Positionen, Karl Veitschegger
Miteinander?!

Wieder einmal ist ein Dokument aus Rom gekommen. Diesmal eine Instruktion über Pfarre und missionarische Seelsorge aus der Kleruskongregation. Nicht, dass ich mir davon besondere neue Impulse erwartet hätte, aber ein bisschen mehr Mut wäre schon schön gewesen.
Das Schreiben enthält durchaus stimmige Zeitanalysen und viele wunderbare Zitate von Papst Franziskus, die ich voll mittragen kann. Aber es ist wie so oft bei Mutter Kirche: Man redet gern von Reform, von „pastoralem Miteinander“ und neuen Wegen der Seelsorge – aber eines darf sich dabei nicht ändern: das Kirchenrecht. Und auf keinen Fall die Vorrechte des Klerus.
Laien sollen ihre finanziellen Beiträge leisten und dürfen in der Kirche mitarbeiten bis zum Umfallen, aber letztlich will man nur, dass sie „den Priester in seiner Arbeit unterstützen“. Wirklich mitentscheiden oder kirchliche Macht kontrollieren dürfen sie (noch) nicht.
Nur wenn die Kirche durch Fehler der Hierarchie bereits an die Wand gefahren worden ist und man doch nicht aufgeben will, wenn Arbeit ansteht, für die schon lange geeignete und sogar ungeeignete Priester fehlen, dann wird betont: Wir alle sind Kirche! Geht es aber um lang erwünschte Reformen des Kirchenrechtes, damit wirklich Neues möglich wird, gilt noch immer: Kirche ist Amt.
Übrigens: Was die Rechte aller Getauften angeht, ließe sich von orthodoxen und evangelischen Geschwistern viel lernen.
Ja, das waren diesmal zornige Zeilen. Ich hoffe, Sie spüren auch die Sorge und Liebe dahinter.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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