Mutworte
Nöte und Nothelfer heute

Nöte und Nothelfer gibt es in den hoch entwickelten modernen Staaten nach wie vor, nur hat sich einiges verändert. Wissenschaft und Technik ermöglichen in vielen Bereichen hochprofessionelle Hilfestellungen.
Die materiellen Folgen von Schicksalsschlägen sind selten existenziell, da allein das breite Netz der Versicherungen sehr viel abfängt (Unfall, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Diebstahl, Haftpflicht, Unwetter, Ernteausfall, u. v. m.). Vieles hat den Schrecken verloren oder wird abgefedert. Dafür sind neue Nöte entstanden, wie der diffuse Bereich der Ängste und der Gesundheit. Hier blüht das bunte Feld der Nothelfer um nichts weniger irrational wie im Mittelalter.
Das Leben ist nicht mehr so gefährlich wie früher, und doch bleiben Krankheiten, Unfälle und Verletzungen ein Teil davon. Allerdings steht uns dafür ein großes Netz von professionellen Nothelfern zur Verfügung: Rettung, Erste-Hilfe-Geschulte und örtliche Defibrillatoren, Ambulanzen, Spitäler und eine Vielzahl von Ärzten.
Die härteste Konstante des Lebens – und vermutlich das Einzige, an dem sich gar nichts verändert hat – ist der Tod. Die Frage, wie wir mit dem Tod umgehen, bleibt eine menschliche Herausforderung. Vermutlich hatte das Sterben früher eine höhere Selbstverständlichkeit, während das Thema heute oft genug verdrängt und tabuisiert wird. Hier erleben auch die professionellen Nothelfer (Seelsorge, Krankenhaus, Hospizbewegung u. a.), dass Hilfe nur noch als Begleitung möglich ist.

Markus Hofer
ist Theologe in der Diözese Feldkirch.
Aus: „Die Vierzehn Nothelfer. Das himmlische Versicherungspaket“, Verlag Tyrolia. 

Autor:

Ingrid Hohl aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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