Warum Theologie studieren? | Teil 04
Dort treffen sich so viele unterschiedliche Gebiete

Engagement zählt. Von Brasilien bis ins Bischöfliche Gymnasium.
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Nach der Matura habe ich mich gefragt: „Was will ich wirklich?“ Eine Vorprägung war bei Dagmar Giglleitner durchaus vorhanden, schließlich sind die Eltern der Oberösterreicherin beide Theologen. Schon als Kind dachte sie: „Religionslehrerin wie die Mama zu werden, das wäre wirklich super.“ In der Jugendzeit kam eine Phase der kritischen Auseinandersetzung mit der Kirche, aber letztlich fiel die Entscheidung, es einfach zu probieren.

Graz als Studienort ergab sich beinahe automatisch, denn schon ihr älterer Bruder Clemens studierte hier Elektrotechnik–Toningenieur. Noch nicht ganz entschlossen, setzte sie sich einfach einmal in eine theologische Vorlesung und fand es einfach interessant. Die Berufsmöglichkeiten sind sehr vielfältig, erzählt sie, und in Kombination mit ihrem Musikstudium entspricht das ihren starken Interessen „Musik, Glaube und Religion“.

An der Theologischen Fakultät der Universität Graz war sie erstaunt über den kollegialen und freundschaftlichen Umgang zwischen Lehrenden und Studierenden. „Da merkt man die Menschlichkeit. Insgesamt hilft man sich gegenseitig weiter, und das hat mich wirklich beeindruckt.“ Etwas zu kämpfen hatte sie mit manchen philosophischen Fächern wie etwa Metaphysik, aber immer wieder zeigte sich, wie weit gestreut die Fragen sind, die im Studium aufgeworfen wurden. „Es war für mich sehr schön, mich mit so vielen Themen auseinandersetzen zu können, und da habe ich immer wieder gesehen, dass das in der Theologie wirklich in vielen Bereichen möglich ist.“ Pastoraltheologie und Altes Testament gehörten für sie auf jeden Fall dazu. Am Studieren insgesamt war die Freiheit sehr schön, die sich dabei eröffnete. „Ich organisiere mich gern selbst, komme gern mit den Lehrenden in Kontakt, stelle gern Fragen.“ Das wurde immer geschätzt.

Auch die pädagogische Ausbildung an der Fakultät hat Dagmar Giglleitner als sehr hilfreich empfunden und merkt nun im Unterrichtspraktikum, wie gut man das in der konkreten Arbeit brauchen kann, um einen interessanten Unterricht gestalten zu können.

Ihre berufliche Zukunft ist im Moment noch nicht ganz geklärt. „Aber ich möchte auf jedem Fall eine Arbeit mit Menschen, und man findet immer etwas, was zu einem passt, wo man sich wirklich einbringen kann. Etwas Soziales und Kommunikatives.“ Das spürte sie schon während ihres Auslandssemesters nach der Matura. Damals engagierte sie sich in Brasilien in einer Hortbetreuung für sozial benachteiligte Kinder.


Gisela Remler

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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