Geistreich Teil 07
Saisonale Kost schmeckt besser

Immer mehr Menschen entdecken, dass sie Mitverantwortung tragen für das Gedeihen des Lebens auf dieser Erde. Gottesfurcht kann auch als Respekt verstanden werden.
  • Immer mehr Menschen entdecken, dass sie Mitverantwortung tragen für das Gedeihen des Lebens auf dieser Erde. Gottesfurcht kann auch als Respekt verstanden werden.
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Gottesfurcht: Respekt gegenüber Gott und seiner Schöpfung

Das T-Shirt um fünf Euro,
Spargel im September und Online-Shopping rund um die Uhr.

Als Konsument lebt man heute in paradiesischen Verhältnissen und kann sich jeden Wunsch erfüllen. Kaum einer verschwendet einen Gedanken daran, wie es hinter den Kulissen aussieht.
„Wie viele Sklaven beschäftigen Sie?“, fragte eine Menschenrechtsorganisation vor einigen Jahren Menschen in Europa und lud dazu ein, es in einer Online-Umfrage ganz konkret herauszufinden. Die Kampagne sollte darauf aufmerksam machen, dass unser Konsum unzählige Leben weltweit beeinflusst: Die Plantagenarbeiter in Südamerika, die Näherinnen in den Textilfabriken von Bangladesch oder auch die Paket-Lieferanten arbeiten oft zu einem Hungerlohn und zudem auch noch unter gesundheitsschädlichen, wenn nicht sogar lebensgefährlichen Bedingungen.

Auch die Umweltbilanz, die unser Konsum verursacht, liest sich wie ein schlechter Krimi: Wasser wird verschwendet, Tonnen von Lebensmitteln vernichtet, Regenwälder abgeholzt. Dieses Wirtschaftssystem ist von Egoismus, kurzfristigem Denken und Respektlosigkeit geprägt und kaum kompatibel mit dem christlichen Glauben.

Verantwortung übernehmen. Die Gabe der Gottesfurcht klingt in unseren Ohren wie ein Überbleibsel aus dem finsteren Mittelalter. Das Bild von Gott, vor dem man sich fürchten soll, wirkt befremdlich. Tauscht man die Furcht mit dem zeitgemäßen Begriff „Re-spekt“ aus, beschäftigt sich diese Geistesgabe hingegen mit einer ganz dringenden Frage: Wie steht es um den Respekt gegenüber Gott und seiner Schöpfung – den Mitmenschen, den Tieren und der Natur? Papst Franziskus zeigt in seiner Umweltenzyklika „Laudato si‘“ eindringlich, dass Gott uns die Verantwortung für die Welt übertragen hat und dass das ökologische Bewusstsein zum Kern des christlichen Glaubens gehört.

Auf Nachhaltigkeit setzen. Wer diese Verantwortung wahrnimmt, nimmt seinen „Lifestyle“ genauer unter die Lupe. Da kann man gegenwärtig beobachten, dass sich unsere Gesellschaft wieder mehr vom Heiligen Geist leiten lässt: Immer mehr Menschen entdecken Nachhaltigkeit, immer mehr ernähren sich regional und saisonal und versuchen, Plastik und die Verschwendung von Lebensmitteln zu vermeiden.
Weisheit, Einsicht, Rat, Erkenntnis, Stärke, Frömmigkeit und Gottesfurcht geben Lebenskraft. Das wollte unsere nun endende Serie zu den Geistesgaben vermitteln.

Geistreich!Von Ostern bis Pfingsten:
Die sieben Gaben des Heiligen Geistes
von Stephan Sigg, Theologe und Schweizer Erfolgsautor

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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