Tatorte der Fastenzeit. Fastenserie 2018 | Teil 06
Erbittet für Jerusalem Frieden

Ein Lied für Dich, Du neue alte Stadt, JERUSALEM.
Dir meine Liebe singt. Mit tiefer Sehnsucht hofft mein Herz für Dich auf den Geist, der endlich Frieden bringt.

Deine Gassen sind mit Leben angefüllt, Deine Straßen drängen weit hinaus. Deine Plätze sammeln die Jahrtausende ein, alle Menschen sind in Dir zu Haus.

Deine Kinder weinen, und sie lachen auch, Deine Jugend singt und tanzt zugleich. Doch Gewalt und Krieg haben sie mitgeprägt, hoffend, dass der Tod dem Leben weicht.

Deine Sonne hüllt Dich oft in Strahlen ein, Deine Wärme zieht die Menschen an. Deine Nächte sind vom Wind stets abgekühlt, nur die Schatten, sie sind meist zu lang.

Deine Menschen leben von der Angst verstört, Hoffnung prägt des Tages harten Lauf, und die Sehnsucht schaut nach der Erfüllung aus, selbst der Tod hebt keine Grenzen auf.

Doch der Tag wird kommen, wo der Glaube siegt und wo Gott Dich annimmt als sein Reich. Freude, Friede und Gerechtigkeit leben in Dir allezeit zugleich.

Deine Mauern werden leuchten wie Kristall, Deine Türme sammeln Freude ein, Deine Kuppeln glänzen wie in Ewigkeit, dann wird endlich für Dich Friede sein.

Ein Lied für Dich, Du neue alte Stadt, JERUSALEM, Dir meine Liebe singt. Mit tiefer Sehnsucht hofft mein Herz für Dich auf den Geist, der endlich Frieden bringt.

Unterwegs zu einer Stadt

Herr, ich bin unterwegs in einer Stadt zu einer Stadt. Mein Glaube ist auferbaut aus Früherem, offen zur Rückkehr, offen zur Abkehr, offen zu Umkehr und Heimkehr.

Straßen und Häuser gab und gibt es, benannte und unbenannte, in der Stadt meines Glaubens. Gespräche, Erzählungen der Bibel, Kreuzwegstationen, Kirchen, Gottesdienste, Predigten, Feiern, Bilder, Meditationen, Gebete – immer suchende Gebete. All das sind und waren Wege in der Stadt meines Glaubens – Häuser, Wegweiser.

Manchmal ergaben sich Sackgassen, Abwege, die zu nichts führten, Spielplätze, auf denen mein Inneres froh und ausgeglichen war, neue Stadtviertel, Neuland der Glaubenserkenntnis.

Manchmal gab es Berge – Sinai, Golgotha, Tabor, Zion –, gab es Licht und Schatten, Tag und Nacht, Freude und Tränen. Stadt meines Glaubens, heilige Stadt, zu der ich freudevoll hinaufzog, um Gottes Angesicht zu suchen, zu der die Stämme der Völker ziehen – aus dürrem, trockenem, wasserlosem Land zum Heiligen Berg, der Wohnung des Höchsten.

Alles trägt man in Dich hinein, heilige Stadt des Glaubens. Alles Schöne der Welt in den Lichtglanz Gottes, heimgeholt aus Chaos und ungeordneter Wildheit. Du Stadt meines Glaubens, von Gott geschenkt, Stadt, in der Gott die Tränen abwischt. Wer sollte Dich nicht lieben – STADT GOTTES?

aus: Immanuel Jacobs, Israel. Land der Gegensätze

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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