Aus meiner Sicht
Chefredakteur Herbert Meßner

Gipfelgespräch über das Leiden

Wanderungen sind in der Ferienzeit immer eine beliebte Unternehmung. In Ermangelung exotischerer Urlaubsziele sind sie es heuer vielleicht noch stärker.
Auch auf dem kirchlichen Kalender steht im Sommer eine Wanderung. Jesus führt uns dabei auf den Berg der Verklärung. Auf dem Berg Tabor, der so charakteristisch die Jesreel-Ebene in Galiläa überragt, wird sein Wanderziel lokalisiert.
Am 6. August wird das Ereignis auf dem Gipfel dieses Berges gefeiert, die „Verklärung des Herrn“. An diesem Tag ereignete sich dann 1945 die Katastrophe des ersten Atombombenabwurfs in Hiroshima. Ein Gedenktag der Gegensätze also.
Jesus hat damals zur Wanderung eingeladen. Einmal weg von den Niederungen des Alltags derer, die Jesus nachfolgen. Trotz dieses Abstands vom Alltag, trotz der Verwandlung Jesu in ein himmlisches Aussehen, war das Leiden Thema der Gipfelgespräche Jesu mit Mose und Elija auf dem Tabor.
Wer Jesus als den Auferstandenen, als den Sohn Gottes wahrnimmt, wird sich damit nicht über die Leiden hinwegtrösten oder hinwegträumen. Es begleitet uns nicht nur das aktuelle Leiden unter Corona. Die weltweiten Leiden der Hungernden, der Flüchtlinge und der Schöpfung wachsen an. Leidverursacher sind im Terroristen-Look und im Nadelstreif unterwegs. Sogar an der eigenen Kirche können wir leiden.
Am Ziel der Taborwanderung zeigt Jesus durch seine Verklärung, in welche Richtung die Welt trotz allem geht. Der Weg dorthin führt aber über die Niederungen einer leidenden Welt.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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