Warum Du ätherisches Rosmarinöl für die Haut verwenden solltest

Rosmarin mit seinem charakteristischen, intensiven Geruch findet man in privaten Haushalten vor allem in der Küche. Als Gewürz verleiht es vor allem Kartoffeln den besonderen Geschmack. Dabei wurde der krautige Strauch, der zu den Lippenblütlern gehört, in Deutschland in den Jahren 2000 und 2011 zur Heilpflanze des Jahres gekürt. Das aus ihm gewonnene ätherische Öl kann sowohl innerlich als auch äußerlich eingesetzt werden. Es wirkt besonders bei Magenbeschwerden und bei Hautproblemen.

Die Pflanze und ihr ätherisches Öl

Rosmarin wurde bereits um etwa 100 nach Christus im Mittelmeerraum angebaut und schon damals zu Heilzwecken benutzt. Seit der Antike wurden die Zweige des Strauches als Räucherwerk genutzt sowie als Grabschmuck, als Schutzpflanze und in Brautsträußen verwendet. Die in den nadelartigen Blättern und den kleinen violetten Blüten enthaltenen Inhaltsstoffe entfalten sowohl in Medizinprodukten als auch in der Schönheitspflege ihre Kraft.
Die Aussaat von Rosmarinsträuchern kann nur in warmen Gegenden erfolgen, da die Pflanze nicht winterfest ist. Sie benötigt einen trockenen, nährstoffreichen Boden und kommt gut mit Trockenperioden, aber weniger gut mit Feuchtigkeit und Kälte zurecht. Die Ernte ist ganzjährig möglich.
Ätherisches Öl enthält die wirksamen Inhaltsstoffe der vielseitigen Pflanze in konzentrierter Form und gilt deshalb als besonders heilsam. Für reines ätherisches Rosmarinöl werden die blühenden Zweige verwendet. Aus etwa 50 bis 80 Kilogramm Kraut kann ein Liter ätherisches Öl gewonnen werden. Nach der erfolgten Wasserdampfdestillation ist das Öl sofort verwendbar.

Die Inhaltsstoffe von Rosmarinöl

Rosmarin der zur Gewinnung von ätherischem Öl genutzt wird, wird vor allem in drei verschiedenen Gegenden angebaut. Abhängig von der Bodenbeschaffenheit und den klimatischen Bedingungen im Herkunftsland unterscheiden sich die Inhaltsstoffe der Pflanze ein wenig. Daher wird ätherisches Rosmarinöl in Chemotypen unterteilt, damit die gewünschte Wirksamkeit besser abgestimmt werden kann.
Man unterscheidet:

  • Typ Cineol (Spanien)
  • Typ Campher (Nordafrika)
  • Typ Verbenon (Frankreich)

Die enthaltenen Stoffe sind bei allen Typen gleich, jedoch in unterschiedlich hoher Konzentration zu finden. Neben den ätherischen Ölen finden sich in den Gewächsen, Terpineole, Linalool, Borneol, Cineol, Geraniol, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide und noch einige andere.
Rosmarinöl vom Typ Cineol wird vor allem bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen eingesetzt. Ätherisches Öl vom Typ Campher stimuliert das zentrale Nervensystem und wirkt sich positiv auf Herz und Kreislauf aus. Es soll nicht bei Schwangeren und bei Bluthochdruck verwendet werden. Öl vom Typ Verbenon eignet sich nur zur äußerlichen Anwendung.

Rosmarinöl für die Haut

Reine ätherische Öle können nicht nur innerlich durch Inhalieren oder als Speisezutat, sondern auch direkt über die Haut, durch Massagen und Bäder, aufgenommen werden. Dadurch entfalten sie ihre Heilkräfte auch in unseren Organen und der Psyche.
Ätherisches Rosmarinöl hat darüber hinaus jedoch auch direkte Auswirkungen auf die Beschaffenheit unserer Haut. Hilfreich ist es bei:

  • Akne und Entzündungen
  • Schuppiger und rissiger Haut
  • Narben
  • Cellulite
  • Juckender Kopfhaut und Schuppen

Vor allem die Inhaltsstoffe Cineol und Geraniol wirken entzündungshemmend und antioxidativ. Diese Eigenschaften kannst Du Dir bei der Behandlung von Akne, Pickeln, entzündeten Hautstellen und kleinen Wunden zunutze machen. Das Rosmarinöl desinfiziert die betroffenen Hautpartien nicht nur, sondern schützt gleichzeitig vor einer erneuten Infektion und beschleunigt die Heilung.
Bei Pickeln wirken stellen den natürlichen PH Wert wieder her. auf die fettige Haut und stellen den natürlichen PH Wert wieder her.
Durch seine Eigenschaften ist Rosmarinöl auch bei schuppiger und rissiger Haut einsetzbar. Regelmäßig angewendet, kann es auf natürliche Weise für eine nachhaltige Verbesserung sorgen.
Wiederholt auf eine frische Narbe aufgetragen sorgt reines Rosmarinöl dafür, dass die Haut glatt und elastisch wird und die Narbe besser und schöner verheilt und anschließend weniger sichtbar ist.
Rosmarinöl fördert die Durchblutung, was gegen rheumatische Schmerzen, Muskelkater, Verspannungen und Verkrampfungen hilft. Im Bereich der Hautpflege führen die durchblutungsfördernden Eigenschaften dazu, dass Wassereinlagerungen abgeführt werden und das Bindegewebe gestrafft wird. Die Haut bleibt deshalb auch nach einem Gewichtsverlust straff und elastisch. Zudem wird die Neigung zu Cellulite eingeschränkt.
Eine gute Durchblutung der Kopfhaut versorgt diese mit ausreichend Nährstoffen und regt auch das Wachstum der Haarfollikel an. Eine kräftige, gesunde Kopfhaut verhindert Haarausfall und Schuppenbildung und sorgt für einen verbesserten Haarwuchs. Eine Studie aus dem Jahr 2015 (Rosemary oil vs minoxidil 2% for the treatment of androgenetic alopecia: a randomized comparative trial. - Abstract - Europe PMC) verglich die Wirkung des Medikaments Minoxidil gegen Haarausfall mit der Verwendung von Rosmarinöl. Die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass Rosmarinöl dem Medikament gleichwertig ist.

Wie solltest Du Rosmarinöl für die Haut verwenden?

Wichtig ist, dass Du ätherisches Rosmarinöl nicht unverdünnt auf die Haut aufträgst. Halte Dich außerdem an die empfohlene Dosierung, auch wenn sie Dir gering erscheint. Ätherische Öle sind sehr stark und hochwirksam, wenige Tropfen sind daher ausreichend.

  • Als Badezusatz kannst Du etwa zehn bis zwanzig Tropfen für ein Vollbad verwenden.
  • Für Massagen und Einreibungen vermischt Du einige Tropfen des ätherischen Öls mit einem neutralen Trägeröl. Hierfür eignet sich am besten Oliven-, Sonnenblumen, Mandel- oder Jojobaöl. Achte dabei auf eine gute Qualität.
  • Wenn Du bei Deiner normalen Körperpflege von den positiven Eigenschaften des Öls profitieren möchtest, kannst Du wenige Tropfen davon auch in Deine regulären Pflegeprodukte, wie Shampoo, Körpermilch, Waschgel, Handcreme und andere mischen. Bei Produkten zum Ausspülen solltest Du die Inhaltsstoffe kurz einwirken lassen.


Worauf solltest Du achten?

Ätherische Öle sind nicht billig, aber sparsam und vielseitig im Gebrauch. Deshalb solltest Du es auch in möglichst reiner Qualität, am besten aus biologischem Anbau, erstehen. Nur echte ätherische Öle aus 100 % natürlichen Pflanzenteilen können die gewünschten Wirkungen erzielen. Synthetische Mischungen und Duftöle sind dazu nicht in der Lage.
Wie beinahe alle ätherischen Öle solltest Du Rosmarinöl in folgenden Fällen nicht oder nur nach Rücksprache mit Deinem Arzt, Heilpraktiker oder der Hebamme verwenden:

  • Bei Säuglingen und Kleinkindern
  • Während der Schwangerschaft
  • Bei Bluthochdruck

Da Rosmarinöl als Lippenblütler bei empfindlichen Menschen zu Hautirritationen und Allergien führen kann, führe am besten vor der Anwendung einen Allergietest durch. Gebe dazu ein bis zwei Tropfen des Öls auf die Innenseite Deiner Armbeuge. Spürst Du nach einigen Minuten keinen Juckreiz und sind keine Rötungen oder Punkte zu sehen, kannst Du das Öl verwenden.

Autor:

Rose Marry aus Steiermark Mitte

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