Warum Theologie studieren - Teil 02
Einen wirklich guten Draht zu Kindern finden

Mit dabei sein. Ingrid Hipp hält mit ihren Schülern auch einen lebendigen Kontakt zur Pfarre aufrecht, hier bei der Fronleichnamsprozession.
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An 15 Schulen war sie bisher tätig, und „nach wie vor unterrichte ich leicht“, meint Ingrid Hipp lachend. Erstaunlich, wo doch viele Kollegen durchaus die Mühen des Berufes verspüren. Vielleicht ist es einfach die Liebe zum Gemeinsam-Sein mit Kindern und Jugendlichen. „Wir sitzen meistens am Boden im Kreis um eine Kerze, oft gibt es was zu essen, und wir teilen ein Brot.“

Daran, dass Kinder traurig sind, wenn Religion einmal ausfällt, merke sie, wie wichtig das Fach für sie ist. Die Freiheit, die Religionslehrer haben, macht natürlich viel aus bei der Gestaltung der Stunden. „Sich mit einer biblischen Geschichte auf das Leben von jungen Menschen beziehen zu können, ist wunderschön.“ Dabei merke man, wie man auf das Leben der Kinder eingehen könne.

„Meine Ausbildung liegt schon eine Weile zurück. Wir waren damals eine Gruppe mit mehr als 30 ReligionslehrerInnen, trotzdem fühlten wir uns wie eine große Familie, in der wir zusammengehalten haben, uns gegenseitig unterstützt haben, wo man sich bis heute trifft.“ Diese Kontakte sind bestehen geblieben und Teil des Lebens geworden. „Das Studium war durchaus zeitintensiv und aufwändig“, erinnert sich Ingrid Hipp. Am meisten profitiert habe sie als angehende Religionslehrerin von den fachdidaktischen Stunden. „Die Diskussionen und das Hinterfragen des Glaubens und althergebrachter Glaubenssätze hat mich zu einem offenen und selbstkritischen Menschen gemacht. Ich versuche, auf Menschen in lebensbejahender Form zuzugehen, auch wenn mich das verletzbar macht. Ich möchte die jungen Menschen in ihrem Leben durch meine Ausbildung zur Religionslehrerin fördern, Glaube, Hoffnung und Liebe durch Jesus Christus zu erfahren und dies in ihre Lebenseinstellung aufzunehmen. Ich versuche den SchülerInnen diese wert- und weltoffene Haltung zu vermitteln, damit sie entdecken, erspüren, erfahren, erleben, was Glaube für mich bedeutet.“ Privat gehört die Flüchtlingsbetreuung zu ihren „Hobbys“, etwa Kontakte in Asylwohnheimen und Begleitung bei Behördenwegen.

In der Ausbildung „Integrative Gestaltpädagogik und christlich orientierte Persönlichkeitsbildung“ habe sie neu erfahren und gelernt, „dass ich so sein kann, wie ich bin, und durch mein Leben Zeugnis gebe“.

Glaubensinhalte kreativ umzusetzen, ob in spielerischer Form im Rollenspiel, einem Rap, durch Malerei, Gestaltung mit verschiedensten Techniken und Materialien oder in der direkten Umsetzung durch einen Besuch im Altersheim ist auch für sie selbst immer bereichernd. „In der Schule erlebe ich mit der Methode des Bibliologs immer wieder neue Sichtweisen auf Bibelstellen, die Kinder mit ihrem oft noch bedingungslosen Glauben eröffnen.“

Gerne besucht sie nach wie vor Fort- und Ausbildungen an der KPH und PH Steiermark, allen voran die Sommer.Bildung am Ende der Ferien. Besondere Freude bereitet der engagierten Pädagogin die Mitarbeit an der Erstellung der Religionsbücher, wo sie ihre praktischen Erfahrungen einbringen kann. GISELA REMLER

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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