Zeit für Kirche - Mein Ehrenamt - Teil 11
Wer gibt, der bekommt auch viel zurück

Kompetente Helfer. Sr Silvia Bereczki (links) betreut Studierende, die sich engagieren wollen.
  • Kompetente Helfer. Sr Silvia Bereczki (links) betreut Studierende, die sich engagieren wollen.
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Studenten für soziale Projekte zu motivieren ist seit jeher Teil des „Programms“ der Katholischen Hochschulgemeinde in der Leechgasse in Graz. Traditionell gehören Besuche im Pflegezentrum der Barmherzigen Brüder in Kainbach dazu, Lernbetreuung oder das Gestalten von Gefängnisgottesdiensten. Seit dem Jahr 2009 gibt es für das Engagement noch eine speziellere Form: „Studierende, die über drei Semester mindestens drei soziale Einrichtungen durch ihre Mitarbeit kennen lernen, werden mit einem Zertifikat belohnt“, beschreibt Seelsorgerin Sr. Silvia Bereczki das Ziel. Eine Kooperation mit der steirischen Caritas bietet jungen Menschen die Möglichkeit, Herausforderungen zu finden, die sie interessieren. Die ersten Anwärter bekommen nun schon ihr schriftliches Diplom von Caritasdirektor Franz Küberl verliehen. Sr. Silvia: „Wir glauben, dass das bei der Arbeitssuche hilfreich sein kann. Der Mehrwert liegt an dem, was man sich selbst erarbeitet. Studierende können sich aussuchen, mit welcher Menschengruppe sie gern arbeiten, wofür sie Zeit und Lust haben.“

Für Mario Brugger und Astrid Pretscher, beide 23 und Studenten der Erziehungswissenschaften und Pädagogik, ist das Engagement beinahe selbstverständlich. „Das kann nicht schaden fürs spätere Leben“, summiert Astrid Pretscher ihren Einsatz in unterschiedlichen Einrichtungen. Im Haus Elisabeth, in der Mutter-Kind-WG Carnerigasse, auch in der Lernbetreuung. „Dadurch lernt man, dass man mit gewissen Situationen rechnen muss.“ Mario Brugger unterstützt in der erweiterten Lernbetreuung Eggenberg Kinder mit Migrationshintergrund und ist seit 2008 freitags immer sehr gern dort. „Flexibel muss man sein, vor allem in Mathematik“, erklärt er lachend, aber im Notfall könnten sie immer auf Lösungsbücher zurückgreifen. Im Vinzitel, einer Notschlafstelle in Eggenberg, macht er seit Herbst 2009 Dienst.

„Vom Gefühl her sind sie normaler als andere, sie zeigen so genau, dass sie sich freuen.“ Markus Küng studiert Maschinenbau mit Verkehrs- und Produktionstechnik und erzählt von seinen Besuchen im Pflegezentrum Kainbach. „Wir fahren einmal in der Woche hin, um die Patienten von zwei Stationen zu besuchen.“ Die Auseinandersetzung mit Menschen, die körperlich und meist auch geistig beeinträchtigt sind, scheint dem 30-jährigen Bludenzer nicht schwierig. „Es sind so viele hier, die überhaupt keinen Besuch haben und froh sind über den Kontakt. Man plaudert und stellt fest, wie ehrlich diese Menschen reagieren. Etwas, was man sich bei anderen oft wünscht.“ Kontakte zu den so genannten Normalen habe man ja ohnedies. Aushilfsweise fährt Markus Küng auch mit dem Vinzibus.

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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