Persönliche Antworten zum Diözesanjubiläum - Teil 01 Stefan Heckel
Rettet Schönheit die Welt?

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HIER die Pflege von historischen Monumenten, die aus dem Geist der Schönheit und Gläubigkeit, oft aber auch als Ausdruck weltlicher Macht und Vorherrschaft gebaut wurden und von einer in Wohlstand lebenden Friedensgesellschaft erhalten werden. HIER auch die Freiheit, Kunst kritisch betreiben und Neues schaffen zu können und somit Schönheit selbst stets zu hinterfragen.

DORT Monumente, die im selben Geist der Schönheit erbaut, von einer zerrütteten Gesellschaft zerstört und von der kulturellen Weltaufsichtsbehörde betrauert werden.

DORT ein Weggehen von Millionen von Menschen und ein Hinschauen und Zugehen auf die vermeintliche Schönheit im HIER.

Wenn die Antwort auf die Eingangsfrage ein klares JA wäre, dann folgt als Gegenfrage: Muss man sich Schönheit, also die Rettung der Welt, leisten können?

Religionen haben sich in Schönheit ausgedrückt und tun dies noch immer, das gilt für das Christentum wie für andere Religionen. Sie haben sich jedoch auch durch das blanke Gegenteil von Schönheit, durch Zerstörung und Menschenverachtung ausgedrückt und tun dies immer noch.

Die Arbeit an ALLEZEIT, der Vertonung des Textes von Edith Stein („Ohne Vorbehalt und ohne Sorgen …“), entwickelte sich aus solch ambivalenten Gefühlen heraus: Eine Frau und Nonne, die selbst durch Lebensphasen des Zweifels an Religion ging, wurde aufgrund ihrer religiösen Überzeugung vom pseudoreligiösen System des Nationalsozialismus ermordet. Wie es scheint, kann Religion retten, sie kann aber auch vernichten … Künstler und Künstlerinnen wurden und werden aus religiösen Motiven sowohl gefördert als auch ermordet.

Was bleibt, ist Achtsamkeit im eigenen Leben. ALLEZEIT. Vielleicht ist Schönheit eine feine Schwingung, die im unmittelbaren Nahbereich beginnt und erst wirklich groß wird, wenn sich viele dieser Nahbereiche verbinden.

Dann kann Schönheit möglicherweise sogar die Welt retten.

Stefan Heckel


Bilder:
Geben Sie Ihre Antwort auf die Jubiläumsfragen, und erfahren Sie mehr über das Jubiläumsprogramm auf
800-jahre-graz-seckau.at/zukunftsfragen oder fb.com/kathkirchestmk – 

Großes Bild: Die Schönheit der Natur, festgehalten von Ernst Zerche. Er ist der Regisseur des Films „einfach MENSCH sein“. – Premiere ist am 14. Juni.

Geben Sie Ihre Antwort auf die Jubiläumsfragen, und erfahren Sie mehr über das Jubiläumsprogramm auf 800-jahre-graz-seckau.at/zukunftsfragen oder fb.com/kathkirchestmk
Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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