St. Marein im Mürztal.
Das Leben ansagen

Zur Segnung der Sebastianikapelle nahm Bischof Wilhelm Krautwaschl die Kinder mit ins Kapelleninnere, wo das Altarbild den Pestpatron Sebastian zeigt.
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Festgottesdienst und Weihe der erneuerten Sebastianikapelle.

Zur Weihe der renovierten Sebastianikapelle, die auch als Aufbahrungsort dient, konnte am 8. Dezember Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl in St. Marein im Mürztal begrüßt werden. In seiner Predigt am Marienfeiertag stellte er der Gemeinde Maria als Vorbild vor Augen. Wie Maria seien die Getauften und Gefirmten dazu berufen, Christus in die Welt zu bringen, jeder und jede mit den Gaben, die uns anvertraut sind. „Wir sind gesendet in die Welt, um dort das Leben anzusagen.“
Die anschließende Segnung der Sebastianikapelle auf dem Friedhof deutete der Bischof als Bekenntnis zu Christus als dem Lebendigen. In einer Zeit mit viel Hoffnungslosigkeit und Zukunftsangst gelte es, „Hoffnungsoasen“ zu stiften.
Der heilige Sebastian, als von Pfeilen Durchbohrter dargestellt, wurde seit dem Mittelalter als Pestpatron verehrt („Pestpfeile“). Nach einer Pestepidemie wurde um 1490 die Sebastianikapelle in St. Marein errichtet. Die spätgotische, einjochige Friedhofskapelle hat auch eine Außenkanzel, die für Predigten an Wallfahrtstagen diente. Bei einem Umbau im Jahr 1650 wurden auch Fresken eingefügt, die an das erneute schreckliche Pestjahr 1647 erinnern. Der heilige Sebastian ist auch auf dem barocken Altarbild aus dem 18. Jahrhundert dargestellt.
Nach weiteren Umgestaltungen in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts, als die Kapelle bereits als Aufbahrungshalle diente, wurden bei der aktuellen Renovierung das ursprüngliche Fundament freigelegt und die gesamte Kapelle erneuert. Ein Juwel, das auch zukünftigen Generationen erhalten bleiben soll.
Ein Adventkonzert am Abend des 8. Dezember mit dem Gesangsverein St. Marein unterstützte die Renovierung.

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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