Christenverfolgung
Die Welt in Rot

In der Steiermark leuchteten unter anderem das Stift Admont am 17. November als Zeichen der Solidarität mit verfolgten Christen.
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Christenverfolgung. Der Aktionstag #RedWednesday des Hilfswerk Kirche in Not war ein voller Erfolg.

Der Wiener Stephansdom, das Parlament in der Hofburg, das Bundeskanzleramt, zahlreiche Stifte und Klöster wurden am Mittwochabend rot angestrahlt, um auf das Schicksal von Millionen verfolgter und bedrohter Christen aufmerksam zu machen. Der Nationaldirektor von „Kirche in Not“, Herbert Rechberger, zeigte sich dankbar für die hierzulande noch nie so starke Teilnahme am internationalen Aktionstag „#RedWednesday“ trotz Corona-bedingter Probleme. Mehr als 100 Kirchengebäude wurden in rotes Licht getaucht. Rechberger ist überzeugt, dass der Aktionstag ein „starkes Zeichen der Solidarität“ mit verfolgten Christen gesetzt habe.

Zunehmende Gewalt
Die Sensibilität für das Leiden von Christinnen und Christen in vielen Ländern der Erde müsse noch weiter vergrößert werden, „denn die Verfolgung wird mehr statt weniger“, so Rechberger. Als besondere Sorgenregion nannte er den Nahen Osten, der Wiege des Christentums, der drohe, „christenfrei“ zu werden. Es gäbe eine weltweit zunehmenden Gefährdung von Priestern, Ordensleuten und Missionaren. Im laufenden Jahr seien 17 von ihnen ermordet und 20 entführt worden.

Kirchliche Mitarbeiter werden oft gezielt Opfer von Gewalt“, sagte der geschäftsführende Präsident Thomas Heine-Geldern. Manchmal sei das Motiv finanzieller Natur. „Manchmal wollen die Angreifer die Stimme der Kirche, die Ungerechtigkeit und Gewalt anprangert, zum Schweigen bringen. Aber es gibt auch eine zunehmende Aggression, die ihren Ursprung in fehlender Religionsfreiheit hat.“ Besonders besorgt sei man über die Lage in Nigeria. Dort seien 2021 bislang zwei kirchliche Mitarbeiter ermordet und sieben entführt worden. Auch in Europa komme es zu Übergriffen.

Absolut inakzeptabel
„Die Religionsfreiheit ist als Grundrecht in der österreichischen Verfassung festgeschrieben, weltweit werden jedoch Millionen Christen verfolgt“, beklagte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka anlässlich des RedWednesday. Mit der Beleuchtung der Hofburg setze das Parlament ein „sichtbares Zeichen gegen jede Art der Diskriminierung aufgrund der Religionszugehörigkeit“. Sobotka nannte es „absolut inakzeptabel, dass Menschen aufgrund ihres Glaubens zu Opfern von Gewalt und Unterdrückung werden“.

Kultusministerin Susanne Raab lud am 17. November Vertreter von „Kirche in Not“ zu einem Austausch ins Bundeskanzleramt. „Es ist erschreckend, dass in etwa 50 Staaten der Erde auch heute noch mehr als 200 Millionen Christinnen und Christen nur aufgrund ihres Glaubens unterdrückt, verfolgt oder sogar getötet werden“, so die Ministerin. Es sei ihr ein besonderes Anliegen, auf deren schreckliches Schicksal aufmerksam zu machen, versicherte Raab: „Mit der Beleuchtung des Bundeskanzleramts unterstützen wir die wichtige Initiative von ,Kirche in Not‘ und setzen ein Zeichen der Solidarität“.

Im Wiener Stephansdom stand am 17. November der aus Nigeria stammende Priester Ikenna Okafor der Messe vor und berichtete dabei über die dramatische Lage der Christen in seiner Heimat.

Kathpress

In der Steiermark leuchteten unter anderem das Stift Admont am 17. November als Zeichen der Solidarität mit verfolgten Christen.
Und auch einige Pfarrkirchen, wie hier in St. Lorenzen am Wechsel, beteiligten sich bei der Aktion #RedWednesday von Kirche in Not.
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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