Arbeitsplatz Kirche | Teil 08
Karin Scheer-Osmann, DigiCorner

 „Ich bin schon katholisch, aber nicht extrem“

Aus der Heimat des früheren Generalvikars Dompropst Leopold Städtler, aus Ligist, pendelt Karin Scheer-Osmann zu ihrem Arbeitsplatz im Bischöflichen Ordinariat in Graz. Im DigiCorner, der zum Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation gehört, ist sie Druckvorstufentechnikerin.

„Für mich ist es okay, wie es ist“, streut Karin Scheer-Osmann im Lauf eines Gesprächs immer wieder ein. „Im Großen und Ganzen passt alles“, ergänzt sie. Sie sei ein eher zufriedener Mensch. Nur Ungerechtigkeit könne sie aus der Ruhe bringen.

Die mit dem Zahntechniker Werner Osmann Verheiratete freut sich über „ein achtjähriges Mädchen“ Hanna. Ihre Mutter ist Hausfrau, der Vater, ein gelernter Tischler, arbeitete vor der Pension als Elektroschweißer. Karin wurde am 14. April 1971 in Voitsberg geboren. Schifahren lernte sie, als es in Ligist noch einen kleinen Lift gab.

„Irgendetwas lernen“ wollte die Jugendliche, als ihr der Schulbesuch „keinen Spaß mehr machte“. Durch das Arbeitsmarktservice konnte sie in den Druckereibereich 
hineinschnuppern. Freude stellte sich ein. In einer Grazer Druckerei absolvierte sie zuerst bis 1989 die Lehre zur Druckvorstufentechnikerin. Danach war sie dort angestellt, bis sich vor vier Jahren die Druckerei auflöste.

Es hieß wieder Arbeitsmarktservice. Im Zuge einer „Perspektivenerweiterung“ konnte Karin wieder in andere Bereiche hineinschmecken. Sie erkannte, dass ihr das grafische Gestalten „nach wie vor gut gefällt“. Zuerst über eine Arbeitsstiftung und ab 2008 als Angestellte landete sie bei der Diözese, im DigiCorner.

„Druckvorstufe“ heiße „alles, was bis zum Druck hin geschieht“, erläutert Scheer-Osmann. Eine Mischung aus Künstlerischem und Handwerklichem sei ihre Tätigkeit. Mit einer konkreten oder auch nur vagen Vorstellung kommen kirchliche „Kunden“ zu ihr. Um die Einladung oder das Plakat für eine pfarrliche Veranstaltung gehe es etwa, oder um den Pfarrblattbehelf „Offene Pfarre“. Die Fachfrau hat Ideen, wie der Text zu gestalten ist, schlägt Bilder vor, berücksichtigt das gewünschte Papier und sucht günstigste Varianten. Das meiste geschehe am Computer. „Hin und wieder“, antwortet die Technikerin auf die Frage, ob sie dieses selbstverständliche Arbeitsgerät liebe. Bleisatz war vor ihrer Zeit.

Wenn jemand voller Überzeugung, aber mit dem schlechten Entwurf für einen Prospekt zu ihr kommt, tritt die „relativ positive Lebenseinstellung“ von Karin in Kraft. „Okay, dem gefällt das, ich will ihm nicht die Freude nehmen“, denkt sie. Wer aber ein bisschen unsicher werde, höre: „Vielleicht könnte man…“

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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