Mein Lebenslied. Musik Leben | Teil 08
Lebenslieder-Bilderbogen

Harmonie“ in lang vergangener Zeit. Soweit ich mich an meine Kindertage erinnern kann, begleitet mich der Schneewalzer. Mein Vater spielte die steirische Harmonika. Er war Schuhmachermeister, und wir hatten eine Landwirtschaft. Täglich – auch nach schwerster Arbeit – vor dem Zu-Bett-Gehen spielte er einige Stückln auf seiner „Harmonie“. Der Schneewalzer war immer dabei. Auch heute freue ich mich, wenn ich ihn höre. Dann sehe ich meinen Vater in seiner einfachen Stube auf dem Bett sitzen, mit einem Lächeln auf den Lippen und mit dem rechten Fuß wippen. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte mein Vater öfter bei einem Nachbarn im Weingarten. Als Lohn bekam er Brot, Geselchtes und Eier, die er mit uns Kindern teilte, auch Most und Wein. Meine Eltern und Schwiegereltern waren mir auch im Glauben ein großes Vorbild. Ich bestaune auch heute noch die Natur, erinnere mich an meine Kinderzeit und bin sehr dankbar, dass ich das alles erleben durfte.
F. Kielnhofer, Pöllau

Die Seele schwingt mit. „I have a dream“, dieses unendlich zärtliche Lied von ABBA hat mich vor langer Zeit an einem tränenverhangenen Morgen getröstet, als es aus dem Radio erklang. Damals war ich sehr verzweifelt. Diese Melodie hat mich sanft gestreichelt, so dass ein großes Gefühl der Freude die bitteren Tränen stoppte, die meine verwundete Seele weinte. Jedes Mal gerät meine sensible Seele in Schwingung, und sie beginnt zu tanzen, wenn ich „I have a dream“ wieder einmal höre.
J. Schneemann, Pinggau

Osterjubel. Offen für fast jede Art von Musik, tut sich mir vor allem bei geistlicher Musik das Herz auf. Auch heuer zu Ostern hörte ich nach der Paukenmesse von Haydn das „Halleluja“ aus Händels Messias – mein Lebenslied. Da war endgültig das letzte Fragen und Hoffen in Freude und Gewissheit gewandelt. In die Gewissheit, dass beim Schaffen, Hören und Fühlen solcher Lieder und Werke die Liebe und der Geist Gottes im Menschen zur Gewissheit werden.
 F. Uhl, Fürstenfeld

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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