunden: „Das ist das letzte Mal, dass ich so mit euch zusammensitze und das Pessachmahl mit euch esse.“ Dann nahm er das Brot, sagte das Dankgebet, teilte das Brot auseinander und gab es ihnen. Er sagte: „Nehmt und esst. Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“ Danach nahm Jesus den Kelch mit Wein, dankte und sagte: „Das ist mein Blut, das für euch vergossen wird.“

Alle aßen von dem Brot und tranken von dem Wein. Dann gab Jesus ihnen einen Auftrag:
„Erinnert euch immer daran, was ich bei diesem Essen zu euch gesagt habe.
Teilt so miteinander Brot und Wein und ihr werdet spüren, dass ich bei euch bin.“

b) für Kinder ab der 3. Klasse Volksschule und Jugendliche
aus: Gertrud Fussenegger/Janosz Grabianski, Bibelgeschichten, 349ff, gekürzte Fassung

Das letzte Abendmahl
Als der Morgen des Donnerstags zu dämmern begann, sprach Jesus zu den Zwölfen, die bei ihm waren: „Längst schon habe ich mich gesehnt, mit euch das Osterlamm zu essen. Geht in die Stadt, und wenn ihr einem Mann begegnet, der einen Wasserkrug auf der Schulter trägt, dann sagt zu ihm: ‚Der Meister will heute Abend bei dir einkehren. Bereite das Mahl!’“ So geschah es auch, und zum letzten Mal saß Jesus am Abend mit den Seinen zu Tisch.
Doch ehe das Mahl begann, erhob sich Jesus, umgürtete sich mit einem Tuch aus weißem Leinen, goss Wasser in eine Schüssel und kniete nieder, um seinen Jüngern die Füße zu waschen. Diese wussten zuerst nicht recht, wie ihnen geschah: Der Meister wollte ihnen dienen wie der geringste Knecht? War das möglich? Als sich Jesus vor Petrus niederbeugte, sprang dieser auf und rief: „Herr, was tust du? Niemals sollst du mir die Füße waschen!“ Jesus antwortete: „Sei still, Simon Petrus, und lass mich tun, wie ich will. Dir und allen anderen will ich die Füße waschen. Du verstehst noch nicht, was ich tue. Erst später wirst du es begreifen!“ Und als sich Petrus immer noch wehrte: „Wenn du dir die Füße nicht von mir waschen lässt, wirst du keinen Teil an mir haben.“ Petrus erschrak. „Ach, Herr“, sagte er, „wenn es so ist, dann wasche mir nicht nur die Füße, sondern auch Hände und Haupt.“ Jesus erwiderte: „Es ist genug, wenn ich euch die Füße gewaschen habe.“ So wusch Jesus allen Zwölfen die Füße, einem nach dem anderen, der Meister seinen Jüngern, der Herr seinen Dienern, der unendliche Gott seinen kleinen armseligen Geschöpfen. Sogar Judas Iskariot wusch er die Füße. Schweigend und ergriffen ließen sie es geschehen. Doch auf Judas’ Stirn stand der Angstschweiß in hellen Tropfen.

Nun erhob sich Jesus, legte das leinene Tuch ab, setzte sich zu Tisch und sprach: „Versteht ihr, warum ich das getan habe? Ich bin euer Herr und Meister und habe euch trotzdem bedient. So sollt auch ihr einander dienen. Liebet einander, wie ich euch geliebt habe, und seid einig, wie ich mit dem Vater einig bin. Nun gehe ich bald fort von euch, und die Welt wird mich nicht mehr sehen. Aber ich lasse euch nicht als Waisen zurück, meine Kinder! Euer Herz soll nicht zagen und bangen. Ich gehe zum Vater, um euch bei ihm eure Wohnungen zu bereiten, und ich sage euch: Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen.“

Nun wurde das Mahl aufgetragen. Doch Jesus konnte kaum essen, so erschüttert war er. Johannes setzte sich neben ihn, legte den Kopf an die Schulter des Herrn und sagte wie vor ihm Petrus: „Meister, du weißt doch, wie sehr wir alle dich lieben.“ Jesus erblasste, blickte in die Runde und sprach: „Nicht alle lieben mich. Einer ist unter euch, der wird mich verraten.“ Johannes zuckte zurück und rief: „Verraten?“ Auch die anderen Jünger erschraken und wurden ganz verwirrt und blickten einander entsetzt an. „Verraten? Wer von uns könnte dich verraten?“ „Der mit mir die Hand in die Schüssel tauchen werde, der ist es.“ Jesus nahm ein Stücklein Brot und streckte die Hand damit aus, um es in der Schüssel einzutunken; in demselben Augenblick kam auch Judas’ Hand heran, und Jesus reichte ihm den Bissen.

Die Schüssel mit dem Paschalamm war abgeräumt. Auf dem Tisch lag nur noch ein Brot, und vor dem Meister stand ein Kelch voll Wein. Es war schon spät, und Jesus wusste, dass er bald gehen müsse, um sich seine Feinden auszuliefern. Die Stunde des Abschieds war da. Was konnte er noch für seine Jünger tun? In diesem Augenblick sah er die ganze Erde vor sich im finsteren Weltraum schweben, und vor ihm lagen alle Städte und Länder und jede kleinste Hütte vom äußersten Norden bis zum fernsten Süden, und er sah alle Menschen, die lebenden und die zukünftigen, die erst geboren werden sollten, auch dich, auch mich; und weil er bei uns allen sein und bei jedem von uns bleiben wollte, nahm er nun das Brot in seine heiligen und ehrwürdigen Hände, segnete es und sprach: „Nehmt hin, teilt untereinander und esst, denn dieses ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“ Und ebenso nahm er den Kelch, segnete ihn und sprach: „Trinkt alle daraus, denn dieses ist mein Blut, das für euch und viele wird vergossen werden zur Vergebung eurer Sünden.“ Dann reichte er ihnen das Brot und den Kelch und ließ sie davon essen und trinken, und endlich sagte er: „Tut das zu meinem Andenken.“

Oder Bibeltext in einfacher Sprache
https://www.evangelium-in-leichter-sprache.de/lesejahr-c-gründonnerstag
Oder Bibeltext Einheitsübersetzung Johannes, 13,1-15
Liturgische Texte

Lied: Du bist da wo Menschen leben
Du bist da, wo Leben ist.
Du bist da wo Menschen hoffen …
Du bist da, wo Menschen lieben … Du mit uns 519

Oder: Ubi Caritas et amor GL 455
Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind GL 926

Wir erinnern uns an liebe Menschen und beten für sie

V: Wir waschen uns jetzt so oft die Hände, um gesund zu bleiben. Gerade haben wir gehört, dass Jesus seine Freundinnen und Freunden die Füße wäscht. Das ist ein Zeichen der Freundschaft. Er kniet sich hin, macht sich klein. Er tut ihnen etwas Gutes. Er will ein Diener sein.
Was ist ein Diener/eine Dienerin eigentlich?
Wer ist gut zu uns? Wer tut viel für mich - auch Schweres - weil ich ihm wichtig bin?
Was Jesus hier tut, tun jetzt Ärzte, Schwestern, Pflegerinnen, Verkäuferinnen die Mitarbeiter der Müllabfuhr … in dieser schweren Zeit für uns. An sie wollen wir jetzt besonders denken. Kennst du einen Arzt, eine Verkäuferin, euern Postboten? Kennst du jemanden, der jetzt krank ist und für den du jetzt beten möchtest?
Stille und/oder Gespräch darüber
V: Wir haben unser Herz jetzt weit aufgemacht und an viele Menschen gedacht. Wir wünschen uns sehr, dass es ihnen allen gut geht. Wir sind mit ihnen allen verbunden, wenn wir beten, wie Jesus es mit seinen Freundinnen und Freunden auch getan hat:
Vater unser

Wir sagen Dank und bitten Gott um seinen Segen

Familiensegen in verteilten Rollen gelesen. Wir können alle unserer Hände segnend über den Tisch halten, während immer eine/r den Segenstext betet:

V/A: Gott, du bist gut, w
ir loben dich, wir preisen dich!

1. Guter Gott, wir freuen uns auf Ostern.
Wir wollen mit dir Auferstehung feiern.
Segne die kommenden Tage,
auch wenn sie ganz anders als sonst sein werden.
Segne alle, die sich alleine fühlen,
mit deiner Liebe und Nähe!

V/A: Gott, du bist gut, wir loben dich, wir preisen dich!

2. Guter Gott, du bist immer bei uns.
Du gehörst zu unserer Familie.
Segne unser gemeinsames Leben.
Segne Mama und Papa.
Segne meine Schwester(n), meine(n) Bruder … .
Segne meine Oma/meinen Opa …

V/A: Gott, du bist gut, wir loben dich, wir preisen dich!

3. Guter Gott, du denkst an jeden von uns.
Du freust dich über unserer Gemeinschaft hier bei Tisch.
Segne das Brot, das wir (zu)bereitet haben.
Segne den Traubensaft, den Wein und alle Speisen,
auf die wir uns jetzt schon sehr freuen!

(4. Guter Gott,
Sei nahe den Ängstlichen, die kein Licht sehen!
Schlichte Streit, wo die Luft zu dick wird!
Sei an der Seite der Kreativen, die nach Lösungen aus der Krise suchen!
und segne uns mit Zuversicht und Zukunft!)

Im Namen des Vaters, und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Wir sind eine Gemeinschaft
V: Nun haben wir unser Essen gesegnet. Jeder darf jetzt ein Stück von unserem Brot abbrechen und es weitergeben. Reichen wir uns zuvor noch einmal die Hände und wünschen wir uns einen: Guten Appetit!

Dieser Vorschlag wurde für Sie gestaltet von Mag. Marlies Prettenthaler-Heckel


Den Gründonnerstag ALLEINE zuhause feiern

Vorüberlegungen

Der Gründonnerstag hat in der Liturgie eine ganz eigene Prägung durch die Fußwaschung, die es in Gemeinden immer öfter gibt. Der Priester- anstelle von Jesus Christus- bückt sich, macht sich klein, um Menschen aus seiner Gemeinde - symbolisiert durch das Waschen der Füße- einen Liebesdienst zu erweisen. Und dann rückt das Abendmahl, der Ursprung unserer Eucharistiefeier ganz in den Mittelpunkt. Jesus wandelt Brot und Wein zum ewigen Erinnerungszeichen an seine Gegenwart. Auch für das Feiern zuhause sind diese zwei Elemente heute zentral. Beides braucht eigentlich eine Gemeinschaft, die wir heuer aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen so nicht erleben können. Versuchen wir, diesem Tag als Ganzem eine besondere Prägung aus diesen zwei Elemente zu geben. Dazu ein paar Ideen:

Fußwaschung – einen Liebesdienst erweisen
Im Laufe des Tages wollen wir aufmerksam sein, wo in unserer Umgebung nach dieser langen Zeit der Corona-Maßnahmen die Not ganz real angekommen ist. Auch bei Menschen, die sonst nicht auf Hilfe angewiesen sind: materielle Not, aber auch psychische Not: die Enge der eigenen vier Wände, die Einsamkeit oder genau das Gegenteil: zu viel Nähe durch dauerndes Beisammensein in einer Wohnung…. Es gibt viele Situationen, wo Menschen sich über einen unerwarteten Anruf, einmal Anläuten und übers Fenster tratschen etc. freuen könnten. Was heißt Fußwaschung, Liebesdienst in der Nachfolge Jesu heute für mich? Ich möchte etwas davon heute ausprobieren …

Mahl halten

Wenn man alleine lebt, braucht es für eine Kultur des Feierns möglicherweise ein bisschen Überwindung. Für manche ist wohl es heuer das erste Mal, ganz alleine Ostern feiern zu müssen. Der Gründonnerstag kann da eine Generalprobe sein. Nehmen Sie sich bewusst Zeit für ein schönes „Abendmahl“. Dieses könnte heute einmal anders ausschauen als sonst. Versetzen Sie sich in das Land Jesu, nach Israel, und bereiten Sie ein einfaches orientalisches Mahl vor.
Vorberieten des (orientalisches) Essens

Fladenbrot selber backen oder entsprechendes Weißbrot kaufen
z.B. https://www.einfachbacken.de/rezepte/fladenbrot-das-simple-grundrezept
Topfen mit Kräutern
Hummus (Kichererbsenaufstrich – ist im Supermarkt erhältlich)
Oliven, Olivenöl zum Tunken
Traubensaft und Rotwein
Frische Gemüsesticks (Karotten, Zucchini, Gurken länglich geschnitten)
Oder was Sie gerne essen 

Decken Sie den Tisch besonders

Decken Sie den Tisch heute besonders festlich, schmücken Sie ihn mit Blumen, falten sie die Serviette besonders, … dafür gibt es sicher viele persönliche Ideen.
Da viele Menschen heuer nicht bei Ihnen sein können, die sonst mit Ihnen feiern, können Sie Fotos suchen von Großeltern, Eltern, Kindern, Cousinen und Cousins, Freunden und Verwandten und diese auf Ihren Tisch stellen. So sind Sie –wenn auch räumlich entfernt – eine größere Gemeinschaft - im Herzen miteinander verbunden. Vielleicht mögen Sie aus den Fotos ein Plakat gestalten, das Sie im Esszimmer für die Feiertage aufhängen können.
Es können auch für die Abwesenden Teelichter vorbereitet werden.
Schicken Sie ein Foto vom geschmückten Tisch an Verwandte, um sie virtuell zur Tischgemeinschaft einzuladen, ruhig auch mit dem Zeitpunkt der Feier!
Sie können, wenn Sie wollen auch für Jesus einen Platz an Ihrem Tisch vorbereiten, für ihn einen Sessel und ein Tischkärtchen aufstellen, vielleicht ein Bild oder ein Symbol für ihn auf seinen Platz legen.

Erinnerungsfeier

Die Liturgie kann heute am gedeckten Tisch stattfinden, weil das Mahlhalten ja das Zentrum der Feier ist.
Sie können mit einem Lied beginnen, vielleicht möchten Sie es nur summen …
Unser Leben sei ein Fest GL 859
Sie dürfen glauben, dass alle, die Sie heute auf diesen Bildern sehen und an die Sie denken, jetzt wirklich mit Ihnen verbunden sind. Auch Jesus ist heute Gast an Ihrem Tisch.
Als Zeichen dafür zünden Sie die Kerze(n) an und beginnen mit dem Kreuzzeichen: Im Namen des Vaters …
Ruf: Sei du bei mir, Jesus Christus!
Ich erinnere mich heute an das letzte Abendmahl, das du mit deinen Jüngern gehalten hast.
Sei du bei mir, Jesus Christus!
Ich erinnere mich an deine Liebe, Jesus, mit der du für jede und jeden von uns sorgst.
Sei du bei mir, Jesus Christus!
Du tust alles für mich. Dafür danke ich dir von ganzen Herzen!
Sei du bei mir, Jesus Christus!

Wie es damals war

Lesen Sie nun aus dem Johannesevangelium Kapitel 13,1-15 die Erzählung vom letzten Abendmahl.
Versuchen Sie sich die Szene auszumalen, wie hat es damals ausgesehen in diesem Saal, wie schauten die Jünger aus, waren da wohl auch Frauen, was gab es zu essen, wie war die Stimmung, …. Der Heilige Ignatius von Loyola spricht davon bei Bibeltexten den Schauplatz auszugestalten und sich selber in die Szene hinein zu begeben: In welcher Rolle finde ich mich wieder? Bin ich ein Jünger, bin ich ein Diener, eine Frau, … wie wäre es wohl, wenn Jesus mir die Füße waschen würde? Was würde ich zu ihm sagen?
Lied: Beim letzten Abendmahle GL 282
Oder: Ubi Caritas et amor GL 455

Wir erinnern uns an liebe Menschen und beten für sie

Wir waschen uns jetzt so oft die Hände, um gesund zu bleiben. Gerade habe ich gehört, dass Jesus seine Freundinnen und Freunden die Füße wäscht. Das ist ein Zeichen der Freundschaft. Er kniet sich hin, macht sich klein. Er tut ihnen etwas Gutes. Er will ein Diener sein.
Wer ist gut zu mir? Wer tut viel für mich - auch Schweres - weil ich ihm wichtig bin?
Was Jesus hier tut, tun jetzt Ärzte, Schwestern, Pflegerinnen, Verkäuferinnen die Mitarbeiter der Müllabfuhr … in dieser schweren Zeit für uns. An sie möchte ich jetzt besonders denken. Wen kenne ich in diesen Berufen und an für wen möchte ich beten?
An welche lieben Menschen denke ich jetzt besonders?
Mit ihnen darf ich mich jetzt ganz verbunden fühlen, wenn ich das Vater unser bete:
Vater unser im Himmel …

Dank und Bitte um Gottes Segen

Gott, du bist gut, ich lobe dich, ich preise dich!

1. Guter Gott, wir freuen uns auf Ostern.
Wir wollen mit dir Auferstehung feiern.
Segne die kommenden Tage,
auch wenn sie ganz anders als sonst sein werden.
Segne alle, die sich alleine fühlen,
mit deiner Liebe und Nähe!

Gott, du bist gut, ich lobe dich, ich preise dich!

2. Guter Gott, du bist immer bei uns.
Du gehörst zu meiner Familie.
Segne mein Leben.
Segne meine Eltern.
Segne meine Schwester(n), meine(n) Bruder …
Segne meine Oma/meinen Opa …
Segne meine Freundin/meinen Freund …

Gott, du bist gut, ich lobe dich, ich preise dich!

3. Guter Gott, du denkst an jeden von uns.
Du hast für mein Leben eine Idee und schenkst mir viele Gaben.
Segne das Brot, das ich (zu)bereitet habe.
Segne den Traubensaft, den Wein und alle Speisen,
auf die mich jetzt schon sehr freue!

4. Guter Gott, sei nahe den Ängstlichen, die kein Licht sehen!
Schlichte Streit, wo die Luft zu dick wird!
Sei an der Seite der Kreativen, die nach Lösungen aus der Krise suchen!
und segne uns mit Zuversicht und Zukunft!
Stärke auch in diesen Tagen die Gemeinschaft der Kirche,
die du durch dieses Mahl gestiftet hast!

Im Namen des Vaters, und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Und jetzt lassen Sie es sich richtig gut schmecken!

GUTEN APPETIT!

Dieser Vorschlag wurde für Sie gestaltet von Mag. Marlies Prettenthaler-Heckel

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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