Warum Theologie studieren? | Teil 08
Ich mach alles rein aus dem Gehör heraus

Seine Melodien begeistern Jung und Alt. Bei Kurt Mikula passt aber auch der Rhythmus.
  • Seine Melodien begeistern Jung und Alt. Bei Kurt Mikula passt aber auch der Rhythmus.
  • Foto: Neubauer, privat
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Mit über 7,5 Millionen Klicks auf YouTube ist der gebürtige Vorarlberger, der in Salzburg lebt, mittlerweile einer der bekanntesten religiösen Kinderliedermacher im deutschen Sprachraum. Erfrischende Lieder mit toller Musik und stimmigen Texten, die Kinder und Erwachsene ansprechen und begeistern. Eine wahre Fundgrube für alle, die einfach gerne singen, sind seine vielen Mitsinglieder auf YouTube. Dort gibt es über 100 Videos als Karaoke-Version. Da ist dann auch der Text eingeblendet, und man kann die Lieder kinderleicht lernen.

Mittlerweile hat der Religionspädagoge mit seinen Schülern acht CDs aufgenommen, und zwar wirklich professionell im Tonstudio. Viele seiner Lieder sind in den Schulbüchern in Österreich und Deutschland abgedruckt. Von seiner Homepage kann man Lieder kostenlos herunterladen oder auch bestellen. Schon als Jugendlicher spielte Kurt Mikula bei einer Familienmusik und auch Volksmusik. Auch über die Jungschar und die Jugend ist er einfach in die Musik hineingewachsen, obwohl er bis heute keine Noten lesen kann. Er singt seine Lieder ein, ein Freund schreibt dann die Noten.

Ein weiteres Betätigungsfeld stellt die musikalische Lehrerfortbildung im deutschsprachigen Raum dar, bisher haben 2800 Lehrer seine Workshops besucht.

Studiert hat der heute 56-Jährige 1984 bis 1987 an der damaligen Religionspädagogischen Akademie, heute KPH, in Graz. „Das war wirklich eine richtig spannende Zeit für mich“, erinnert er sich. „Ich stamme aus einer Pfarre mit einem tollen religiösen Leben und wollte einfach mehr erfahren.“ Damals in Graz fand er eine Stimmung, in der Auseinandersetzung möglich war und Studenten immer unterstützt wurden. „Wir hatten Vortragende, an denen wir uns reiben konnten“, was für die eigene Entwicklung ein Muss ist.

Den freien Kopf, wo neue Ideen für Lieder entstehen, bekommt er „hauptsächlich beim Laufen oder auch in der Hängematte“. Kurt Mikula bezeichnet sich selbst als Fan der Langeweile, denn gerade in diesem Freiraum könne etwas Neues entstehen. Mit den Kindern sei das Singen und Musizieren ja einfach, man müsse eben etwas machen, das sie anspricht, denn sonst singen sie es nicht. Die Herausforderung dabei: „Lieder zu schreiben, die theologisch stimmen und doch so gestaltet sind, auch vor allem vom Text her, dass sie den Kindern gefallen.“ Offensichtlich passt es, denn der Erfolg gibt ihm recht.

Gisela Remler

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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