Kinderfragen zum Glauben - Teil 04
„Ist Jesus der liebe Gott?“

Wenn Kinder Geschichten von Jesus hören, kommen so manche Fragen auf.
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Niederleitner
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Anna hat beim Sonntagsgottesdienst gut aufgepasst. Nur hat die ­Sechsjährige jetzt eine knifflige Frage, bei der ihr auch der Papa nicht so einfach helfen kann: Von Jesus hat Anna schon viel gehört, aber heute ist er als „Sohn Gottes“ bezeichnet worden. Und dann war von „Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist“ die Rede. „Ist Jesus jetzt der liebe Gott selber?“, fragt sie.

Nähe. Man kann Anna so antworten: Jesus ist in Betlehem geboren worden. Die ­Engel verkünden den Hirten: Dieses Kind ist der Sohn Gottes. Jesus ist aus dem Himmel auf die Erde gekommen, um uns von Gott zu ­erzählen und zu zeigen, dass Gott uns ganz nahe ist. Jesus spricht mit Gott. Am Kreuz ­betet er zu Gott: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Wir Christen glauben an den einen Gott. Er ist für uns Vater, Sohn und Heiliger Geist. So beten wir auch beim Kreuzzeichen. Gott ist der Schöpfer der Welt. Er hat die Erde und das riesengroße Universum, uns Menschen, die Tiere und die Pflanzen erschaffen. Um uns zu zeigen, wie sehr er uns Menschen liebt, hat er Jesus zu uns Menschen gesandt. Jesus von Nazaret war von Gott ganz erfüllt. Er ist aus dem Himmel gekommen und wieder zu Gott gegangen. Er hat uns den Heiligen Geist geschickt, dass wir immer mit ihm verbunden bleiben, auch wenn wir sterben.

Berührung. Christen glauben aber nicht an drei Götter. In Jesus von Nazaret ist Gott Mensch geworden. In Jesus begegnet uns Gott direkt. Gott kommt uns Menschen in Jesus ganz nahe: Er hat Kranke geheilt, Kinder auf seine Arme genommen und sie gesegnet. Er hat Frauen in Not geholfen. In Jesus berührt uns Gott. Jesus ist aber nicht einfach der als Mensch verkleidete Gott. Jesus ist wahrer Gott und wahrer Mensch. Er hat gegessen, geschlafen, gefeiert, er wurde müde, und er hat geweint, als sein Freund Lazarus gestorben ist.

Geheimnis. Es ist ein ganz großes Geheimnis, dass Gott uns Jesus in die Welt geschickt hat und wir deswegen zu ihm „Sohn Gottes“ sagen können. Aber: Gott hat keinen Sohn, wie dein Papa und deine Mama ein Kind haben. Jesus als „Sohn Gottes“ ist einmalig und etwas ganz Besonderes.

Manche Kinder sagen vielleicht: „Der Gott kann doch keinen Sohn haben, das mit Betlehem stimmt nicht.“ Wenn jemand so redet, dann hat er dieses Geheimnis nicht verstanden. Ich selbst bin total begeistert davon, dass Gott uns Menschen so sehr liebt, dass er in Jesus von Nazaret selbst in diese Welt gekommen ist.

Jesus ist in diese Welt gekommen, um uns den Himmel zu öffnen. Dies kann er nur, weil er von Gott aus dem Himmel zu uns gesandt wurde. Seine Aufgabe war es, uns Menschen von Gott zu erzählen. Aber nicht nur das. Er sollte alles durchmachen, was wir Menschen auf dieser Erde erleben müssen: das Böse, die Schmerzen, den Streit und vor allem den Tod. Und er ist als Opfer am Kreuz ermordet worden. Daran denken wir am Karfreitag.

Licht. Gott hat Jesus aber nicht im Tod gelassen, er hat ihn aus dem Tod auferweckt. Jesus ist auferstanden aus dem Tod. Das feiern wir jedes Jahr zu Ostern. Wir tragen die brennende Osterkerze in die dunkle Kirche und verteilen an alle das Licht.

In Jesus leuchtet das Licht Gottes in unser Leben hinein. Da kann man merken, dass es stimmt, wenn Jesus sagt: „Ich und der Vater sind eins.“

 

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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