Zeit für Kirche - Mein Ehrenamt | Teil 13
Eine Gemeinschaft braucht einige, die mehr tun

Ein Projekt von Schülern für Schüler.

„Augustinum-Stüberl“ oder einfach nur „Stüberl“. Wie’s auch immer heißt: Hauptsach’, es passt für die Burschen.

Im Keller des Bischöflichen Seminars im Augustinum in Graz gibt es Räume, die von jungen Menschen für junge Menschen gestaltet wurden und in denen einige Freizeitmöglichkeiten von Spiel über Sport bis hin zum Ausschenken von Getränken sowie der Zubereitung von kleineren Speisen geschaffen wurden. Um neben den neuen (und in ihren Augen perfekten) Internatszimmern auch einen Treffpunkt für alle zu gestalten, hat sich in diesem Schuljahr ein Team von acht Jugendlichen gebildet, das viel von seiner Freizeit für dieses Projekt geopfert hat.

Die Idee für eine derartige Einrichtung hat die Vorstehung des Bischöflichen Seminars aus Bayern importiert, wo es in jedem Internat ein so genanntes „Bierstüberl“ gibt. Überall sind es die Internatsschüler selbst, welche die Stüberl in ihrer Freizeit organisieren. Für das Zusammenleben in einer größeren Gemeinschaft ist dies ein wichtiger Bereich, der auch einmal ohne „Erzieheraufsicht“ ablaufen darf. Wichtig ist, dass zwar „gewinnorientiert“ gearbeitet werden darf, allerdings der Erlös einem Sozialprojekt zugute kommt.

Schnell kristallisierten sich die Verantwortlichen heraus: Simon Aldrian aus Deutschlandsberg, er besucht die BULME in Graz-Gösting, konnte als hauptverantwortlicher „Wirt“ gewonnen werden, ihn unterstützen die beiden Seminarsprecher Markus Bruns aus Obdach (HTL Ortweinschule) sowie Stefan Fresner aus Gröbming (ORG Schulschwestern). „Es ist natürlich nicht nur anstrengend und mit Aufwand verbunden, es taugt uns ja, was für die anderen zu tun. Und wir lernen natürlich auch viel für uns selber“, beschreibt Simon seine Motivation für das Stüberl.

„Wir haben uns natürlich auch gut überlegt, was wir mit dem Gewinn machen. Stefan unterstützt mit seiner Klasse im Wahlfach „vertiefende Geografie“ ein Projekt in Peru, das uns einfach sehr imponiert hat. Dabei wird Kindern ohne Krankenversicherung geholfen“, erklärt Markus. „Es ist einfach ein gutes Gefühl, nebenbei was zu tun, was Spaß macht und halt auch Sinn!“

Im Bischöflichen Seminar Graz leben momentan etwas mehr als 60 junge Burschen zwischen 10 und 19 Jahren und besuchen neben dem Bischöflichen Gymnasium sieben weitere Schulen in Graz. Dabei ist es für eine funktionierende Internatsgemeinschaft immer wieder notwendig, dass einige „mehr tun als nur das Notwendige“, bei liturgischen Diensten wie Mesner oder Ministranten.

Stephan Jauk

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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